Ms Tod liegt nun über neun Wochen zurück … Diese Woche geht es mir schon viel besser als letzte. Vermutlich hat mein Körper/Geist eine Trauerpause eingelegt.
Ich kann nicht oft genug erwähnen, dass die Erziehung eines Kindes nicht nur von einer einzigen Person geleistet werden sollte. Da das in Deutschland die Regel ist, kann definitiv festgehalten werden, dass da grundlegend etwas falsch läuft. Und je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr bin ich davon überzeugt, dass es weder für den Alleinerziehenden noch für das Kind gut sein kann.
Ich war bereits heute Morgen so dünnhäutig/gestresst, dass ich L anschrie. Ja, sie hat extrem gebummelt, aber trotzdem war sie nicht der Grund meiner Gereiztheit. Und so etwas darf nicht sein! Mir fehlt aktuell eine kleine Auszeit/Pause oder einfach mal nur Zeit für mich, um meine offensichtlich leeren Akkus wieder aufzufüllen.
Allmählich habe ich mich mit dem Gedanken abgefunden, dass Prinzi in den nächsten Wochen/Monaten nicht mehr bei uns sein wird. Noch kann ich mich nicht großartig mit der Thematik Einschläfern beschäftigen, aber unser Zusammenleben und sein Allgemeinzustand haben sich in den letzten zwei Wochen so derart verschlechtert, dass dieses Thema immer öfter in meinen Gedanken aufploppt. Das Leben kann ein ganz schönes Arschloch sein!
Was heute schön war:
Arbeit.
Auf dem Weg zur Arbeit freute ich mich von jetzt auf gleich über die Tatsache, nicht mehr für die ehemalige Muttergesellschaft arbeiten zu müssen. Ich lief also eine Weile mit einem Grinsen im Gesicht durch die Gegend. Den heutigen Arbeitstag würde ich wieder als produktiv bezeichnen. Wir sind ein Stück in unseren internen Planungen vorangekommen und haben sogar für kommende Woche einen Folgetermin vereinbart. Zudemkonnten wir weitere Unklarheiten beseitigen/aus der Welt schaffen.
Spaziergang.
Am Nachmittag kam uns meine Dresden-Freundin J zu Hause besuchen. Wir spazierten in den Park und verbrachten eine Weile unten an der Gera. Während L Steine ins Wasser warf, wurde Prinzi von J gekämmt. ❤

