77. Pizza-Steigerlauf

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Erst Anfang der Woche meldete ich M, meinen Bruder, dessen Freundin K und mich für den Pizza-Steigerlauf an, obwohl wir bereits vor Wochen beschlossen hatten teilzunehmen. Auch unser Kumpel P nahm an der Veranstaltung teil, registrierte sich allerdings für die 13-Kilometer-Strecke. Wir anderen vier entschieden uns aufgrund der zu absolvierenden Höhenmeter für die Distanz von vier Kilometern.

M und ich fuhren mit L im Kinderwagen und Prinz an der Leine mit dem Fahrrad zum Waldkasino. Von dort aus startete und endete der Lauf. Meine Eltern, die sich heute bereit erklärten, Prinzi und L zu bespaßen, trafen nur wenige Minuten nach uns ein. Auch P war schon vor Ort. Während ich für uns alle die Startunterlagen abholte, kam auch mein Bruder mit seiner Freundin K an.

Nachdem wir alle unsere Kleidung und Taschen im Kinderwagen verstaut hatten – dieser war nun bis auf den letzten Fleck bepackt -, machten sich meine Eltern mit einer laut schreienden L und einem unruhigen Prinzi auf den Weg in den ruhigen Wald.

Unser 4-Kilometer-Lauf startete nach Verzögerung um kurz nach elf. M, mein Bruder und K liefen im vorderen Bereich und waren nach dem Startschuss bereits aus meinem Sichtfeld verschwunden. Ich blieb den ganzen Lauf über im mittleren Teil. Wie bereits vor zwei Jahren musste ich beim letzten Kilometer, der fast komplett nur bergauf führte, ein paar Schritte gehen, um wieder zu Atem zu kommen. Dieses Mal ging ich jedoch für längere Zeit.

Nach exakt 24 Minuten traf ich im Ziel ein. Ich belegte bei allen 32 weiblichen Läuferinnen den 13. Platz und gewann als zweite meine Altersklasse. M trudelte schon nach 19 Minuten und 25 Sekunden ein und lieferte sich gegen Ende ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit K, die nach 20 Minuten und 13 Sekunden ins Ziel kam. Mein Bruder war nur ein paar Sekunden langsamer als seine Freundin und benötigte für die vier Kilometer 20 Minuten und 54 Sekunden.

Als wir alle im Ziel angekommen waren, gesellten wir uns zu meinen Eltern, die mit der schlafenden L und Prinzi etwas abseits der lauten Musik standen. L wachte aber wenig später auf. Mein Bruder und K wollten unsere Urkunden holen, kamen aber wegen der langen Schlange nach einer Weile wieder zu uns zurück. Gerade wurden die Siegerinnen des 4-Kilometer-Laufs nach vorn gebeten. Plötzlich fiel zu ihrer großen Überraschung Ks Name. Sie erreichte von allen Frauen den dritten Platz. In ihrer Altersklasse belegte sie sogar den ersten ❤

P lief seine dreizehn Kilometer in unter einer Stunde und erreichte den dritten Platz in seiner Altersklasse. Es ist unglaublich, zu welchen grandiosen Leistungen er momentan fähig ist.

Dieser Lauf war nun der zweite von insgesamt vieren in einer Triple-Serie. An einem müssen wir noch teilnehmen, um Berücksichtigung bei der Gesamtauswertung zu finden.

Steiger-Frühjahrs-Crosslauf

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Vor einer Woche sah ich auf Facebook, dass Ms Schwager P am diesjährigen Steiger-Frühjahrs-Crosslauf teilnimmt. Ms Begeisterung für diesen Lauf hielt sich zunächst in Grenzen, da es die einzelnen Strecken ganz schön in sich haben sollen. Schon wenige Tage später änderte er seine Meinung und wir nahmen heute teil 🙂

Halb zehn trafen wir uns mit P und Ms Mama, die sich bereit erklärte, L und Prinzi während unseres Laufs zu bespaßen. M und ich meldeten uns an. Ich entschied mich für die 3-Kilometer-, M und P für die 8-Kilometer-Distanz.

Um zehn startete der 1-Kilometer-Lauf für die Jungen zwischen sechs und elf Jahren. Im Anschluss liefen die Mädels dieselbe Strecke. Wir standen etwas abseits und schauten wenig später den Jungs und Mädels bei der 2-Kilometer-Distanz zu.

