Heute ist der 12. Tag im vorletzten Monat des Jahres 2024. Somit ist es Zeit für das 12 von 12. Im Verlauf des Tages habe ich einige Bilder gemacht, von denen ich nun zwölf hier im Blog präsentiere.
Als ich gestern Abend gedanklich den heutigen Tag durchging, war ich überzeugt, Bilder eines eher ruhigen und entspannten, ja fast schon langweiligen Dienstags zu zeigen. Doch wie das im Leben oft so ist, kam alles anders.
Geweckt wurde ich heute Morgen vom klingelnden Wecker auf meinem Telefon. Ich war so überrascht, dass die Nacht schon vorbei ist, dass ich einige Minuten brauchte, um richtig wachzuwerden. Erst fünf Minuten später konnte ich das Bett verlassen, um in den Tag zu starten.



Wie jeden Morgen bereitete ich zuerst das Getränk für Ls Schultag vor. Die Brotdose befülle ich immer am Abend zuvor. Diese brauchte ich somit nur aus dem Kühlschrank nehmen und zusammen mit der Trinkflasche in den Schulranzen packen.
Anschließend bekamen unsere beiden Kaninchen Elli und Waltraud frisches Grünfutter. Da Elli ein gutes halbes Kilogramm zu schwer ist, wiege ich das Futter seit einigen Wochen mithilfe der im Thermomix integrierten Waage ab. Ich kehrte noch den gröbsten Dreck im und vor dem Käfig weg und stellte die Futternäpfe hinein. Die beiden stürzten sich ausgehungert und freudig auf ihr Fressen.


Nach unserer morgendlichen Badrunde, bei der L heute sehr gut mitzog, verließen wir zeitiger als gestern die Wohnung in Richtung Auto. L fuhr die paar Meter bis zu unserem Parkplatz mit ihrem Roller.
Obwohl wir gut in der Zeit waren, standen wir aufgrund der Sperrung eines Dorfs wieder lange im Stau. Als ich später im Schulportal auf Ls Ankunftszeit schaute, war sie gerade einmal eine Minute früher in der Schule angekommen als gestern.
Bis zu diesem Moment lief der Tag wie immer.


Als ich mit dem Auto auf dem Rückweg nach Hause war, um im Homeoffice in den Arbeitstag zu starten, heulte plötzlich der in meinem Hybridfahrzeug integrierte Elektromotor beim Auffahrvorgang auf die Bundesstraße sehr laut auf. Ich dachte zuerst, ein Motorrad sei hinter mir, bis mir einfiel, dass die Saison im November bereits vorbei ist. Als kurz darauf zahlreiche Alarmleuchten im Fahrzeug angingen und Fehlermeldungen wie „Risiko Getriebeschaden“, „Elektromotor prüfen“, „Abgas prüfen“ und „Bremse prüfen“ angezeigt wurden, wusste ich, dass es mein Fahrzeug war. Das Auto fuhr sich auch komisch. Ich wusste zwischenzeitlich nicht, ob das Fahrzeug so wackelte oder mein vom schnell schlagenden Herzen aufgeregter Körper. Glücklicherweise konnte ich normal von der Bundesstraße abfahren und blieb erst etwa anderthalb Kilometer vor unserer Wohnung mitten auf der Straße stehen. Das Gaspedal war durchgedrückt, aber das Auto bewegte sich keinen Zentimeter mehr vorwärts. Irgendwie gelang es mir dennoch, den Wagen einseitig hoch auf den Fußweg zu fahren, um wenigstens Platz für die vorbeifahrenden Fahrzeuge zu schaffen.
Ich rief im Auto sitzend die Servicenummer an, meldete meine Panne und bat um Abschleppen meines Wagens zur nächstgelegenen Werkstatt. Bis zu neunzig Minuten hätte ich auf den Abschleppdienst warten können. Ich hatte allerdings Glück. Schon eine halbe Stunde nach meinem Anruf kam der Abschlepper vorbei. Der Fahrer schaute sich mein Auto an und bereitete sogleich alles für ein Abschleppen vor. Auf der Fahrt in die Werkstatt erzählte er mir, dass er gleichzeitig zwei Aufträge erhalten, auf meinen Fall aber mehr Lust hatte.
In der Werkstatt wurde festgestellt, dass mein Fahrzeug leider keine Garantie mehr hat. Zudem kann sich diese Woche vermutlich niemand mehr das Fahrzeug anschauen. Ich hinterließ meine Telefonnummer und erhielt zumindest die Zusage, angerufen zu werden, sobald die Kostenschätzung vorliegt. Leider war auch kein einziger Ersatzwagen mehr verfügbar. Ich ließ mir ein Taxi rufen und fuhr in diesem nach Hause.


Vormittags konnte ich endlich in meinen Arbeitstag starten. Auf mich wartete die Excel-Liste von letzter Woche, die ich mit E-Mail-Adressen füllte. Aufgrund eingegangener Bestellungen widmete ich mich lange dem Forecast für 2025. Ich zog bis nachmittags durch und aß mein Mittagessen vor dem Rechner.
Lediglich ein paar Minuten nutzte ich zum Aufhängen der frisch gewaschenen Wäsche.


Da uns nun eine gute Woche lang kein Auto zur Verfügung stehen wird, holte ich L mit der S-Bahn, die glücklicherweise unmittelbar in der Nähe unserer Wohnung hält, ab. Als ich L von unserem kaputten Auto erzählte, fing sie noch in der Schule an zu weinen. Ihr tat das Fahrzeug so leid und sie vermisste es bereits sehr. Mit so einer heftigen Reaktion hatte ich nicht gerechnet.
Um unsere Nerven zu besänftigen, holten wir uns beim Bäcker eine Wegzehrung. Bereits gestern lächelte mich ein Walnussplunder an. Heute kaufte ich es mir. L bekam einen Laugenzopf.
Auf der Rückfahrt hatte die S-Bahn fünf Minuten Verspätung, fuhr also fast pünktlich, war aber brechend voll. Zum Glück mussten wir nur drei Stationen fahren.
Seit wir zu Hause sind, verhält sich L komisch. Vermutlich liegt es daran, dass sie morgen gern zu Hause bleiben möchte. Sie ist zwar verschnupft, turnt aber quietschfidel herum und hat keine weiteren Symptome. Für mich liegt kein Grund vor, sie nicht in die Schule zu schicken. Also wird sie gehen. Ob es ihr gefällt oder nicht.

Ich kümmerte mich abends nach der Arbeit um die Reinigung des Kaninchengeheges, stellte Elli und Waltraud frisches Grünfutter bereit und kochte L und mir eine warme Mahlzeit.
Die restliche Zeit bis zum Schlafengehen werde ich für meine Schwedischübungen nutzen. Den gestern begonnenen Weihnachtsfilm (mein siebter oder achter) möchte ich noch zu Ende schauen. L und ich wollten einen kleinen Filmabend machen. Ich bin gespannt, ob dieser noch stattfinden wird. An mir soll es jedenfalls nicht scheitern. Vorlesen möchte ich ihr aber auf jeden Fall.
