Im August werde ich …
… L an sechs Tagen in den Ferienhort bringen
… zur Zahnreinigung gehen
… drei oder vier Thai Massagen genießen
… mit L den Geburtstag ihrer Schulfreundin L feiern
… das Dreschfest in Ostramondra besuchen
… und Ls ehemaligen Kindergartenfreund Y und seine Eltern K und X wiedersehen
… A, M und ihre Tochter A in Leipzig begrüßen
… mit L in den Urlaub fahren
… an der Schuleinführungsfeier von Ls ehemaligem Kindergartenfreund K teilnehmen
… meinen Bruder sehen
… U, S und R und die Kinder K, M, T und J besuchen
… mit L ins neue Schuljahr starten
… das Sommerfest unserer Muttergesellschaft besuchen
… einige Wünsche von Ls und meiner Sommerferien-Bucket-List erfüllen
… den Sommer genießen
Dies & Das
Gedanken- und Alltagsschnipsel im Juli
Alltagsschnipsel, Dies & DasSeit dem 16. Juli wohnen L und ich bereits ein Jahr in Markkleeberg. Wie schnell die Zeit doch vergangen ist.
Wir haben uns mittlerweile gut in unserer gemütlichen Dachgeschosswohnung eingelebt, einen Teil der schönen Umgebung rund um Leipzig und den Landkreis kennengelernt, uns an den neuen (Schul-)Alltag gewöhnt und etliche neue Kontakte geknüpft.
Neulich sah ich erstmals sogar die eine Nachbarin aus der Ferne, die mit in unserem Haus wohnt und uns in den letzten zwölf Monaten noch nicht über den Weg gelaufen war. Die anderen drei Nachbarn sind ebenfalls unauffällig und ruhig.
L sagte kürzlich von sich aus, dass sie gar nicht mehr zurück nach Erfurt ziehen möchte. Mir geht es genauso. Ich bin mit der Entscheidung umzuziehen nach wie vor sehr glücklich.
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Ich hinterfrage jeden Monat meine Geldausgaben und überlege mir sehr genau, für was ich das L und mir zur Verfügung stehende Geld ausgeben kann und möchte.
Mir wurde diesen Monat sehr deutlich klar, dass ich auch in Zukunft das meiste Geld für Urlaubsreisen ausgeben möchte. Ich selbst will unbedingt noch einige Länder besuchen. Und auch L soll durch Reisen die Welt entdecken dürfen. Großartigen Schnickschnack benötigen wir beide nicht, sodass sich sicherlich auch weiterhin Unterkünfte finden lassen, die wir uns leisten können.
Da ich den Sommerurlaub für nächstes Jahr schon komplett geplant habe, sammelte ich neulich ein paar Ideen für den Sommer 2025. Ich könnte mir beispielsweise gut vorstellen, mit dem Auto mehr oder weniger spontan in Richtung Frankreich aufzubrechen. Ich möchte nämlich so gern den Atlantik sehen.
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Auch wenn es nur ein paar Sätze mit einem ukrainischen (?) Mann in Dublin und eine Bestellung für L und mich bei Subway in Belfast waren, bin ich überglücklich, ein bisschen Englisch gesprochen zu haben. Ich war gar nicht so nervös wie sonst und hatte auch keine Panik, mich zu blamieren oder alles falsch zu machen. Das war sehr schön. Offenbar hilft mir die Duolingo App dabei, mich selbstbewusster und mutiger zu fühlen.
Hallo Juli!
Dies & DasIm Juli werde ich …
… mich mit L an einem Wochenende um die zwei Prachtrosellas meiner Eltern kümmern
… zwei Thai Massagen genießen
… am Picknick zum Abschluss des ersten Schuljahres teilnehmen
… mit L zur Asthmasprechstunde gehen
… einen Hautcheck bei einer Hautärztin wahrnehmen
… mich mit L über ihr zweites Zeugnis freuen
… mit L und meiner Schwiegerfamilie ein paar Tage in den Harz fahren
… mit L nach Irland fliegen
… und dort S und R und die Kinder T und J besuchen
… L an drei Tagen in den Ferienhort bringen
… vielleicht Besuch von meinen Eltern bekommen
… einige Wünsche von Ls und meiner Sommerferien-Bucket-List erfüllen
… den Sommer genießen
Gedanken- und Alltagsschnipsel im Juni
Alltagsschnipsel, Dies & DasDa ist es wieder: Das Hamsterrad. Und ich stehe mittendrin.