Gegen um elf stellten sich die Läufer der Strecke über drei Kilometer an die Startlinie. Angemeldet waren dreizehn. Als der Startschuss fiel, liefen einschließlich mir aber nur zehn Leute los. Acht Teilnehmer waren innerhalb weniger Sekunden aus meinem Blickfeld verschwunden. Nur eine ältere Frau lief mit einigen Metern Abstand hinter mir. Ich machte mir nichts draus, denn anhand der Voranmeldungen erahnte ich bereits, dass nur wenige Hobbyläufer teilnahmen. Fast alle gehörten einem Verein an.

Zuerst lief ich die 1-Kilometer-Strecke, welche nach wenigen Metern steil bergauf führte … und das für lange lange Zeit. Etwas erholen konnte ich mich beim Bergablaufen zurück zur Startlinie, von der im Anschluss die 2-Kilometer-Distanz startete. P, M, L, Ms Mama sowie Prinzi feuerten mich zwischendrin kräftig an. Die vielen hundert Meter bergauf, welche die Strecke über zwei Kilometer beinhaltete, waren nicht ganz so steil wie die der 1-Kilometer-Distanz, zogen sich aber wie Kaugummi in die Länge. Der Berg wollte und wollte kein Ende nehmen. Als Vorletzte von neun – ein Junge warf nach wenigen Metern bereits das Handtuch – kam ich nach 20 Minuten und 56 Sekunden ins Ziel.

Gegen halb zwölf fiel der Startschuss für die 8-Kilometer-Läufer. M und P mussten die 2-Kilometer-Distanz insgesamt vier Mal laufen.

Da ich die einzige 3-Kilometer-Läuferin in meiner Altersklasse war, gewann ich diese und bestieg zusammen mit L genau in dem Moment das Siegerpodest, als M die dritte der vier Runden beendete. Er freute sich natürlich sehr über unseren Anblick 🙂

P lief die acht Kilometer in 40 Minuten und 8 Sekunden und erreichte in seiner Altersklasse sogar den dritten Platz. M brauchte auch nur 48 Minuten und 28 Sekunden und war von über sechzig Läufern insgesamt auf Platz 35.

Die Läufe waren wirklich heftig und haben uns einiges abverlangt, machten aber auch sehr großen Spaß.

Der Crosslauf war der erste Lauf einer Triple-Serie. Drei Läufe werden in den nächsten Monaten noch folgen, von denen wir an zwei weiteren teilnehmen müssen, um in den Gesamtwertungen Berücksichtigung zu finden. Eine nette Idee, der wir in diesem Jahr sicher nachgehen werden.

12. Lauf in den Frühling in Bad Berka

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Am Mittwoch fragte uns Ms Schwester, ob M und ich nicht Lust hätten, mit ihr am Lauf in den Frühling in Bad Berka teilzunehmen. Selbstverständlich hatten wir beide Lust 😉

Ich interessierte mich zunächst für die Strecke über 9,6 Kilometer, für die M sich anmeldete. Mir wäre es dieses Mal nicht um eine gute Zeit, sondern darum gegangen, nach langer Zeit eine große Distanz zurückzulegen. Ms Schwester traute sich so viele Kilometer allerdings nicht zu und wollte die 4,5 Kilometer, für die sie sich interessierte, nicht alleine laufen. Unser Hauptproblem bestand jedoch in der Betreuung unseres Babys.

Da die 4,5 Kilometer-Strecke komplett asphaltiert zu sein schien, schrieb ich den Veranstalter an und fragte, ob es erlaubt sei, mit Kinderwagen zu laufen. Nach positiver Rückmeldung meldeten Ms Schwester und ich uns für diese Distanz an. Besser ein kleiner Lauf als gar keiner 🙂

Ms Schwester hatte jedoch Ms Papa gefragt, ob er während des Laufs auf L aufpassen kann. Er sagte uns seine Hilfe zu, als wir drei bereits für die jeweiligen Distanzen angemeldet waren. Da er sich das erste Mal alleine um L kümmert, war es ihm gegenüber nur fair, die kürzere Strecke zu laufen.

