Tagebuch – Unser Leben ohne M – Tag 31

Alltagsschnipsel

Heute vor einem Monat starb M. Erst vor wenigen Tagen konnte ich aktiv mit der Trauerphase beginnen. So komisch wie das klingen mag, aber vorher war dafür keine/kaum Zeit. Mein Kollege M und ich haben in diesen wenigen Wochen so unglaublich viel (positives) erreicht. Ich habe manchmal das Gefühl, als seien schon Monate vergangen. Es gab (vor allem für mich) Höhen und Tiefen sowie einen ständigen Wechsel zwischen Hoffnung und Enttäuschung verbunden mit Tränen. Doch nun wird es besser. Wir haben sehr liebe Menschen kennengelernt, die in Bälde unsere neuen Partner sein werden. Ich freue mich sehr auf den (beruflichen) Neuanfang.

Obwohl ich gefühlt den ganzen Tag futtere, habe ich weiter abgenommen. Nun bin ich bis auf wenige Gramm bei meinem Wunschgewicht. Ich werde mich bemühen, das Gewicht zu halten und Körperfett in Muskelmasse umzuwandeln.

Was heute schön war:

Oma-Tag für L.
Mittags holte Ms Mama L ab. Gemeinsam mit Ms Onkel, dessen Frau und Enkelsohn nahm L heute erstmals an einer Greifvögel-Flugvorführung auf der Niederburg bei Kranichfeld teil. Es gefiel ihr gut. Auch mit dem Enkelsohn verstand sie sich sehr gut.

Friseur.
Kurz nachdem ich mir am Vormittag die Haare gewaschen (und geduscht) hatte, rief ich wegen eines Termins beim Friseur an. Ich wollte am kommenden Dienstag gehen. Jedoch teilte mir die Friseurin mit, dass derzeit kaum Kunden kommen. Und so fragte ich, ob sie auch heute noch einen Termin für mich frei hätte. Da das bejaht wurde, machte ich mich am Mittag mit dem Fahrrad (!) auf in die Stadt. (Danke noch mal an E für den Reifenwechsel.) Die erste Hälfte meines Friseurbesuchs wurde ich mit Beleidigungen bezüglich des Zustandes meiner Haare übersät. Es dauerte nicht lange und mir dämmerte der Grund dafür: Durch die Schließung der Salons während des Corona-Lockdowns brachen Umsätze weg. Nun haben die Mitarbeiter vermutlich die Anweisung, die (überteuerten) Produkte an die Frau/den Mann zu bringen. Aber ob Beleidigungen der richtige Weg sind … Als ich zwei Stunden später mit einer Frisur ähnlich wie Baby aus Dirty Dancing nach Hause kam, schlief Prinz friedlich vor dem Fernseher. (Ich hatte ihm den Film „Twilight“ angestellt.)

Videocall.
Heute um 16:00 Uhr stellte sich D, ein Vertreter unseres zukünftigen Partners, dem Team vor und beantwortete sehr ausführlich alle Fragen. Mein Kollege M und ich befanden uns vor Ort. Der Rest nahm per Google Meet an dem Kennenlernen teil. Der Termin lief wirklich gut. ❤

Verabredung.
Über eine halbe Stunde musste Ms Papa auf mich warten, da der Videocall länger als geplant andauerte. Wir fuhren mit den Fahrrädern in Richtung Theater und setzten uns in den Außenbereich eines Restaurants. Wir haben uns wirklich sehr gut unterhalten. Es war ein schöner Abend.

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