Hallo Juni!

Dies & Das

Im Juni werde ich …

… L zu einer Kindergeburtstagsfeier bringen
… im Fitnessstudio schwitzen
… Karls Erlebnis-Dorf in Döbeln besuchen
… zahlreiche Arzttermine für L und mich wahrnehmen
… mehrere Retrospektiven leiten
… L zur Ergotherapie bringen
… L zur Klavierstunde begleiten
… das Jahresfest in Ls Schule besuchen
… zur Thai-Massage gehen
… meinen Bruder und meine Schwägerin J wiedersehen
… das Erfurter Krämerbrückenfest besuchen
… am Picknick zum Abschluss des zweiten Schuljahres teilnehmen
… mich mit L über ihr viertes Zeugnis freuen
… meinen 36. Geburtstag feiern
… Urlaub am Gardasee machen
… entschleunigen und das Leben genießen

Himmelspost an M

Dies & Das, Persönliches

Mein lieber M,

ich habe mein jährliches Ziel, zehn Bücher zu lesen, Mitte des Monats erreicht. Ich hatte Ende letzten Jahres überlegt, die Anzahl zu erhöhen, mich allerdings dagegen entschieden. Ich möchte mich selbst ungern unter Druck setzen. Lesen soll weiterhin Spaß bereiten.

L und ich sind hinsichtlich ihrer diagnostizierten Lese-Rechtschreibschwäche auf einem guten Weg. Es kamen in den letzten Wochen einige (kleinere) Nebenbaustellen hinzu, die wir nun sukzessive teilweise mit fachmännischer Unterstützung angehen werden. Wir haben einen Plan, den wir verfolgen und gegebenenfalls immer wieder an die Umstände anpassen werden. 

Das Sparbuch schrumpft unaufhörlich. Ungeplante, aber sehr wichtige Ausgaben (für L) kamen in den letzten Wochen vermehrt hinzu. Ich habe mich bereits dazu entschlossen, den im letzten Jahr gebuchten Herbsturlaub 2024 zu stornieren. L und ich werden stattdessen in der Region schöne Tagesausflüge unternehmen. Wer kein Geld hat, sollte auch keines für unnötigen Luxus ausgeben. Ein klein wenig hoffe ich in diesem Jahr auf Weihnachtsgeld. Das würde unsere aktuelle finanzielle Situation sicherlich etwas entspannen.

Deine Katja

Hallo Mai!

Dies & Das

Im Mai werde ich …

… das neue Buch meiner Lieblingsautorin lesen
… zur Thai Massage gehen
… beim Tag der offenen Freiday-Tür vorbeischauen
… auf ein Konzert gehen
… das Stadtfest Markkleeberg besuchen
… zur Zahnärztin gehen
… L zur Ergotherapie begleiten
… L eine Probestunde Klavierunterricht ermöglichen
… eine Retrospektive und das Teammeeting leiten
… am Open Space Friday teilnehmen
… zwei Wochenenden in Erfurt verbringen
… Ms Grab bepflanzen 
… Sportübungen in den Alltag integrieren
… mich gesünder ernähren
… entschleunigen und das Leben genießen 

