Meine Nacht war sehr gut, störungsfrei und traumreich. Ich konnte am Morgen sogar eine halbe Stunde länger schlafen als sonst, da L nicht in die Schule ging. Meinen Arbeitstag startete ich somit auch zeitiger als die Tage zuvor.
L schlümmelte bis Viertel vor acht (Dreiviertel acht). Es ist unglaublich, was es für einen Unterschied macht, wenn die Kinder ausgeschlafen in den Tag starten. Ich wollte es beispielsweise nicht glauben, als sich L in weniger als zwei Minuten vollständig angekleidet hatte. Solche Rekordwerte gibt es sonst nur am Wochenende.
Der heutige Arbeitstag war aufgrund zweier Arzttermine sehr zerstückelt. Ich begann kurz vor um sieben mit meiner Arbeit und verabschiedete mich halb acht endgültig in den Feierabend. Dazwischen gab es viele und stellenweise lange Pausen.
Ein wenig genervt war ich vom Tool „Unternehmen online“. Ich konnte keine weiteren Rechnungen für unsere Finanzbuchhalterin hochladen, da ständig Fehlermeldungen kamen. Das passiert in letzter Zeit auffallend häufig. Ich hoffe, dass es morgen wieder funktioniert.
Die beiden Arzttermine waren für mich sehr anstrengend.
Zum einen plapperte L ständig dazwischen, obwohl sich die Schwestern oder Ärzte mit mir unterhielten. Zum anderen bekam ich vor allem bei der Kinder-Pneumologie das Gefühl, geistig nicht ganz zurechnungsfähig zu sein. Die Schwester war nett und freundlich und gab sich auch die größte Mühe, L zu erklären, wie sie mit dem Mundstück in einer engen Kabine atmen soll, sprach aber mit ihr, als wäre sie ein zweijähriges Kind. Mit mir sprach sie in einem ähnlichen Ton. (Vermutlich spricht sie die meiste Zeit ihres Arbeitstages mit Kindern.) Dass L diese Atem-Aufgabe nicht verstand, wunderte mich nach drei Sätzen der Schwester nicht mehr. Hätte ich in dieser Kabine atmen müssen, hätte ich es mit Sicherheit auch falsch gemacht. Die Frau war sehr hektisch und das übertrug sich nach kurzer Zeit auf L und mich. Wir waren beide dankbar, die Praxis nach zwei Stunden wieder verlassen zu können.
Mein Hautcheck-Termin war zwar kurz, aber ein Sympathiebolzen war die Ärztin wahrlich nicht. Ich kann mir dennoch vorstellen, in zwei Jahren die Praxis wieder aufzusuchen. Ein paar Minuten Unfreundlichkeit überstehe ich sicherlich auch dann.
Was heute schön war:
Gesundheit.
Ich bin sehr dankbar, dass L weder Asthma in welcher Stufe und Form auch immer noch irgendwelche Allergien hat. Sie war im vergangenen Dezember und kurz darauf im Februar wirklich einfach nur richtig krank und ihre Lunge brauchte mehr Zeit als sonst, um sich von den Krankheitserregern zu erholen. Ich bin sehr glücklich über dieses positive Ergebnis.
Des Weiteren freue ich mich, keinen Hautkrebs zu haben. Ich wurde von Kopf bis Fuß ausgiebig untersucht. Obwohl ich in den letzten Jahren mehr (Leber-)Flecken (L meint, es sind eher Sommersprossen) auf meinem Körper entdeckt habe, gehöre ich laut Hautärztin zu den Menschen, die im Vergleich zu anderen eher (sehr) wenige Flecken am Körper tragen. Sie gab mir ein paar Tipps, wie ich mich richtig in der Sonne verhalten soll. Beispielsweise braucht die Sonnencreme eine halbe Stunde, ehe sie wirkt. Für das Gesicht sollen zwei Teelöffel und für den restlichen Körper vier Esslöffel aufgetragen werden. Auch die auf meinem Dekolleté und Rücken befindlichen Blutschwämmchen sind ungefährlich.

Kinobesuch.
L und ich schauten uns am späten Nachmittag im Cinestar „Miraculous – Ladybug & Cat Noir – Der Film“ an. Sehr zu Ls Freude war der Film gut besucht.
Ich hatte mich auf diesen Film gefreut, klang die Vorschau recht vielversprechend. Als allerdings nach nicht einmal fünf Minuten der erste von unzählig noch folgenden Gesangstiteln kam, fühlte ich mich wie in einem Disney Film. Der Unterschied hierbei ist, dass ich Gesang bei einem Disney Film erwarte. Den anderen Kinobesuchern schien es ähnlich zu ergehen. Jedes Mal, wenn gesungen wurde, ging ein genervtes Stöhnen durch die Reihen.
Immerhin endete der Film mit einem Happyend, das bis dato glaube ich so noch nicht gezeigt wurde.