Unbemerkt ließ ich mich in den letzten Wochen und Monaten wieder tiefer in die Probleme der sich verändernden Welt um uns alle herum hineinziehen. Alle wollen wegen der Inflation und gestiegenen Energiekosten immer mehr und mehr. Dieses Gedankengut sprang schnell auf mich über, sodass ich über viele Wochen wie selbstverständlich glaubte, auch mehr zu brauchen: Mehr tolle Urlaubsreisen. Mehr Bruttogehalt. Einfach mehr.
Als mein Kollege/Freund M und ich die zweiten von drei in diesem Jahr stattfindenden Mitarbeitergespräche führten, spürte ich es vom einen auf den anderen Moment plötzlich ganz deutlich: Ich möchte wieder aussteigen. Aus dem Hamsterrad. Ich will wieder fokussierter dem minimalistischen Weg folgen.
Ich bin definitiv ein glücklicher und zufriedener Mensch. Ich habe alles, was ich brauche. Ich habe alles, was ich für L brauche. Uns geht es finanziell sehr gut.
Nahezu jede Kollegin und jeder Kollege erhält ein deutlich höheres Bruttogehalt als ich. Na und?! Ob sie deshalb glücklicher und zufriedener sind, wage ich zu behaupten. Ich erhalte ein gutes Gehalt und obendrauf noch zig wunderbare Benefits, die ich an keinem Tag im Jahr mehr missen möchte. Ich bin sehr dankbar dafür.
Für eine vor drei Jahren von jetzt auf gleich alleinerziehend gewordene Frau verdiene ich mit Sicherheit überdurchschnittlich gut. L und ich leben nicht in Armut. Ich zähle mich selbst zur mittleren Mittelschicht. Als M noch lebte, gehörten wir zur oberen Mittelschicht.
L und ich können uns alles leisten, was wirklich absolut notwendig ist. Ich bin in der Lage, L mehrmals im Monat kleinere Aufmerksamkeiten außer der Reihe zu kaufen. Eine sehr gute und strenge Finanzplanung meinerseits vorausgesetzt, können wir mehrmals im Jahr in den Urlaub fahren. Da wir lediglich eine Unterkunft brauchen und auf sonstigen luxuriösen Schnickschnack verzichten, fanden wir bisher immer eine preiswerte Bleibe. Ich bin in der Lage, monatlich etwas Geld auf das Sparbuch und in Ls und meinen eigenen Fond zu legen. Uns steht zudem jeden Monat ein gutes Taschengeld nach Abzug ALLER Verbindlichkeiten zur Verfügung, das wir für Freizeitaktivitäten verballern können.
Für mich ist es wieder höchste Zeit, minimalistischer zu denken und zu leben. Ich habe alles. Ich brauche nichts. Ich will mit der Habgier meiner Mitmenschen nichts mehr zu tun haben. Ich will keine vor Neid zerfressene Frau sein und werden. Amen.
Hallo Juni!
Dies & DasIm Juni werde ich …
… mit L etwas Schönes zum Kindertag machen
… mit meinem Kollegen/Freund M Mitarbeitergespräche führen
… endlich wieder mit meiner Freundin J aus Dresden telefonieren
… Ls Tante M und ihren Cousin M während der Kur besuchen
… mit L ins Kino gehen
… L einmal wöchentlich zum Kindertanz bringen
… ein Erstgespräch bei einer Psychotherapeutin wahrnehmen
… drei Thai Massagen genießen
… das Jahresfest in Ls Schule besuchen
… L zu zwei Kindergeburtstagsfeiern bringen
… mit L in den Zirkus gehen
… meinen 35. Geburtstag feiern
… ein Wochenende in Erfurt verbringen
… zur Geburtstagsfeier meiner Freundin J aus Erfurt gehen
… viel draußen sein
… vielleicht erstmals in einem der Seen baden
… und Eis essen
Gedanken- und Alltagsschnipsel im Mai
Alltagsschnipsel, Dies & DasAnfang des Monats legte ich in unserer Wohnung den Sicherungsschalter für die Nachtspeicherheizung um und beendete damit offiziell die Heizsaison. Ausgestellt hatte ich sämtliche Heizkörper und Thermostate bereits einen Monat zuvor.
Nun heißt es abwarten. Im Webportal meines Stromanbieters konnte ich sehen, dass die beiden Stromzähler zwischen Mitte Juni und Mitte Juli abgelesen und zwei Wochen später die Rechnungen erstellt werden. Das heißt ich weiß spätestens Anfang August, welche Nachzahlungen auf mich zukommen werden. Ich rechne nach wie vor mit einem großen Betrag und lege seit September so gut es geht Geld dafür zurück.
