Die Nacht war sehr gut. Ich träumte aber wieder viel Unsinn zusammen, zum Beispiel von schief stehenden Möbelstücken in meiner Wohnung, die ein ehemaliger Arbeitskollege versuchte, an der Wand festzuschrauben. Mindestens einmal schlief auch meine rechte Hand ein.
Ich wachte heute Morgen etwa fünfzehn Minuten vor dem Weckerklingeln auf. So hatte ich genug Zeit, um richtig wach zu werden und noch ein bisschen im Internet zu lesen.
Ich stand auf und suchte zuerst Kleidung für L und anschließend für mich heraus. Ich drehte eine kurze Badrunde und machte während des Zähneputzens einen Squat Hold. L zog sich währenddessen im Schlafzimmer an. Kurz nachdem ich das Badezimmer verließ, ging L hinein. Ich lief in die Küche, bereitete Ls Frühstück für die Schule vor und stellte die Geschirrspülmaschine an.
Auf dem Weg zum Auto sahen wir eine Amsel im Gras liegen. Ich dachte erst, sie sei bereits tot, merkte aber, dass sie sich leicht bewegte und mit den Augen blinzelte. Ich zog meine Jacke aus und versuchte, dem Tier auf die Beine zu helfen. Dadurch gelang es der Amsel, die kein Küken, aber definitiv auch noch nicht ausgewachsen war, sich ein paar Meter fortzubewegen. Vermutlich sind eine oder beide Flügel oder ihre Beine gebrochen … oder sogar beides. In der Luft kreiste eine weitere Amsel, die ihre verletzte Artgenossin im Blick behielt. Hoffentlich konnte sich das Vögelchen wieder erholen.
Ich fuhr L in die Nähe der Schule und begleitete sie anschließend zu Fuß zur Ampel. Die letzten Meter ging sie alleine.
Ich ging in den Rewe Supermarkt und kaufte ein paar Kleinigkeiten für das Wochenende ein. An den Nachmittagen ist es in diesem Supermarkt mittlerweile so voll, dass mir das Einkaufen keinen Spaß macht.
Mit dem Auto fuhr ich danach weiter in Richtung Leipziger Innenstadt. Am kommenden Dienstag findet unser Firmenwandertag statt, bei dem wir vermutlich etwas Bargeld brauchen werden. Deshalb war ich auf dem Weg, um bei einer der wenigen Commerzbank Filialen mit der Firmenkreditkarte etwas Geld abzuheben. Ich landete schließlich am Hauptbahnhof, parkte das Auto kurz im Parkhaus und holte Bargeld. Nach erfolgreicher Mission quälte ich mich durch den Berufsverkehr zurück nach Hause. Das nächste Mal nehme ich lieber die S-Bahn. Das ist stressfreier und geht vermutlich viel schneller.
Als ich zu Hause ankam, verräumte ich den Einkauf, stellte die gekauften Tulpen in die Blumenvase, bereitete mein Frühstück vor und aß es am Arbeitsplatz, während ich erste leichte Arbeits-To-dos erledigte.
Wir konnten diese Woche einen neuen Mitarbeiter gewinnen. Für ihn bereitete ich einen Arbeitsvertrag im Entwurf vor und sendete ihm diesen per Mail zu. Wenig später kam schon seine Antwort, dass er keine Einwände hat und ich ihm den Vertrag postalisch übermitteln kann. Das war für mich unerwartet, haben viele unserer aktuellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Verträgen doch immer etwas auszusetzen gehabt.
Seit einer Woche habe ich schon vor, das Bett neu zu beziehen. Heute war es dann endlich soweit. Nun ist alles wieder sauber und riecht frisch.
Während die Bettwäsche in der Waschmaschine ihre Runden drehte, scannte ich einige Dokumente und ordnete sie den entsprechenden elektronischen Ordner zu. Danach schrieb ich eine Geburtstagskarte für meine ehemalige Kollegin beim Amtsgericht Gotha. An diesem Wochenende wird sie nämlich sechsundsechzig Jahre alt.
Erstmals in diesem Jahr hing ich gewaschene (Bett)Wäsche draußen auf. Dort ließ ich sie im wärmenden Sonnenschein bei leichten Windgang trocken.
Auf dem Weg zurück in die Wohnung fischte ich einen Brief aus dem Briefkasten. Mein Stromanbieter teilte mir mit, dass der Strompreis wieder sinkt. Über diese Neuigkeit freute ich mich wirklich sehr. Ich bin dennoch schon sehr gespannt auf die Höhe der Nachzahlung für den vergangenen Herbst und Winter. Ich rechne nach wie vor mit einer Unsumme.
Bis zur Mittagspause verbrachte ich meine Arbeitszeit mit der Umstrukturierung unserer Personalakten. Die Änderungen lud ich zudem im „neuen“ Tool Personio hoch. Allmählich ist Land in Sicht.
Meine Mittagspause selbst nutze ich zum Joggen. Es war sehr warm. Ich lief deshalb weniger Distanz als am Dienstag. Ich bin sehr stolz auf mich, dass ich diese Woche zweimal laufen war und insgesamt 9,5 Kilometer zurücklegte. Nach dem Laufen trank ich ein Glas Wasser mit einer Magnesium-Brausetablette. Danach war ich soweit akklimatisiert, dass ich duschen gehen konnte. Großen Hunger verspürte ich gar nicht, weshalb ich mir nur eine Kleinigkeit zubereitete, die ich ausnahmsweise vor dem Rechner einnahm, damit ich weiter Dokumente in Personio hochladen konnte.
Nachmittags brachte ich sämtlichen Müll, der sich in der Wohnung befand, nach draußen in die Mülltonnen. Auf dem Weg zum Auto warf ich noch die Geburtstagskarte an meine Kollegin in den gelben Briefkasten ein, ehe ich zu L fuhr, um sie aus der Schule abzuholen.
In der Schule fand wieder ein Flohmarkt statt. L kaufte sich ein Kuscheltier und eine Tasche. Ich war schnell von einigen Mädchen umzingelt, die mir alle ihre Ausbeute zeigen wollten.
L und ich fuhren auf direktem Weg nach Hause. Dort angekommen, nahm ich die unten hängende trockene Wäsche ab, legte sie zusammen und verräumte sie wenig später in der Wohnung in die entsprechenden Schränke.
Nun begann unser Wochenende. Ich holte Ls und mein Fahrrad aus dem Keller und fuhr mit ihr die wenigen Kilometer bis zum Stadtfest Markkleeberg, das an diesem Wochenende stattfindet.
Wir verbrachten einen Großteil des Abends auf dem Rummelplatz. L durfte Karussell fahren und an verschiedenen Buden ihr Glück versuchen. Wir aßen dort auch Abendbrot. Für mich gab es zudem noch ein Eis-Slush.



Abends radelten wir zurück nach Hause. Auch wenn wir die Fahrräder morgen und übermorgen wieder brauchen, trug ich sie hinunter in den Keller und schloss sie an. Sicher ist sicher.
Den restlichen Abend werden wir uns beim Fernsehen ausruhen. Ich mache mir gleich noch einen Bubble Tea, denn da habe ich gerade Lust drauf. Bevor wir nachher das Licht ausmachen, lesen wir uns gegenseitig ein bisschen was vor. Auch meine Italienischübungen auf Duolingo werde ich noch absolvieren, ehe es Zeit wird, schlafen zu gehen.