Obwohl wir super in der Zeit waren, kamen wir erst Viertel vor zehn beim Ilmtalstadion in Bad Berka an. Wir parkten dreihundert Meter abseits, begrüßten Ms Papa und Schwester und zogen uns um. Ms Schwester gab nur „Sportplatz“ in ihr Navigationsgerät ein und brauchte über eine halbe Stunde, um den Veranstaltungsort zu finden. M rannte vor, um unsere Startunterlagen abzuholen. Ms Schwester und ich folgten ihm wenige Minuten später. Wir befestigten unsere Startnummern sowie die Zeitmessungsstreifen am Schuh und standen erst drei Minuten vor dem Startpfiff an der Startlinie 😉

Um zehn begannen bis auf die vierhundert Meter- und die zwei Kilometer-Distanz alle drei Läufe. Ms Schwester und ich liefen die ganze Zeit über zusammen, kamen an einigen Teichen vorbei und freuten uns an der Schönheit der Natur. Nach circa zweieinviertel Kilometern bergauf und -ab wendeten wir und liefen dieselbe Strecke wieder zurück.

Im Vorfeld schätzte ich über eine halbe Stunde Laufzeit und war äußert überrascht, bereits nach 27 Minuten und 13 Sekunden durch das Ziel gelaufen zu sein. Während der Stadionrunde haben Ms Schwester und ich L weinen hören, die laut Ms Papa die ganze Zeit ohne Unterbrechung geweint hatte. Als ich sie aber aus dem Kinderwagen holte, waren die Tränen schnell getrocknet und das Knabbern an einem Brötchen wurde interessanter.

Nach 53 Minuten und 21 Sekunden finishte M den 9,6 Kilometer-Lauf. Wir aßen eine Kleinigkeit, nahmen unsere Urkunden entgegen, spielten mit L auf dem Rasen des Fußballfeldes und machten uns gegen um zwölf zurück zum Auto.

Der Lauf in den Frühling in Bad Berka war mit 162 Teilnehmern ein familiärer und von der Atmosphäre her ein sehr schöner und angenehmer Lauf. Wir kommen im nächsten Jahr gerne wieder 🙂

43. Erfurter Silvesterlauf

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Das erste Mal seit vier Jahren verbringen M und ich den Jahreswechsel wieder in Erfurt. Normalerweise flüchten wir Prinzi zuliebe in knallarme Gegenden.

Da Ms Schwester und S Lust hatten, am 43. Erfurter Silvesterlauf teilzunehmen, meldeten M und ich uns auch an. Bereits wenige Wochen vorher hätte sich M am liebsten auf die 4-Kilometer-Strecke umgemeldet, da er seit Mitte November nicht mehr joggen war. Leider war dies nicht möglich, sodass er in den sauren Apfel beißen und sich der 10-Kilometer-Distanz stellen musste.

Viertel nach zehn trafen wir bei der Leichtathletikhalle ein, suchten Ms Schwester und S und befestigten unsere Startnummern. Halb elf ging es für Ms Schwester, S und mich auch schon los.

Ich lief die ganze Strecke, bestehend aus zwei 2-Kilometer-Runden mit Ms Schwester zusammen. Die ersten zwei Kilometer liefen bei mir sehr gut. Beim dritten bekam ich leichtes Seitenstechen und musste nach dem dreihundert Meter langen Anstieg für kurze Zeit etwas langsamer laufen, damit mein Puls wieder sank. Die letzten Meter ins Ziel liefen wir aber wieder schneller. Ich benötige 26 Minuten und 16 Sekunden für die 4-Kilometer-Distanz und belegte Platz 19 von 33 in meiner Altersklasse.

Um elf startete Ms 10-Kilometer-Lauf. Er musste dieselbe Strecke wie ich zurücklegen, allerdings gleich fünf (!) Mal. Bei einem Kinderpunch für mich und Glühwein für alle anderen feuerten Ms Schwester, ihre Mama, S, dessen Mama und ich M immer wieder lautstark an. Obwohl er seit mehreren Wochen nicht mehr trainiert hatte, erreichte er das Ziel nach 1 Stunde 2 Minuten und 59 Sekunden.

Ich wäre gern ein paar Minuten eher im Ziel gewesen, merkte aber während des Laufs, dass ich derzeit nicht schneller laufen kann. Ich bin trotzdem sehr zufrieden und hatte heute wieder viel Spaß. Für M und mich war es ein schöner Auftakt in ein sportliches Jahr 2017 🙂

15. Kirschlauf über die Fahner Höhe

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Am Donnerstag erfuhr M zufällig von einem am Sonntag im Landkreis Gotha stattfindenden Lauf. Diese Veranstaltung kam gerade richtig, da wir nach einer dreiwöchigen Pause seit gut einer Woche wieder mit Trainingsläufen begonnen haben und sich uns nun eine willkommene Abwechslung bot.