Ich werde den Sommer nutzen und mich intensiver mit dem richtigen Heizen mit solch einer Heizungsanlage beschäftigen, denn L und ich hatten im Winter in unserer Wohnung teilweise ganz schön gefroren.
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Ich glaube, ich habe in diesem Monat meine „Gabe“ erkannt. Ob dieses nun das richtige Wort dafür ist, weiß ich nicht. Es klingt etwas sehr hochtrabend.
Jedenfalls fiel mir beim Gespräch mit A, der Mama von Ls Schulfreundin E, wieder einmal auf, dass sich mir Menschen sehr schnell anvertrauen und von sich aus beginnen, ihre Lebensgeschichte zu erzählen oder (tiefe) Gedanken mit mir zu teilen. Das trifft auch auf verschlossene oder von Grund auf misstrauische Personen zu. Mit einer Mischung aus (unendlicher) Geduld und den richtigen Rückfragen an der richtigen Stelle oder zur richtigen Zeit war es mir bisher immer möglich, an alle (wichtigen) Informationen, die mich interessieren, heranzukommen. Immer.
Wenn ich so darüber nachdenke, ist das schon eine interessante „Fähigkeit“ …
Für mich ist und war es immer schon selbstverständlich, die erhaltenen Informationen für mich zu behalten und nicht nach Außen zu tragen.
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Der aufmerksamen Leserschaft mag vielleicht aufgefallen sein, dass J seit geraumer Zeit keine Erwähnung mehr im Blog findet. Das liegt daran, dass wir seit Mitte April getrennte Wege gehen und nun wieder ausschließlich „nur“ Arbeitskollegen sind.
Hallo Mai!
Dies & DasIm Mai werde ich …
… mit L in der Sachsen-Therme baden
… ein neues Buch meiner Lieblingsautorin lesen
… laufen gehen
… und meine tägliche Sportroutine aufrechterhalten
… L einmal wöchentlich zum Kindertanz bringen
… mit L einen Zahnarzttermin wahrnehmen
… drei Thai Massagen genießen
… das Stadtfest in Markkleeberg besuchen
… am Firmenwandertag teilnehmen
… L zu einer Kindergeburtstagsfeier bringen
… die Kleinstadtmesse in Leipzig besuchen
… mit Ls Oma M und L ein paar Tage in den Urlaub fahren
… zur Friseurin gehen
… mit L das Pfingstwochenende in Erfurt bei meinen Eltern verbringen
… Klavier und Saxophon spielen
… viel Eis essen
Gedanken- und Alltagsschnipsel im April
Alltagsschnipsel, Dies & DasSeit Anfang des Monats tracke ich mein Essen nicht mehr. Das werde ich im Mai genauso halten.
Ich merkte in den ersten Apriltagen sehr schnell, wie viel besser es mir ohne Foodtracking geht. Ich habe in den letzten Wochen weder zu- noch abgenommen und wieder damit begonnen, auf mein Hunger- und Sättigungsgefühl zu hören. Mein erstes Fazit nach einem Monat Trackingpause fällt somit positiv aus.
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Seit drei Jahren zahle ich Ms und meinen Kredit ab, den wir für den Kauf unseres Wohnmobils im April 2020 aufgenommen hatten. Das Wohnmobil wurde nach seinem Tod leider vom Nachlasspfleger beschlagnahmt und anderweitig verkauft. Da der Kreditvertrag jedoch nur auf meinen Namen abgeschlossen wurde und aus diesem auch nicht hervorgeht, dass mit dem Geld ein gemeinsamer Traum erfüllt wurde, blieb ich vollständig auf der Rückzahlung sitzen. Ich zahle somit einen Kredit ab, von dem ich gar nichts hatte, denn aufgrund von Ms Krankheit konnten wir mit dem Wohnmobil leider nicht einmal in den Urlaub fahren.
In zwei Jahren habe ich es endlich geschafft. Dann bin ich den Kredit los und kann das Geld mit L wieder anderweitig ausgeben.
Hallo April!
