Ich habe neuneinhalb Stunden durchgeschlafen. Meine Fitbituhr erteilte mir einen hervorragenden Schlafwert. Angeblich hatte ich keine einzige Wachminute. So etwas gab es tatsächlich noch nie.
L wurde vermutlich direkt aus einem Albtraum heraus wach. Sie konnte im Halbschlaf noch nicht zwischen Realität und Traum unterscheiden und schnauzte mich gleich voll, da die Traum-Mama offensichtlich etwas für sie Unangenehmes gemacht hat.
Gefrühstückt habe ich nichts. Dafür aß ich über den Tag verteilt unzählige getoastete Brotscheiben, mittags garniert mit dem restlichen Weißkrautsalat und Räuchertofu sowie der knoblauchlastigen Joghurtsoße, abends lediglich mit der leckeren Soße.
Gearbeitet habe ich heute erneut von zu Hause aus. Ich widmete mich den Auslagen der Mitarbeitenden und der Rechnungslegung, tätigte Überweisungen, stellte weitere Unterlagen für die Finanzbuchhalterin im Unternehmen online bereit und beantwortete zig E-Mails.
Für L ging es nochmals ein paar Stunden in den Ferienhort. Heute wurde ein halbstündiger Halloween-Film geschaut. Ansonsten konnten die Kinder drinnen oder draußen spielen.
Nach einem kurzen Einkauf am Nachmittag machten L und ich uns am frühen Abend mit Elli, Waltraud und Gerda auf den Weg zur Tierärztin. Alle drei Kaninchen wurden untersucht. Zudem wurden die Krallen verschnitten. Zum Schluss gab es je eine Impfung. Elli ließ alles über sich ergehen, Waltraud wollte immer wieder fliehen und Gerda hatte auf die Untersuchungen am wenigsten Bock und teilte uns dies auch mit. Ich stellte wieder einmal fest, wie ähnlich sich unsere beiden Zwergwiddermädels Waltraud und Gerda in ihrem Wesen doch sind.
Waltraud hat im Vergleich zur letzten Untersuchung vor sechs Monaten erneut abgenommen. Noch ist es nicht kritisch, dennoch sollen wir ihren Gewichtsverlust in der nächsten Zeit im Blick behalten. Da sie allerdings sehr gut frisst und mobil ist, könnte es sein, dass sie Parasiten im Körper hat, die bei ihr mitfressen. Das gilt es nun herauszufinden.
Gerechnet hatte ich für die drei Untersuchungen mit einem Betrag in Höhe von zweihundert Euro. Tatsächlich fiel die Rechnung sogar etwas höher aus. Auf dem Weg zum Auto dachte ich darüber nach, wie unser Papa meinem Bruder und mir Anfang der 00er Jahre immer dreißig bis fünfzig Euro für den Tierarztbesuch mit unserem Zwergkaninchen und Meerschweinchen mitgegeben hatte und wir sogar noch Wechselgeld zurückbekamen.
Was heute schön war:
– ausschlafen
– gesunde Kaninchen
– Spieleabend
– Telefonate
– Italienischübungen
– Serienabend