Die Anmeldefrist war leider seit Mittwoch Abend abgelaufen. Es bestand jedoch die Möglichkeit, sich am Sonntag kurz vor dem Lauf noch anzumelden. Bei der Nachmeldung bekamen M und ich zufällig ein Gespräch zwischen zwei älteren Männern mit, die feststellten, dass mit rund fünfhundert Läufern wieder mehr Teilnehmer als im Vorjahr an den Start gehen werden und der Kirschlauf vor fünfzehn Jahren mit gerade mal fünfzig Läufern eröffnet wurde. Gefreut hat uns auch die Information, dass heute viele Rennsteig-Spitzenläufer an der Veranstaltung teilnehmen.

Wegen unseres Wiedereinstiegs ins Lauftraining entschieden wir uns beide nur für den 4 km-Jedermannlauf und nicht für den 14 km-Jedermannlauf. Dass diese Entscheidung genau richtig war, merkten wir gleich am Sonntag Morgen, als das Thermometer bereits 28 Grad anzeigte. Die beiden Läufe starteten glücklicherweise bereits um 10:00 Uhr, weshalb wir nicht der Mittagshitze ausgesetzt waren 🙂

Die ersten zwei Kilometer kam ich gut voran. Dank eines angenehmen leichten Windes merkte ich zunächst die Hitze nicht. Als es jedoch nach dem zweiten Kilometer einen Richtungswechsel gab, ging es einen Kilometer in praller Sonne ohne Wind nur bergauf. Beim letzten Kilometer besserte sich die Situation ein wenig, führten hier nur die letzten zweihundert Meter bis zum Ziel einen kleinen Berg hinauf.

Aufgrund der Temperatur und der Tatsache, dass wir zuvor nur drei Trainingsläufe absolviert hatten, ließ ich diese Veranstaltung entspannt und ohne Zeitdruck angehen. Nach 25 Minuten und 59 Sekunden erreichte ich das Ziel, M bereits nach 21 Minuten und 40 Sekunden.

Wir fühlten uns beide nach diesem Lauf hervorragend. Die Atmosphäre und Organisation war sehr gut, weshalb wir auch in den nächsten Jahren beim Kirschlauf immer mal wieder vorbeischauen werden. Bevor wir die kurze Heimfahrt antraten, um unseren wartenden Prinz zu erlösen und mit ihm einen langen Spaziergang zu machen, deckten wir uns noch mit etlichen Kirschen und Erdbeeren ein. Der Lauf heißt ja nicht ohne Grund Kirschlauf 😉

73. Pizza-Steigerlauf

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Vor ein paar Tagen konnte ich eine Freundin überreden, mit mir am 73. Steigerlauf in Erfurt teilzunehmen. Dieser Lauf findet zwei Mal jährlich statt, und zwar im Frühjahr unter dem Namen Pizza-Steigerlauf und im Herbst als Honig-Steigerlauf. Neben dem Bambini-, zwei Schülerläufen sowie einer 8 Kilometer Walking-Strecke kann sich noch zwischen dem 4 Kilometer Jedermann- und dem 13 Kilometer Hauptlauf entschieden werden.

Bei Durchsicht der älteren Ergebnislisten des 13 Kilometer Hauptlaufs musste ich feststellen, dass mir die Teilnehmer momentan viel zu schnell sind. Da ich keine große Lust verspürte, als letzte völlig abgehetzt ins Ziel zu laufen, wählte ich den 4 Kilometer Jedermannlauf. Ich nahm mir trotz Waldboden und einigen Höhenmetern aufgrund der Kürze der Strecke vor, unter 24 Minuten zu bleiben.

Treffpunkt sowie Start und Ziel der Veranstaltung war wie immer das Waldkasino in Erfurt. Als wir mit unseren Fahrrädern eintrudelten, waren schon zahlreiche Läufer vor Ort. Auch das Wetter war mit wunderbarem Sonnenschein voll auf unserer Seite. Im Startbereich befand sich die Verpflegungsstelle, bei der es nach dem Lauf Tee, Obst oder selbstgebackenen Kuchen gab. Das Ziel lag nur fünfzehn Meter daneben. Hier konnte sich die Teilnehmerurkunde abgeholt werden.

