Beim Anblick des schönen, aber leerstehenden Schlosses in Hohenbocka wollte L wissen, ob ich mir vorstellen könnte, darin zu wohnen. Ich bejahte, gab aber zu bedenken, dass ich so viel Platz niemals für mich alleine benötigen oder in Anspruch nehmen würde.
Schnell schlug unser Gespräch eine andere Richtung ein und wir überlegten gemeinsam, was wir mit so viel Platz anstellen könnten. Es gewann schließlich die Idee, einigen Obdachlosen ein Heim zu schaffen und zurück in ein normales Leben zu verhelfen.
Auf dem Kettenkarussell beim Hafenfest in Senftenberg beobachtete ich von unten ein älteres Ehepaar, das ein paar Reihen hinter L saß und mitfuhr. Die Frau versprühte während der Fahrt so viel kindliche Begeisterung und Lebensfreude, das mir beim Anblick ihres Strahlens ganz warm ums Herz wurde. Ihr Mann saß tapfer neben ihr, fühlte sich zu Beginn der Fahrt etwas unsicher, ließ sich aber von der Freude seiner Frau anstecken.
Ls persönlicher Horror waren heute die Aquafitbälle beim Hafenfest. Sie war das einzige Kind, das im Ball eingeschlossen weinte anstatt zu krabbeln, zu laufen und was auch immer auszuprobieren.
Auch wenn sie mir leidtat, konnte sie eine neue Erfahrung für ihr weiteres Leben machen.
Beim Hafenfest trat die Band “Marquess” auf. Ich lebe weit hinter dem Mond, dennoch kam mir der Name irgendwie bekannt vor. Wikipedia sei Dank lernte ich schnell, dass es diese Band bereits seit 2006 gibt und sie vorrangig in Spanisch singen. Das ein oder andere Lied kannte ich sogar. L schien die Musik gefallen zu haben.
Was heute schön war:
– ausschlafen
– barfuß laufen
– Vorlesen am Morgen durch L
– Schwimmen und Entspannen im Pool
– Spaziergang zum Schloss in Hohenbocka mit tiefsinnigen Gesprächen
– Lesen im Liegestuhl mit Blick auf die Schafe
– Besuch des Hafenfests in Senftenberg
Eindrücke des Tages:










