Donnerstag, 8. August 2024 – Energieraub 

Alltagsschnipsel

Um kurz vor sechs Uhr wachte ich heute Morgen auf. Der Wecker hätte ohnehin um sechs Uhr geklingelt. In der Nacht hatte es mehrmals stärker geregnet. Ich erinnere mich zumindest an zwei Momente, in denen ich aufgrund der Geräuschkulisse kurz wach wurde. 
Gefrühstückt habe ich während der Autofahrt zwei belegte Toastscheiben mit Hummus, dazu gab es etwas Obst. Mittags aß ich den restlichen Salat von gestern Abend und eine kleine Portion Sushi und abends erneut zwei belegte Toastbrotscheiben.

Meinen Arbeitstag verbrachte ich im Büro in Erfurt. So konnte ich mich allen To-dos widmen, die ausschließlich oder am besten dort erledigt werden können. In Kürze werde ich mich unserer Papierordnerablage widmen. Hier sehe ich aktuell einen großen Bedarf, diese auf Vordermann zu bringen. Mittlerweile kommt das Allermeiste digital, sodass wir unsere Ordneranzahl reduzieren können.  
Mit unfassbar schlechter Laune wachte L am Morgen auf. Sie hatte keine Lust, in die Schule zu gehen, und war obendrein noch sehr müde. Am meisten nervt mich diese schlechte Stimmung an den Tagen, an denen ich ins Büro nach Erfurt fahren möchte. In der Schule arbeiteten die Kinder den Großteil der Zeit an ihrer Buchvorstellung. L muss ihr Buch allerdings noch zu Ende lesen. Sie ist nach wie vor mitten in Kapitel sieben von insgesamt zehn. 

Die schlechte Stimmung war leider auch am Nachmittag nicht vorbei, als ich L von der Schule abholte. Sie teilte mir eine halbe Stunde vor Beginn ihrer Klavierstunde mit, dass sie keine Lust habe hinzugehen und obendrein sowieso nicht mehr Klavier spielen möchte. Ich erklärte ihr, dass wir ihrem Klavierlehrer unmöglich so kurzfristig wegen Unlust und Demotivation absagen können, und schlug ihr vor, ihm einfach – so wie mir in diesem Moment – eine halbe Stunde lang die Ohren vollzuheulen. Dann weiß er selbst, dass sie kein Interesse mehr hat. (Im Übrigen meinte L, dass sie bis gestern noch Lust hatte, weiterhin Klavierstunden zu nehmen.) Mit sehr beängstigenden Worten und Drohungen, von denen L weiß, dass diese mich triggern und ich immer darauf anspringe, fuhr ich das aufgelöste Kind zur Klavierstunde. 
Ein sehr großes Lob an ihren Klavierlehrer. Er hat es irgendwie geschafft, L in Ruhe ankommen zu lassen und emphatisch und liebevoll auf sie einzugehen. So konnte L sich beruhigen und hatte kurz darauf doch Lust, ihm das Geübte vorzuspielen. Nach dem Unterricht und meiner Mitteilung an den Klavierlehrer, dass ich selbst auch Interesse hätte, wieder Klavierstunden zu nehmen und einfach Ls Vertrag auf mich umschreiben lassen würde, wenn sie beschließt, das selbst ausgewählte Hobby nicht weiter verfolgen zu wollen, war L ganz entsetzt und teilte mit, doch weiterhin Klavier spielen zu wollen. 

Nach diesem Schwall an schlechter Stimmung, der mir sämtliche Energie entzogen hatte, war ich abends klipperklar und musste L aus dem Weg gehen. Ich wünsche mir doch nur ein angenehmes, schönes Leben mit ihr ohne heftige Streits, schlechte Stimmung und Manipulation.  

Was heute schön war: 

– unfall- und staufreie Autofahrten
– Hörspiele 92 und 93 der Reihe „Die drei ???“
– produktiver Arbeitstag
– Schwedischübungen in der Duolingo App

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