Die ersten zwei Kilometer nach dem Startschuss liefen für mich ganz gut. Danach geriet ich jedoch immer mehr außer Puste. Zwischen dem zweiten und vierten Kilometer musste ich zwei Mal für knapp zehn Sekunden eine Verschnaufpause einlegen, um meinen Puls wieder runterzubringen. Während des Laufs war es mir dann auch egal, welche Zeit ich erbringen werde. Umso überraschter war ich, als ich das Ziel nach 23 Minuten und 9 Sekunden erreichte 🙂

Für mich steht jedoch fest, dass die Zeit beim 4 Kilometer Jedermannlauf hart erkämpft war und ich noch einen langen Weg vor mir habe, um besser, schneller und fitter zu werden. Zufrieden bin ich aber dennoch 😉

35. Vattenfall Berliner Halbmarathon

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Geschafft! Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Ich kann immer noch nicht glauben, dass ich heute tatsächlich meinen ersten Halbmarathon gefinisht habe. Dieses grandiose Laufevent wird mir so schnell nicht in Vergessenheit geraten.

Als M und ich morgens halb acht unsere Ferienwohnung in Berlin verließen, um mit der Straßenbahn zum Potsdamer Platz zu fahren, stellten wir betrübt fest, dass es in Strömen regnete. Zu dieser Zeit wussten wir noch nicht, dass der Regen pünktlich zu Beginn des Laufs aufhören und uns lediglich eine dichte Wolkendecke erhalten bleiben sollte 🙂

Um zehn vor elf war unser Start des 35. Vattenfall Berliner Halbmarathons, obwohl der erste Pfiff bereits zehn Uhr erklang. Grund hierfür war die Teilnahme von über dreißigtausend Läufern sowie die Tatsache, dass wir noch nie zuvor einen Halbmarathon gelaufen sind und deshalb im letzten Block standen.

Die ersten zwölf Kilometer liefen super. M und ich genossen es, alle paar hundert Meter an Orchestern, Big Bands sowie Solokünstler im Bereich Gesang und Zirkus vorbeizulaufen. Das Zentrum Berlins war wirklich eine einzige Party und die Stimmung ausgelassen gut.

Leider hatte ich dann bis zum vollendeten fünfzehnten Kilometer ein richtiges Tief. Da M, obwohl er besser trainiert war, den ganzen Lauf über bei mir blieb, besserte sich meine Lust am Laufen wieder ein wenig.

Dennoch schleppte ich mich die restlichen sechs Kilometer nur noch vorwärts in Richtung Ziel. Mir ging es definitiv nicht allein so. Während sich die Teilnehmer am Anfang des Halbmarathons noch alle lustig unterhielten, war es in der Endphase um uns herum total still.

Als wir nach 21,1 km erschöpft im Ziel ankamen, war ich trotz meiner bescheidenen Zeit von 2 Stunden 22 Minuten und 59 Sekunden super happy.

Beim nächsten Halbmarathon muss ich vorher im Training definitiv häufiger längere Distanzen zurücklegen, damit ein Tief nicht schon nach zwölf Kilometern – am besten natürlich gar nicht 😉 – kommt. Meine Wunschzielzeit beim nächsten Mal soll höchstens 2 Stunden und 10 Minuten betragen.

Als ich wenig später aus meinen Laufschuhen schlüpfte, musste ich mit Erschrecken feststellen, dass ich an beiden Füßen mehrere Blutblasen hatte und jeweils der Nagel des zweiten Zehs locker war.

Zur Belohnung unserer großen Anstrengung gingen M und ich am Abend in das italienische Restaurant „Zwölf Apostel“. Nach dem Essen überraschte mich M mit unseren Verlobungsringen ❤

Vorbereitung des Halbmarathons – Teil 3/3

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Oh weh … bereits seit ein paar Tagen bin ich wegen des Halbmarathons am 29. März total angespannt und werde auch zusehends nervöser. Leider habe ich in den vergangenen drei Wochen das Vorbereitungstraining etwas schleifen lassen bzw. das Gefühl, nicht genug für diesen langen Lauf getan zu haben. An dieser Tatsache kann ich jetzt natürlich nichts mehr ändern, weshalb ich in vier Tagen einfach mein Bestes geben und mich von den Eindrücken überraschen lassen werde.