Himmelspost an M

Dies & Das, Persönliches

Mein lieber M,

wir haben jetzt Kaninchen! Seit Mitte April wohnen nun die beiden Zwergwidder-Mädels Elli und Waltraud bei uns. 
Seit Prinzis Tod vor mittlerweile dreieinhalb Jahren überlegten L und ich immer mal wieder, ob wir Haustiere bei uns einziehen lassen wollen. Unsere Wahl ist nun auf zwei Kaninchen gefallen, denn diese ermöglichen es uns, dennoch problemlos die geliebten Freizeitaktivitäten wahrnehmen zu können.
Du weißt, dass ich ein Faible für Tiere aus dem Tierheim habe. Von daher stand für mich von vornherein fest, dass wir zunächst schauen, ob es Kleintiere in den umliegenden Tierheimen gibt. So sind wir auf Elli und Waltraud gestoßen. 
Beide Kaninchen haben lediglich ein vom Tierarzt geschätztes Alter. Elli dürfte drei Jahre alt sein, Waltraud bereits sieben. L und ich haben im Vorfeld darüber gesprochen, was das mit Blick auf die Lebenserwartung bedeutet, und waren uns dennoch einig, die Tiere bei uns aufzunehmen. Waltraud macht bisher einen sehr fitten Eindruck. Bei ihr haben wir vermutlich sogar den Original-Impfpass des Ersthalters vorliegen. Dieser wirft aber einiges an Fragen auf. Zum Beispiel ist das Geburtsjahr nicht eindeutig zu lesen und hinsichtlich des Namens und Geschlechts sind Änderungen zu erkennen. Waltraud könnte somit auch erst fünf Jahre alt sein.
Ellis Geburtsdatum stand von vornherein fest. Sie wurde am 1. Juli 2020 geboren. Bei Waltraud durfte sich L einen Geburtstag ausdenken. Sie feiert nun ihren am 11. Oktober. Als Geburtsjahr haben wir dennoch 2016 genommen.
Die beiden Kaninchen erhalten bei uns ausschließlich Frischfutter. Ich habe eine wunderbare Auflistung von einem Tierarzt im Internet gefunden, die ich seitdem zu Rate ziehe. Auf dieser ist haarklein beschrieben, was Kaninchen permanent fressen dürfen, was lediglich hin und wieder als Snack gegeben werden darf, was zu kalziumreich und was sogar schädlich für sie ist.
Elli und Waltraud haben einen ganz unterschiedlichen Charakter. Waltraud ist sehr neugierig und erkundungsfreudig, lässt sich aber (noch) nicht gern streicheln. Elli kommt immer sofort angelaufen, futtert für ihr Leben gern und lässt sich streicheln und knuddeln, ist aber beim Erkunden ihrer neuen Umgebung noch recht zögerlich. Es macht Spaß, die beiden zu beobachten. L und ich freuen uns über jeden noch so kleinen Fortschritt. 

Erinnerst du dich noch an den vor vier Jahren abgeschlossenen Kredit für unser Wohnmobil? In exakt einem Jahr werde ich endlich die letzte Rate zahlen und mich dann sehr glücklich von dem Strafkredit, wie ich ihn seit deinem Tod liebevoll nenne, verabschieden. Ich bin schon jetzt voller Vorfreude. 
Sollte ich jemals wieder in die Verlegenheit kommen, mir einen Kredit anzulachen, wünsche ich mir, dass ich außer einer jahrelangen Rückzahlung auch etwas davon habe. Und sei es „nur“ ein schöner Urlaub.

Nachdem nun bei L eine mittelschwere Lese-Rechtschreibschwäche diagnostiziert wurde, habe ich mir zu ihrem Wohle für ihren weiteren Lebensweg einen ersten Plan überlegt. Dieser sieht auch nach Rücksprache mit ihrer Klassenlehrerin so aus, dass sie ganz normal mit in Klassenstufe drei gehen wird. Parallel dazu wird L ab Mai eine auf LRS spezialisierte Ergotherapie besuchen. Ich überlege, ob ich für L bereits einen Nachteilsausgleich bei der Schule beantrage. Sie könnte beispielsweise laut Ergotherapeutin in Lernzielkontrollen und Klassenarbeiten in derselben Zeit weniger Aufgaben erhalten, um so genügend Zeit zu haben, ihre Ergebnisse zu kontrollieren.

Unsere L hat bereits drei von vier Nächte im Schwimmlager (erfolgreich) überstanden. Ich kann dir gar nicht sagen, wie unglaublich stolz ich auf sie bin. Alle, die L kennen, wissen wie schwer es ihr fällt, von mir über Nacht getrennt zu sein. Dass sie so wunderbar durchhält, freut mich sehr. Für L bedeutet das einen riesengroßen Schritt in die richtige Richtung. Auf ihre Eindrücke und Erlebnisse bin ich schon sehr gespannt. 

Deine Katja

Hallo April!

Dies & Das

Im April werde ich …

… den Ostermontag mit meiner Schwiegerfamilie verbringen 
… das Auto zum Räderwechsel fahren
… eventuell Karls Erlebnis-Dorf in Döbeln besuchen 
… L zu einer Kindergeburtstagsfeier bringen
… zum Bowling gehen
… zur Thai Massage gehen
… mit der Klassenlehrerin über Ls schulische Entwicklung und LRS-Fördermöglichkeiten sprechen
… L ins Schwimmlager verabschieden
… und einige Tage kindfrei haben 
… zur Friseurin gehen
… am Open Space Friday teilnehmen 
… eventuell in den Freizeitpark Belantis gehen
… Sportübungen in den Alltag integrieren
… entschleunigen und das Leben genießen 

