Unser Silvester

Alltagsschnipsel

Am Silvestermorgen wachte ich halb neun auf und las in Ruhe auf einigen Seiten im Internet. L wurde erst eine Stunde später wach. Ich hörte, wie sich meine Mama auf den Weg zum Bäcker machte. Mein Papa ging derweil in ein Blumengeschäft. Als beide wieder zurück waren, wurde gefrühstückt. Wie in den letzten Tagen auch gab es für mich ein Croissant mit Kräuterquark.

Anlässlich des zweiundachtzigsten Geburtstags meiner Oma, die mit meinem Opa nur wenige Straßen von meinen Eltern entfernt lebt, statteten wir ihr vormittags einen Besuch ab, um ihr zu gratulieren und unsere Geschenke zu überreichen. Meine Eltern und Großeltern liegen seit einigen Wochen aus nachvollziehbaren Gründen im Clinch, weshalb dieser kurze Besuch seit Tagen für Anspannung und schlechte Stimmung sorgte. Glücklicherweise waren mein Onkel J und seine Frau J ebenfalls dort, sodass es keinen Schlagabtausch gab oder böse Worte fielen. Für L gab es sogar noch Weihnachtsgeschenke. Zwei davon werden in ihrer Federmappe landen.

Während meine Eltern einige Lebensmittel einkauften, gingen L und ich zurück in die Wohnung. Ich aktivierte nun endlich Duolingo Max als Neujahrsgeschenk an mich selbst und war kurz geschockt, als ich feststellte, dass der um zwanzig Prozent reduzierte Jahresbetrag bereits komplett abgebucht wurde. Eine Umstellung auf eine monatliche Zahlung war leider nicht möglich. Ich veratmete diesen Umstand, passte meine Finanztabelle dahingehend an, buchte Geld um und fand schnell meinen Frieden damit. Im Nachhinein musste ich wieder den Kopf über mich selbst schütteln. Meine Abneigung gegen Geld möchte ich 2025 unbedingt ändern.  

L und ich nahmen uns nun Zeit für die Kaninchen. Ich reinigte den Käfig grob, stellte frisches Futter hinein und knuddelte Elli und Waltraud schließlich auf unserem Bett.

Mittags gab es eine von meiner Mama selbstgekochte Linsensuppe. Dieses Essen hat seit ich denken kann Tradition bei uns und soll für genug Geld im kommenden Jahr sorgen. Müde und satt machte ich ein kurzes Mittagsschläfchen und absolvierte meine Italienisch- und Schwedischübungen.

Am Nachmittag bereiteten meine Mama und ich das Abendessen vor. Anschließend machten wir uns für den bevorstehenden langen Abend zurecht.

Um achtzehn Uhr kam unser Besuch: mein Onkel J und seine Frau J. Da wir alle die Böllerei verabscheuen (organisiertes Feuerwerk hingegen mögen wir) und L zudem bereits Angst vor dem Lärm hatte, zündeten wir im Hof unsere Wunderkerzen an. Dunkel genug war es bereits. Anschließend stürzten wir uns auf das leckere Abendessen. Es gab Canapés und einen Heringssalat. 


Mit Fotobüchern, vor über achtundzwanzig Jahren aufgenommenen Sketchen meines Papas, in denen wir als Kinder mitspielten, und Videoausschnitten vom letzten Konzert, das mein Bruder mit seiner Band auf die Beine stellte, verging die Zeit wie im Fluge. Gegen halb zwölf machten sich mein Onkel und seine Frau auf den Weg zu ihrem Wohnmobil, mit dem sie am Sonntag aus Nordrhein-Westfalen angereist kamen.

Mit (Kinder-)Sekt stießen wir Punkt zwölf Uhr an und wünschten uns ein frohes, gesundes neues Jahr.

Ein Gedanke zu “Unser Silvester

  1. Avatar von Xx Xx

    da habt ihr es gemütlich angehen lassen..

    ich mag auch keine Böllerei

    und da es dieses Jahr in der Straße ruhig blieb

    habe ich den Jahresanfang verschlafen 😉

    LG

    Rosi

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