Tagebuch – Alltag in der Corona-Zeit – Tag 85

Alltagsschnipsel

Der Sport kommt aktuell wieder zu kurz! Es liegt nicht an meiner mangelnden Lust, sondern an der Zeit. Ich hatte die letzten Tage nicht mal zehn Minuten Freiraum, um meine Übungen zu machen. Das will und muss ich schnellstmöglich ändern.

Aus der stellenweise angespannten Situation zwischen M und mir konnte ich bereits viel Nützliches lernen – über mich, über M und über uns als Paar. Ich denke, wir bekommen unsere Probleme wieder in den Griff. An mangelnder Kommunikation könnte es diesmal liegen. Wir hatten schon lange keine wirkliche Paarzeit mehr. (Angesichts seiner Krankheit und der damit verbundenen ständigen Behandlungen und des Umstands, dass wir seit Wochen alle zu Hause sind, ist das nicht weiter verwunderlich.) Und wenn L doch mal bei ihren Großeltern ist, müssen wir arbeiten, irgendwelche Termine wahrnehmen oder uns um den Haushalt kümmern. Sobald es etwas ruhiger ist, fahren M und ich weg – für eine oder zwei Nächte und nur wir beide allein.

M hat schon wieder abgenommen. Sein Körpergewicht beträgt vierzig Kilogramm. Ich finde es unverantwortlich, dass er keinen Ansprechpartner/keinen Ernährungsplan hat. Wir müssen uns darum jetzt unbedingt kümmern. Eine entsprechende App hat er sich gekauft, um in regelmäßigen Abständen an die Nahrungsaufnahme erinnert zu werden. Das ist zumindest ein Anfang. Dennoch mache ich mir große Sorgen um ihn.

Unordnung … 
… ist die nette Umschreibung hinsichtlich des Zustandes in unserer Wohnung. Mir fehlt aktuell die Kraft, daran etwas zu ändern, weil es nichts bringt. Würde ich an der einen Stelle aufräumen oder an einer anderen wischen, würde es bereits eine Stunde später genauso, wenn nicht noch schlimmer aussehen. Das frustriert mich aktuell sehr. Bis einschließlich Montag war der Zustand unserer Wohnung mehr als in Ordnung. Was ein Familienmitglied mehr im Haushalt alles so bewirken kann. 😉

Was heute schön war:

Sport.
Juhuuuu! Doch wieder geschafft. Heute waren ausschließlich die Bauchmuskeln an der Reihe. Das Training war furchtbar und schön zugleich. Ich versuche, die Sportübungen wieder täglich in den Alltag zu integrieren.

Erdbeeren.
Durch den Regen der vergangenen drei Tage konnten L und ich heute einige rote Erdbeeren pflücken, die wir mit unseren Vermietern teilten. Schließlich hat C die ganze Arbeit.

Aufräumen.
Als M mir mittags unter Tränen sagte, dass er selbst zum Lappen halten und wischen zu schwach sei, konnte ich mich doch aufraffen und einen Teil unserer Wohnung aufräumen und säubern.

Years and Years.
Folge fünf habe ich mehr oder weniger alleine geschaut. M ist neben mir eingeschlafen ❤

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