Himmelspost an M

Dies & Das, Persönliches

Mein lieber M,

im letzten Monat hatte ich meine Verwunderung hinsichtlich der Unlust heutiger Schüler*innen auf den Unterrichtsstoff geäußert und mich gefragt, weshalb den wenigsten das Bearbeiten der Aufgaben in den Schulheften Freude bereitet oder zumindest ansatzweise Spaß macht.
Dieses Thema besprach ich kürzlich während einer Autofahrt mit meinem Kollegen A, der dazu einen interessanten Punkt beleuchtete: Heutzutage wachsen die Kinder mit zahlreichen, permanent auf verschiedenen Plattformen zu erhaltenen Dopaminkicks auf. Diese waren in meiner Kindheit nicht so leicht und natürlich auch nur durch ganz andere Dinge erreichbar. Nun ist es keine große Überraschung, dass die Schulhefte der Kinder nicht so aufgebaut sind, dass regelmäßig Dopaminkicks erzielt werden können. Ich bin überzeugt, dass deshalb ein Großteil unserer heutigen Schüler*innen die Inhalte in den Heften und dadurch auch den zu vermittelten Unterrichtsstoff stinklangweilig finden. Die Aufbereitung ist nicht mehr zeitgemäß und holt die Kinder nicht mehr ab.

Für unsere liebe L liegt nun das Ergebnis nach dem umfangreichen LRS-Feststellungsverfahren vor: Ihr wurde eine mittelschwere Lese-Rechtschreibschwäche bescheinigt. Ein Wechsel in eine (nur in Sachsen eingerichtete) LRS-Klasse wird empfohlen, aber nicht dringend empfohlen. (Freie Plätze gibt es ohnehin nur für Kinder mit einer schweren LRS, der Rest fällt im Schulsystem hinten herunter. Deshalb werde ich auch keinen Antrag auf eine Weiterbeschulung an einer LRS-Schule stellen.) 
Ls Klassenlehrerin wird nun ein Förderplan ausgehändigt, den ich mir in Kopie zeitnah von ihr geben lasse. Die beiden im Auswertungsgespräch anwesenden Lehrerinnen meinten, sie würden es nicht so wie jetzt weiterlaufen lassen. Ich rechne nicht damit, dass L eine Förderung im normalen Unterrichtsverlauf ermöglicht werden kann, sodass ich auf dem privaten Weg schaue, sie zu unterstützen. 
L liest sehr schnell und gut, aber leider zu ungenau und fehlerhaft. (Das kann ich bestätigen.) Ihre Bild-zu-Wort-Schreibübungen waren im oberen Mittelbereich. Die Rechtschreibregeln hat sie derzeit noch nicht gut verstanden. Das sei aber generell erst in Klasse drei Thema des Unterrichts. Viele Wörter hat sie dennoch korrekt und unter Anwendung der richtigen Regeln aufgeschrieben. (Da L in den letzten drei Monaten unter meinen Fittichen bereits unfassbar viel hinzugelernt und Fortschritte erzielt hat, bleibe ich weiterhin entspannt und schaue, dass sie die nötige Förderung erhält. Das wird schon.)
Nach Ostern kommt das Ergebnis in schriftlicher Form vom Landesamt für Schule. Bis dahin muss ich nichts weiter entscheiden oder veranlassen.
Obwohl ich vom Charakter her so ticke, die Schuld immer bei mir zu suchen, spiele ich den Ball in diesem Fall in Richtung Schule. Ich gebe der Schule einen Großteil der Schuld an der Situation. Wie soll ein Kind etwas lernen, wenn die Schulhefte nahezu komplett leer sind?! Hätte ich mich in Klasse eins nicht darauf verlassen, dass alles wie im Schulkonzept angepriesen gut läuft, und schon eher einen Blick in (die in der Schule befindlichen) Arbeitshefte geworfen, wäre uns viel Leid erspart geblieben. Nun ist es aber wie es ist und alles Hätte, Wäre und Wenn bringt uns nicht weiter. An erster Stelle steht nun Ls Wohlergehen. Sie muss gefördert werden, ohne dabei überfordert zu werden. Dafür setze ich mich nun ein.

Gefühlt würde ich die letzten Grundschuljahre gern einfach nur hinter uns bringen. Mir gefällt aber die Wortwahl „hinter uns bringen“ überhaupt nicht. Schließlich rede ich hier von Ls und meiner Lebenszeit. Ich möchte nun versuchen, der kommenden Zeit, wie schwer und anstrengend sie auch sein mag, bestmöglich entgegenzusehen und uns schöne Erlebnisse zu bescheren.  