In diesem Monat fand der Anspannungskurs auf Arbeit nur zwei Mal, nämlich am 3. und am 24. März statt. Unser Trainer kannte wieder keine Gnade und ließ uns in den jeweils zur Verfügung stehenden fünfunddreißig Minuten ordentlich schwitzen. Viel Wert legte er erneut auf die Rücken- und Bauchmuskulatur, ließ aber auch Liegestütze, Kniebeuge und Springseilspringen nicht zu kurz kommen. Selbstverständlich kam auch der bei meinen Kollegen allseits beliebte Unterarmstand wieder zum Einsatz 😉

Ich konnte mich nur für fünf Laufeinheiten motivieren. Wären längere Strecken dabei gewesen, würde ich aufgrund der geringen Anzahl nicht so besorgt sein, denn so hätten sich meine Beinmuskeln besser auf das noch Kommende einstellen können.
Gleich nach der Arbeit machte ich mich am 10. und 24. März auf den Weg in Richtung Bachstelzen-Café, legte jedoch nur Distanzen von 5 Kilometern bzw. 5,55 Kilometern zurück. Zusammen mit M und Prinzi lief ich am 11. und 18. März ein Mal 4,92 Kilometer und ein Mal 7,73 Kilometer im Erfurter Steigerwald. Zuletzt joggten wir drei am 16. März noch 5,74 Kilometer auf einem Feldweg Nahe unseres Nachbarorts Schmira.

Spontan entschieden M und ich uns heute Mittag, an dem abends im Erfurter Rieth auf einem Sportplatz stattfindenden Stundenpaarlauf teilzunehmen. Es handelt sich hierbei um einen kleinen einstündigen Wettkampf, bei dem Teams gebildet werden und immer abwechselnd ein Teamkollege jeweils eine Sportplatzrunde über 400 Meter zurücklegt. Dies war ein hervorragendes Puls- und Tempolauftraining. Zeitweise befürchtete ich schon, meine Sportuhr sei defekt, da öfters eine Pace von 3:50 Minuten pro Kilometer angezeigt wurde. Es stellte sich aber heraus, dass ich tatsächlich so schnell lief 😉 Obwohl viele Laufverein-Teams mit an den Start gingen, fanden M und ich uns nach einer Stunde im guten Mittelfeld wieder, was uns beide sehr überraschte. An diesem Abend legte jeder von uns eine Distanz von 6,61 Kilometern zurück. Da es so großen Spaß gemacht hat, haben wir beschlossen, definitiv noch öfter an einem Stundenpaarlauf teilzunehmen 🙂

Vorbereitung des Halbmarathons – Teil 2/3

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In wenigen Stunden neigt sich ein weiterer Monat meiner Vorbereitungszeit dem Ende entgegen. Somit bleiben mir im März nur noch 3 Wochen Zeit für mein Training.

Anfang Februar zweifelte ich stark daran, den Halbmarathon in 2 Stunden und 30 Minuten zu laufen. Nach dem Joggen fühlte ich mich oft erschöpft und ausgepowert. In den letzten Tagen jedoch sehe ich der mir zum Ziel gesetzten Zeit wieder positiv entgegen. Die Laufeinheiten waren allesamt gut und bereiteten mir weniger Probleme.

Natürlich fand auch diesen Monat auf Arbeit wieder der Anspannungskurs statt, und zwar am 10. und 16. Trainiert wurden dieses Mal überwiegend die Bauchmuskeln, der Rücken und die Schultern. Unser Trainer ließ uns auch zwischendrin immer mal wieder für ein paar Minuten in den Unterarmstand gehen, der dafür bekannt ist, sämtliche Muskeln des Körpers zu beanspruchen.

Gleich am 2. Februar konnte ich mich für Level 2 der Jillian Michaels Fitness-DVD „Shred“ motivieren. Es handelt sich hierbei um ein Workout, welches lediglich nur 28 Minuten und 30 Sekunden Zeit in Anspruch nimmt. Nach dem Training war ich wie immer fix und fertig und freute mich riesig auf die Dusche 😉