Dies & DasIm April werde ich …
… mit L eine Zirkusaufführung besuchen
… L eine Kindergeburtstagsfeier mit Freunden aus der Schule ermöglichen
… und sie anschließend zu einer Kindergeburtstagsfeier bringen
… mit meinem Kollegen/Freund M die ersten Zwischenstandsgespräche mit einigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern führen
… zwei oder drei Thai Massagen genießen
… mit L ein Osterfeuer besuchen
… mit L das Osterfest in Erfurt bei meinen Eltern verbringen
… und in der Zeit den Erfurter Altstadtfrühling besuchen
… sowie den Egapark
… an meinem Auto den Räderwechsel durchführen lassen
… mich mit vielen Freundinnen und Freunden in Erfurt treffen
… einen Termin bei der Sparkasse wahrnehmen
… eine halbe Woche kindfrei haben
… Js Eltern in Leipzig willkommen heißen
… das Hanamifest feiern
Gedanken- und Alltagsschnipsel im März
Alltagsschnipsel, Dies & DasSeit November 2020 lerne ich über die Duolingo App Fremdsprachen. Begonnen hatte ich mit Englisch und Französisch, da dies meine beiden Fremdsprachen zu Schulzeiten waren. Nach ein paar Monaten fügte ich Italienisch hinzu, weil ich Italien liebe, und Anfang 2022 schließlich auch Schwedisch, da ein Urlaub in Schweden bevorstand. Jede Woche wechsle ich die Sprache. Pro Jahr lerne ich somit dreizehn Wochen eine der vier genannten Sprachen. Das macht mir nach wie vor großen Spaß.
Weniger Freude bereiten mir im Moment die Konkurrenzkämpfe in Form von Turnieren und Ranglisten. Ich fühle mich dadurch unter Druck gesetzt, obwohl ich täglich viel Zeit investiere.
Mitte März hatte ich beschlossen, die anderen Mitlernenden auszublenden und mich nur um mich und meinen Fortschritt zu kümmern. Ich lasse Ranglisten nun Ranglisten und Turniere Turniere sein. Das hat den Vorteil, dass ich wieder mit neuen Übungen und Vokabeln vorankomme. Die sind nämlich nicht so hoch bepunktet wie Wiederholungsaufgaben und wurden von mir in der letzten Zeit oft sehr vernachlässigt. Diese kleine Veränderung fühlt sich für mich richtig und sehr gut an.
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Ein berechtigter Kommentar unter einem Tagebucheintrag der letzten Woche beschäftigt mich nach wie vor sehr. Ich merke, wie ich mich seitdem für alles, was ich tue, anderen gegenüber rechtfertige.
In Ls Klasse hat es sich bei einigen Eltern etabliert, Geschenktütchen und Kuchen zum Geburtstag der Kinder mitzugeben. Mir gefiel die Idee sofort. Ich gebe und beschenke andere sehr gern. Bevor ich Geld für mich ausgebe, mache ich lieber meinen Mitmenschen eine Freude. Mir ist durchaus bewusst, dass viele Menschen es mir gern gleichtun würden, es sich finanziell aber nicht leisten können. Gerade dieser Aspekt ist mir durch den Kommentar wieder stark ins Gedächtnis gerufen worden. Ich spüre seitdem sehr deutlich Dankbarkeit. Ich bin unendlich dankbar dafür, dass L und ich ein Leben fernab großer finanzieller Sorgen führen dürfen. Dennoch gibt es auch bei uns Monate, in denen es nicht immer leicht ist.
L und mich würde ich zur mittleren Mittelschicht unserer Gesellschaft zählen. Uns geht es gut. Wir kommen finanziell (Dank einer strengen Finanzplanung) gut über die Runden, können uns hin und wieder kleine Extras und (ebenfalls mit einer strengen Finanzplanung) Urlaube leisten, sparen monatlich kleine Beträge fürs Alter in Fonds und legen etwas Geld aufs Sparbuch für Betriebskostennachzahlungen, Reparaturkosten etc. Auch sonst fehlt es uns an nichts Wichtigem.
Wenn ich mich in meinem Freundes-, Familien- und Bekanntenkreis umschaue, würde ich einschätzen, dass ich seit meiner Geburt lediglich Menschen kenne, die zur unteren Mittelschicht bis hin zur mittleren Oberschicht gehören. Ich habe viel darüber nachgedacht und bin mir mittlerweile sehr sicher, dass ich tatsächlich keinen einzigen Menschen kenne, die oder der zur Unterschicht zählt. Ich merke, dass es den Menschen in der unteren Mittelschicht oft schwerfällt, mit dem vorhandenen Geld gut über die Runden zu kommen. Wie unfassbar schwer muss es dann nur für die Menschen sein, die noch weniger Geld im Monat zur Verfügung haben?! Ich kann nicht nachvollziehen, weshalb diese Menschen von unserer Regierung vergessen werden.