Deine Katja

Hallo März!

Dies & Das

Im März werde ich …

… das neue Buch meiner Lieblingsautorin lesen
… L einmal wöchentlich zur Ballettstunde bringen 
… die letzten Mitarbeitergespräche führen 
… zur Thai Massage gehen 
… unsere erste Firmenretrospektive (mit)gestalten
… L viel Glück für die LRS-Testung wünschen
… und eine Woche später die Diagnose erfahren
… Ls achten Geburtstag feiern
… und ihre Kindergeburtstagsfeier ausrichten
… einige Tage in Erfurt bei meinen Eltern verbringen
… dort meinen Bruder und meine Schwägerin J wiedersehen
… und den Erfurter Altstadtfrühling besuchen
… die täglichen Sportübungen wieder aufnehmen 
… entschleunigen und das Leben genießen 

Himmelspost an M

Dies & Das, Persönliches

Mein lieber M,

in wenigen Tagen endet bereits der zweite Monat im neuen Jahr und ich habe immer noch Husten, der ab und an einen nervigen Hustenreiz, vor allem in der Nacht, auslöst. Im letzten Jahr hatte es L so schlimm erwischt. Ich bin froh, dass ihr das in diesem Winter bisher erspart geblieben ist. Mein Husten ist locker, kommt eher aus dem Halsbereich, will aber trotz Literweise Hustensaft einfach nicht verschwinden. Ich sehne den Frühling und die damit verbundene Wärme herbei. 

Nachdem ich mich sehr darüber geärgert hatte, dass L zu einem IQ-Test geschickt wurde, anstatt wie von ihrer Klassenlehrerin gesagt den Bundes-/Pisatest zu wiederholen, spürte ich eine sehr große Erleichterung nach dem LRS-Informationselternabend an der Grundschule, die LRS-Klassen und LRS-ausgebildetes Personal hat. Keine der dort genannten Dinge trifft auch nur ansatzweise auf L zu. Ich werde sie dennoch an der LRS-Testung teilnehmen lassen, gehe aber davon aus, dass ihre LRS eher leicht ausfallen wird oder sogar gar nicht vorhanden ist.

Wir hatten einen sehr tollen Urlaub im kinderfreundlichen Center Parcs Park Nordseeküste. Die meiste Zeit verbrachten wir im dortigen Spaßbad Aqua Mundo. L fand sehr schnell Gefallen am Tauchen und machte kaum etwas anderes. 
In zwei Monaten wird sie mit ihrer Klasse ins Schwimmlager fahren. Ich freue mich für sie, dass sie nun auch ihre Bedenken und Ängste hinsichtlich des Tauchens und Springens ins Wasser überwinden konnte. 
Weil uns der Park so gut gefiel, buchte ich uns direkt für die nächsten Winterferien wieder ein Appartement. Da wir Selbstversorger sind und keinerlei weiteren Schnickschnack benötigen, kostet uns eine Woche Urlaub inklusive freiem Eintritt im Aqua Mundo nur etwa dreihundert Euro. Das finde ich nach wie vor sehr günstig.

Obwohl ich grundsätzlich nichts mitbekomme, ist sogar an mir nicht vorbeigegangen, dass sich alle Welt über die Generation Z aufregt, die allmählich in den Arbeitsmarkt kommt. 
Ich kann die ganze Aufregung ehrlich gesagt überhaupt nicht verstehen. Ich finde es sogar sehr gut, dass die jungen Leute mutig genug sind, Missstände bei den Arbeitgeber*innen aufzuzeigen, sich zu beschweren, nichts gefallen und sich vor allen Dingen nicht ausbeuten zu lassen. 
Die Generation Z ist erst der Anfang eines großen Wandels. Ich nehme schon jetzt bei L und ihren Klassenkamerad*innen, die zur Generation alpha gehören, sehr starke Meinungen wahr, die hartnäckig vertreten werden, und eine Unlust und Demotivation an der Art und Weise der schulischen Bildung, die mich stellenweise selbst überfordert. Die Kinder wollen lernen und in die Schule gehen, aber eben nicht so, wie es derzeit gang und gäbe ist. 
Ich glaube fest daran, dass die jüngeren Menschen auch in Zukunft ihren Teil zum gesellschaftlichen Leben beitragen werden. Dieser wird nur eben so ganz anders sein als wir es bisher gewohnt sind. Wir sollten mehr Vertrauen haben. 

