Eine erholsame und schlafreiche Nacht liegt hinter mir. Aufgewacht bin ich heute Morgen Viertel vor neun. Ich hatte sehr viel geträumt. In einem Traum teilte mir eine Kollegin sogar eine tolle Idee für unser nächstes Teammeeting mit. Leider werden in zwei Wochen nicht alle an diesem Event teilnehmen, sodass ich diese Methode vermutlich nicht realisieren kann.
Ich las noch im Bett liegend aktuelle Einträge auf den Blogs, denen ich folge. Halb zehn wachte schließlich auch L auf.
Mein erster Gang nach dem Aufstehen war zum Kaninchengehege, das ich an einer Stelle einen Spalt breit öffnete. Sofort schossen Elli und Waltraud hinaus und machten ihre Umgebung unsicher. Beide haben sich mittlerweile richtig gut bei uns eingelebt.
In der Küche bereitete ich zunächst das Frühstück der beiden Kaninchen zu. Bevor ich ihnen ihre großen Salatportionen ins Gehege stellte, kehrte ich den gröbsten Dreck weg. Anschließend machte ich L und mir ein leckeres Frühstück. Wir aßen beide eine Portion Müsli. Meinen Schokocappuccino trank ich während eines zwanzigminütigen Telefonats mit meinen Eltern. Mittlerweile hat sich der Sonntag als Anruftag etabliert.
Da das Wetter sehr wechselhaft war und es immer wieder zu starken Regenfällen kam, machte ich es mir vormittags mit dem Sudoku-Rätselblock und meinem aktuellen Buch auf der Couch gemütlich. Nach einem gelösten Rätsel und einigen gelesenen Seiten packte es mich und ich arbeitete an meinem kleinen Privatprojekt weiter. Ich kam ein gutes Stück voran. Währenddessen spielte L mit ihren zahlreichen Playmobilfiguren und nahm in der Badewanne ein Bad. Ich tat ihr Letzteres gegen Mittag gleich.
Zum Mittagsvesper machte ich für L und mich Pancakes, ehe ich mich denselben Beschäftigungen wie am Vormittag widmete.
Eine Stunde vor Ende der Eröffnungsaktion fuhren wir im Auto wenige Kilometer zum neuen Fitnessstudio. Dieses ist klein, aber fein und bietet für meine Zwecke alles, was ich brauche. Nachdem ich die mir brennendsten Fragen vor Ort klären konnte, meldete ich mich direkt an. Nun darf ich zwei Monate lang kostenlos trainieren, ehe mein günstiger Vertrag mit einer recht langen Laufzeit startet. Ich habe mehrere Nächte über diese lange Laufzeit geschlafen und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich diese als Eigenmotivation nutzen will, regelmäßig trainieren zu gehen. Denn kündigen kann ich jetzt so schnell sowieso nicht.
Am späten Nachmittag hatte L Lust, draußen noch ein paar Runden auf ihren Rollschuhen zu drehen. Ich nutzte die Zeit und richtete die neue App des Fitnessstudios ein. Leider war es noch nicht möglich, mir einen entsprechenden ersten Trainingsplan erstellen zu lassen. Sollte das morgen auch nicht funktionieren, wende ich mich direkt an den Support.
Nach unserem Aufenthalt im Freien bereitete ich Ls und mein Abendessen sowie Frühstück und Mittagessen für den kommenden Schul- und Arbeitstag zu. Mit meinem Bruder telefonierte ich ebenfalls, ehe ich Ellis und Waltrauds Kaninchenstall und -gehege reinigte. L gab ihnen im Anschluss daran frisches Futter, auf das sie sich wie ausgehungerte Kaninchen stürzten.
Erst kurz vor zwanzig Uhr war L motiviert genug, um ein paar Rechenaufgaben in ihrem Arbeitsheft zu lösen. Dafür ging das dann aber schnell und schmerzlos über die Bühne. Ich glaube, L hatte sogar ein bisschen Freude dabei. Ich behaupte, sie ist gut für die Klassenarbeit in Mathematik, die übermorgen geschrieben wird, vorbereitet.
Mit Elli konnten wir noch eine Weile auf der Couch kuscheln. Sie ist im Gegensatz zu Waltraud wesentlich zutraulicher.
Nun wird es allmählich Zeit, sich bettfertig zu machen. Vor dem Schlafengehen werde ich meine Englischübungen in der Duolingo App absolvieren. Eventuell lesen L und ich uns noch gegenseitig vor.
