Ein Wochenende im Juli

Alltagsschnipsel

Unser Wochenende war wieder wunderbar. Obwohl ich wirklich viel mit der Umzugsvorbereitung zu tun habe, achte ich darauf, L und vor allem mir Ruhe- und Erholungsphasen zu gönnen. Ich freue mich wirklich sehr darauf, bald in unmittelbarer Nähe der Seen zu wohnen. Meine Haut ist schon lange nicht mehr so gebräunt gewesen und ich war auch schon ewig nicht mehr so oft hintereinander baden wie jetzt. (Sonnenbrand bekommen L und ich im Übrigen keinen. L ist sogar noch weniger anfällig als ich.)


Freitag, 1. Juli 2022


Am Nachmittag holte ich L um kurz vor 16 Uhr als eine der letzten drei Kinder vom Kindergarten ab. Zum Glück war ihr Kindergartenfreund K auch noch da, sonst hätte ich ein noch schlechteres Gewissen. Ich frage mich wirklich, wie andere Eltern es schaffen, ihre Kinder so zeitig abzuholen. Das ist und bleibt mir ein Rätsel.

Wir fuhren direkt zu meinen Eltern, um die Vögelchen zu füttern und uns um die Pflanzen zu kümmern. Es hatte glücklicherweise den Tag über sehr viel geregnet, sodass die zuvor leeren Regentonnen wieder gut gefüllt waren und mir das Schleppen von Gießkannen erspart blieb.

Zu Hause angekommen, spielte L sehr lange in der Badewanne, ehe sie im Anschluss fernsehen durfte. Ich packte derweil Kisten mit Büchern, Dekorationsgegenständen und sonstigem Kram und trug diese schon ins Auto.

Es war bereits reichlich spät, weshalb L gleich mit zu mir ins Bettchen kommen durfte. Ich hatte keine Lust mehr auf stundenlange Einschlafbegleitung auf einem unbequemen Kuscheltier-Sitzsack.


Samstag, 2. Juli 2022


L und ich erwachten kurz nach halb acht, blieben aber noch im Bett liegen und lasen ein paar Kapitel aus unserem aktuellen Band „Die Schule der magischen Tiere“. L durfte dann ihre Lieblingsapp auf dem iPad nutzen, während ich in Ruhe unser Frühstück vorbereitete. Bei einem Conni-Hörspiel (für Kinder ab 6 Jahre) ließen wir uns das Essen schmecken.

Ich goss unsere Zimmerpflanzen und packte den restlichen Kram zusammen, den wir für dieses Wochenende mit nach Markkleeberg nehmen wollten. Viertel nach zehn verließen wir unsere Wohnung und fuhren wieder zu meinen Eltern, um die Vögel zu versorgen und die Pflanzen zu gießen.

Als wir halb eins rum in Markkleeberg ankamen, mussten wir nicht lange auf J warten. Er war sogar so lieb und brachte uns ein Mittagessen mit. J und ich aßen Couscoussalat, für L gab es Nudeln mit Tomatensoße. Nach dem Essen half mir J das Auto auszuräumen. Dank seiner Hilfe brauchten wir nicht allzu lange.

Wir gingen im Rewe am Connewitzer Kreuz Grillgut einkaufen und fuhren anschließend in S‘ Garten. Hier möchte ich in etwas weniger als zwei Monaten gern Ls Schuleinführung feiern. S‘ Garten ist wirklich herrlich und hervorragend dafür geeignet. Das erste Mal in meinem Leben hantierte ich mit einer elektrischen Heckenschere herum und war den Nachmittag über mit dem Heckenschnitt beschäftigt. L plantschte im kleinen Pool und hatte auch viel Spaß. Abends schmissen wir den Grill an und futterten unglaublich viele leckere Dinge.

Irgendwann wurde es Zeit zu gehen. An Ls Verhalten lässt sich das immer sehr gut ablesen. 🙂 Wir fuhren J nach Hause, liehen uns sein Panzertape aus und kamen kurz vor 22 Uhr in unserer neuen Wohnung in Markkleeberg an. Ich machte mich direkt bei den Nachbarn beliebt, indem ich die Luftmatratze aufpumpte. Dass das aber auch immer so laut sein muss. Mit dem Panzertape überklebte ich das kleine Loch auf der Unterseite der Matratze. Leider hielt das nur etwa eine halbe Stunde. Irgendwann im Laufe der Nacht spürte ich den Boden unter mir. L auch. Im Gegensatz zu mir fand sie es „sehr gemütlich.“



Sonntag, 3. Juli 2022


Nach einer okayen Nacht wachten wir heute um kurz nach acht (auf dem Boden) auf. L ging in ihr neues Zimmer und spielte mit den Spielsachen, die bereits mit umgezogen sind. Ich räumte die Kisten aus und bereitete uns anschließend ein kleines Frühstück zu. Wir hörten beim Essen wieder ein Conni-Hörspiel.

Kurz nach um zehn verließen wir die Wohnung. Ich räumte die leeren Kartons zurück ins Auto und fuhr mit L zum Markkleeberger See. Gemeinsam mit J, der kurz darauf angeradelt kam, suchten wir uns ein gemütliches Schattenplätzchen. Während J laufen ging, badeten L und ich im See. Als J zurückkehrte, gingen wir noch mal gemeinsam ins Wasser.


Am späten Mittag aßen wir drei noch ein kleines Eis. L und ich fuhren zurück nach Erfurt, denn wir waren mit Ls Tante, Cousin, Onkel und Oma zum Eis essen verabredet. Das erste Mal seit dreizehn Jahren war ich wieder im Eiscafé Sonja. Es war gut besucht. Die Kinder bekamen einen Kindereisbecher. Ich bestellte einen Schwarzwälder Eisbecher mit Kirschen und gemischtem Softeis. Natürlich ohne Alkohol. (Pralinen oder Eisbecher mit Alkohol finde ich super eklig.) Nach unserem Eis fuhren wir zu einem nahegelegenen Spielplatz und ließen die Kinder noch ein wenig spielen.


Gegen 18 Uhr fuhren L und ich zu meinen Eltern. Auch heute wollten die Vögelchen gefüttert und die Pflanzen gegossen werden. L durfte eine Stunde später zu Hause fernsehen. Ich packte noch einige Kisten voll und belud das Auto erneut. Morgen, wenn L ihre Kindergartenabschlussfahrt antritt, will ich noch mal einen Schwung Dinge in die neue Wohnung in Markkleeberg fahren.

Kurz nach neun Uhr lag L in ihrem Bett. Während der Einschlafbegleitung absolvierte ich einige Duolingo-Übungen (Schwedisch-Woche) und schlich mich kurz nach zehn Uhr aus ihrem Zimmer rüber in mein Bett. 

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