Natürlich war ich diesen Monat auch wieder joggen, und zwar am 7., 11., 15., 22., 24. und 27.
Am 7. Februar sind Prinzi, M und ich 10,5 Kilometer auf einem asphaltierten Feldweg bei herrlichem Sonnenschein gelaufen. Vier Tage später nutzte ich die letzte Stunde vor dem Dunkelwerden, um im Park ein kleines Intervalltraining zu absolvieren. Die ersten zwei Kilometer von insgesamt 5,66 lief ich zügiger als sonst. Bei den letzten 700 Metern ging es steil bergauf.
Am 15. Februar liefen wir drei gemeinsam mit einer Freundin 4,84 Kilometer im Wald. Eine Woche später begleitete sie uns für 5,21 Kilometer auf einer kleinen Runde durch den Park.
Richtung Bachstelzencafé in Erfurt-Bischleben und zurück ging es am 24. Februar. Die Strecke führte uns teils auf einem asphaltierten Radweg, teils im Wald und Park entlang. Wir liefen 7,62 Kilometer. Gestern joggten wir 6,79 Kilometer gleich morgens bei herrlichem Sonnenschein und 5 Grad im Wald sowie auf dem Feld.

Vorbereitung des Halbmarathons – Teil 1/3

Sportveranstaltung

Ende Oktober des vergangenen Jahres habe ich mich spontan für den 35. Vattenfall Berliner Halbmarathon angemeldet, welcher am Sonntag, 29. März 2015, stattfindet. Mittlerweile gehen auch einige Bekannte und Freunde mit an den Start, weshalb für mich eine gute Vorbereitung sehr wichtig ist. Blamieren will ich mich schließlich nicht 😉

Ich muss gestehen, dass ich ein wenig Bammel vor den vor mir liegenden 21,0975 Kilometern habe. Trotzdem würde ich den Halbmarathon gern in maximal 2 Stunden und 30 Minuten mit einer Pace von 6 Minuten pro Kilometer – zumindest die meiste Zeit – laufen. Wie realistisch diese Zielsetzung ist, wird sich nun in den verbleibenden Monaten zeigen.

In diesem Monat absolvierte ich folgende sportliche Aktivitäten in Vorbereitung auf den Halbmarathon in Berlin:

Da wären zum einen die sportlichen Aktivitäten an meinem Arbeitsplatz. Seit Anfang des Jahres 2014 wird ein Anspannungskurs angeboten, der einmal wöchentlich für 35 Minuten während der Mittagspause stattfindet und an welchem ich seither regelmäßig teilnehme.
Dieser fand am 6., 13. und 20. Januar statt. Die ersten beiden Kurse bestanden aus einem Krafttraining überwiegend für die Bauchmuskeln. Neben zahlreichen Liegestützen wurden auch Übungen für die Gesäß-, Bein-, Schulter-, Rücken- und Armmuskulatur durchgeführt.
Am 20. Januar jedoch überrasche uns unser Trainer mit einem Kreistraining bestehend aus den sechs Stationen Liegestütze, Seilspringen, Sit ups, Dribbel-Boxen, Ausfallschritte und Rückentraining. 25 Minuten lang wechselten wir die Übungen im 45 Sekunden-Rhythmus. Das Kreistraining war für mich besonders effektiv.

Zum anderen war ich natürlich joggen, und zwar am 6., 10., 11., 13., 18. und 24. Januar.
Am 6. Januar war ich 7,3 Kilometer allein unterwegs und baute Treppensteigen mit ein.
Am 10. Januar waren wir drei gemeinsam unterwegs. Wir liefen bei starkem Wind, konnten jedoch 14 Grad auf dem Thermometer feststellen. Wir absolvierten ein leichtes Intervalltraining und kamen am Ende auf 5,4 Kilometer. Am nächsten Tag waren es plötzlich nur noch 3 Grad bei Schneefall. Wir beendeten unseren Lauf nach 6,8 Kilometern.
Am 13. Januar war ich wieder allein unterwegs und lief 8,7 Kilometer.
Das Training am 18. Januar war besonders schön. Wir entschieden uns, auf einem überwiegend asphaltierten Feldweg zu laufen und sahen gegen Ende der 6,2 Kilometer, wie Rehe über die Felder rannten 🙂
Der letzte Trainingstag im Monat Januar war meines Erachtens der effektivste. Wir joggten um die 14 Kilometer auf einem Schnee-/Matsch-/Eis-Untergrund vom Willrodaer Forsthaus über den Riechheimer Berg bis hin zur Waldgaststätte Sonnenhof und zurück. Auf dem Rückweg erschreckten uns ein paar Vögel, die Wildschweinlaute von sich gaben. Da aber Prinzi keine Angst zeigte, wussten wir schnell, dass wir uns keine Sorgen machen müssen.