Unsere Zeit in Irland 3/6

Reisen & Ausflüge

Um acht Uhr morgens brummte mein Telefon aufgrund einiger Textnachrichten. Da ich mich nach einer ruhigen und wunderbaren Nacht bereits ausgeschlafen fühlte, blieb ich gleich wach. L schlief nur wenige Minuten länger als ich. 
Wir hatten beide noch keine Lust aufzustehen und machten es uns erstmal im Bett gemütlich.

S und R waren bereits an der Arbeit, als L und ich gegen zehn Uhr nach unten in die Küche kamen. Gemeinsam mit T und J frühstückten wir, ehe wir alle weiter in den Tag hinein bummelten. Ich nutzte den Sonnenschein und widmete mich am Tisch auf der Terrasse meinem Terminkalender “Ein guter Plan” und kurz darauf meinem aktuellen Buch. Die Kinder spielten auf dem Trampolin oder waren anderweitig beschäftigt.

Gegen Mittag riefen mich T und J in die Küche. Sie waren gerade dabei, den Hamsterkäfig zu reinigen. Sie wollten L ihren Hamster Muffin unbedingt zeigen, stellten beim Berühren aber irritiert fest, dass dieser sich nicht mehr bewegte. Ich musste den beiden mitteilen, dass das Tier leider nicht mehr lebt.
Die beiden Jungen verzogen sich für eine Weile weinend in ihr Zimmer, während L und ich eine Schachtel suchten, in der wir Muffin aufbahren konnten. S und R informierte ich über den Verlust des kleinen Familienmitglieds.

Als die Kinder am Nachmittag von ihren Eltern getröstet und geknuddelt wurden, machten wir uns ohne T, der lieber zu Hause bleiben wollte, auf den Weg zu Smyths Toys. Eine Kleinigkeit bekam jedes kleine und große Kind.

Wir fuhren anschließend weiter bis zu dem herrlich grünen Shanganagh Park, ließen die Kinder eine Weile auf den Spielplätzen spielen und liefen etwa zwanzig Minuten bis zu einem Strand der Irischen See.
Das Meer roch so salzig-fischig, dass ich das Salz förmlich im Mund schmecken konnte. Wir suchten nach Hühnergöttern, sahen eine sich sonnende Robbe, einen Regenbogen und einen kindlich begeisterten Mann, der eine im Wasser badende Robbe für einen Hai hielt und deshalb jede Person am Meer darauf ansprach. So konnte ich heute ein paar englische Sätze sprechen.
Die kindliche Begeisterung war bei mir aber auch vorhanden und zeigte sich sehr deutlich beim Anblick der Robbe auf dem Felsen und dem gefundenen ersten Hühnergott.


Während S das Abendessen zubereitete und R mit den Jungs Muffin beerdigte, steckte ich L in die Badewanne und blieb bei ihr. 

Nach dem leckeren Essen war es bereits kurz nach halb zehn. L und ich verkrümelten uns in unser Zimmer, blieben aber noch knapp eine Stunde wach.

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