Kurz nach dem Einschlafen wachte L gestern Abend desorientiert und mit kalten, schwitzigen Händen wieder auf. Seit ihrer Erkältung vor zwei Wochen hat sie nun nahezu täglich komische Träume und befindet sich in einem Zustand irgendwo zwischen Halbschlaf und bei vollem Bewusstsein.
Heute Morgen wurde ich erstmals seit Wochen wieder vom Klingeln meines Weckers auf dem Telefon geweckt. In der kommenden Woche wird dies wieder Ls und meine Realität sein. Die Herbstferien hier in Sachsen neigen sich allmählich dem Ende entgegen.
Meinen Arbeitstag verbrachte ich auf Wunsch eines einzelnen Kindes wie gestern auch größtenteils auf dem Sofa im Wohnzimmer. So konnte L in mehreren Räumen ihrem Spiel nachgehen und fühlte sich nicht so alleine. Mir war das auch recht. Bei meinen Calls störte sie nicht und bei den anderen zu erledigenden Tätigkeiten sowieso nicht.
Dennoch zieht bei uns allmählich der Lagerkoller ein. Die anfängliche Harmonie zwischen L und mir lässt immer mehr nach.
Nachmittags konnte ich mich endlich motivieren und den Koffer für unsere bevorstehende Reise nach München packen. Morgen kommt noch der restliche Teil hinzu.
Wir haben uns vor wenigen Tagen entschieden, mit dem Zug statt dem Auto anzureisen. Ich bin gespannt, ob ich alles, was zwingend mit muss, gut verstaut und transportiert bekomme.
Was heute schön war:
Einkaufstour.
L und ich fuhren am Nachmittag ins Paunsdorf Center in Leipzig, da L noch Kleidung für die Hochzeit fehlte. Wir betraten ein Bekleidungsgeschäft, wurden innerhalb kürzester Zeit fündig, probierten die Sachen an und waren wenige Minuten später wieder draußen. Solche Einkaufstouren mag ich besonders gern.
Anprobe.
Während vermutlich alle Hochzeitsgäste vor Monaten ihre Kleidung ausgewählt und anprobiert haben, machten L und ich das heute Abend nach unserem Einkauf. Sonderlich überrascht war ich zwar nicht, dass uns alles passte und gut aussah, aber so konnte ich die Outfits guten Gewissens im Koffer verstauen.