Deine Katja

Hallo Februar!

Dies & Das

Im Februar werde ich …

… ein Wochenende in Erfurt bei meinen Eltern verbringen 
… L einmal wöchentlich zur Ballettstunde bringen 
… Mitarbeitergespräche führen 
… zur Thai Massage gehen 
… einige Tage in Erfurt bei meiner Schwiegermama verbringen
… mir den Erfurter Karnevalsumzug ansehen 
… unser Teammeeting gestalten
… mit L ins Musical gehen
… Urlaub an der Nordsee machen
… entschleunigen und das Leben genießen 

Himmelspost an M

Dies & Das, Persönliches

Mein lieber M,

allmählich geht der erste Monat des neuen Jahres seinem Ende entgegen. Wie auch in den Vorjahren war der Himmel oft grau und an einigen Tagen fiel es L und mir wirklich schwer, uns für den bevorstehenden Schul- und Arbeitstag zu motivieren. Aber es fiel auch Schnee, über den wir uns sehr freuten, und die Sonne ließ sich ab und an für kurze Zeit blicken. 

Apropos Schnee … Du kannst wirklich stolz auf mich sein: Ich bin ohne Gemecker unfallfrei mit dem Auto auf stark verschneiten Straßen während Schneefalls gefahren und konnte meine Fahrskills auf eine neue Ebene heben. Nervös war ich natürlich dennoch und ein bisschen Angst hatte ich auch. Aber ich habe es geschafft.

L erinnert mich immer mehr an dich. Oft dachte ich in diesem Monat, wie ähnlich ihr euch seid. Zum einen seht ihr euch äußerlich wirklich sehr ähnlich und habt neben den gleichen Gesichtszügen auch oft dieselben -ausdrücke. Aber es werden zum anderen auch immer mehr Charaktereigenschaften sichtbar, die ich bereits von dir kenne. Es erwärmt mein Herz ungemein, dass ein großer Teil von dir in ihr weiterleben darf.

L ist ein unglaublich starkes Kind. Während ich an den kleinen und großen Herausforderungen des Lebens oft lange zu knabbern habe, findet sie für sich eine Lösung und setzt diese auch konsequent durch. Sie lässt sich nicht manipulieren oder unterbuttern. Und das mit gerade einmal sieben Jahren. Von ihr kann ich diesbezüglich noch einiges lernen.
Seit Mitte November letzten Jahres begleitet uns nun die LRS-Thematik. In Kürze wissen wir, ob L eine Rechtschreibschäche hat oder nicht und wenn ja, in welchem Ausmaß. Bis hierhin war es vor allem für mich ein langer und steiniger Weg. Nicht nur einmal habe ich mir deinen Beistand, deine Sicht auf die Thematik, deinen Rat und deine Fähigkeit der Kommunikation herbeigewünscht. Es fiel mir schwer, mich alleine damit auseinandersetzen und Entscheidungen treffen zu müssen. Ich habe aus der Situation dennoch viel gelernt und einiges für mich mitgenommen. Ich hoffe, es beim nächsten Mal besser machen zu können.  

Von jetzt auf gleich hatte mich eine Corona-Infektion komplett lahmgelegt. Ich fühlte mich in etwa genauso krank wie im Dezember 2022. Vor einigen wenigen Jahren konnte ich guten Gewissens erzählen, dass ich mir etwa einmal pro Jahrzehnt einen stärkeren Infekt einfange. Jetzt häuft sich die Zahl der stärker verlaufenden Erkrankungen bei mir doch schon merklich.  
Spannend fand ich meine Sorge oder Angst, plötzlich tot umzufallen und L alleine zurückzulassen. Je älter ich werde, desto deutlicher merke ich, wie sehr ich am Leben hänge, und wie wenig ich bereit bin, jetzt schon das Zeitliche zu segnen. Dabei bin ich ja erst fünfunddreißig Jahre alt. Wie soll das denn erst in ein paar Jahren werden?!
Aber dank Ruhe, die ich streng eingehalten habe, fühlte ich mich nach einer Woche zumindest wieder fit genug, um unseren Alltag ohne größere Anstrengungen bewältigen zu können. Für die restlichen Monate des Jahres wünsche ich mir Gesundheit. 

Deine Katja