Der Wecker riss mich heute Morgen mitten aus einem Traum. Ich brauchte ewig, um richtig wachzuwerden, und fühlte mich die erste halbe Stunde des Tages ein wenig neben der Spur.
Meine Lebensgeister erwecken konnte ein leckeres Beeren-Schokomüsli mit Banane und Pflanzenmilch zum Frühstück. Mittags aß ich eine italienische Gemüsepfanne mit Falafel und abends bereitete ich L und mir vegane Waffeln mit veganem Schokoaufstrich zu.
Neben etlichen büroorganisatorischen und finanzbuchhalterischen Aufgaben verbrachte ich meinen Arbeitstag in zwei Meetings. Im ersten besprachen wir neuen Content für den Social Media Auftritt des Unternehmens, im zweiten bereiteten wir das morgen stattfindende Management Weekly vor.
Ls Schultag war laut eigener Aussage gut. L und ihre Freundin YW sind von sich aus auf die Erzieherin zugegangen, um gemeinsam zu besprechen, ob die zu verrichtende Strafarbeit aufgrund eines Regelverstoßes nicht an einem anderen Tag stattfinden könne als am kommenden Freitag. Übermorgen ist YW nämlich nicht in der Schule. Die Erzieherin lenkte ein und stimmte dem Vorschlag der Mädels zu. L, die mir seit ein paar Tagen deshalb weinend in den Ohren lag, war darüber überaus glücklich. Ich freue mich für sie, dass sie erneut lernen konnte, dass der Mut, ein unangenehmes Thema anzusprechen, ab und an auch belohnt wird. Das Hortzimmer dürfen die beiden Mädels nun Ende Mai alleine aufräumen und säubern.
Eine Viertelstunde meiner Mittagspause verbrachte ich bei Ls neuer Kinderärztin. Dort informierte mich die Arzthelferin über anstehende mögliche Impfungen. Nächste Woche Dienstag bekommt L eine Auffrischungsimpfung. Einen guten Monat später und somit kurz vor Antritt unseres Italienurlaubs wird sie noch gegen Hepatitis A geimpft. Im weiteren Jahresverlauf wird nun ab und an eine Impfung anstehen.
Nachmittags hatte L ihre zweite Stunde Ergotherapie. Der Junge vom letzten Mal war nicht anwesend, dafür hospitierten diesmal gleich drei Hunde. L fand die Zeit wieder sehr schön, weiß aber nicht, wie ihr die Stunden weiterhelfen sollen. Parallel dazu wurde mir bereits mitgeteilt, was letzte Woche beim ersten Aufeinandertreffen mit L aufgefallen ist. So unterschiedlich ist unsere Wahrnehmung. 😉
Mit Betreten des Musikzimmers am späten Nachmittag triggerte mich ein perfektes Klavierspiel eines Jungen, der vor L Unterricht hat. Er spielte die für mich traurige, aber wunderschöne Melodie des Stücks „Comptine d’un autre été: L’après-midi“, die mir vor allem durch den Pianisten Einaudi bekannt ist. M mochte seine Interpretationen sehr und schenkte mir vor zwölf Jahren eine CD. Seit Ms Tod versuche ich weitestgehend, diese Musik zu vermeiden, da ein Klavierstück von Einaudi auch auf Ms Beerdigung gespielt wurde. Ich bin noch nicht bereit, mich mit Ms Lieblingskünstler*innen auseinanderzusetzen.
Mit halbem Ohr verfolgte ich den Klavierunterricht und muss feststellen, dass L sich gut schlägt. Und nebenbei ahnt sie nicht einmal, dass sie ihr Gehirn trainiert.
Abends saß L noch eine Stunde am Wochenplan und löste Aufgaben in den Fächern Deutsch und Mathematik. Der Plan ist wieder so voll, dass wir ihn auch zu Hause nicht fertiggestellt bekommen haben. Das erledigen wir sukzessive in den nächsten Tagen.
Mein Bruder schenkte mir heute Morgen bezüglich meines ETFs, der als Altersvorsorge dient, sehr viel Hoffnung. Er zeigte mir eine aktuelle Prognose für das Jahr 2049. (Da bin ich noch nicht in Rente.) Der Betrag lässt sich sehen und könnte durchaus reichen, um mir bis zu meinem Tod ein angenehmes Leben zu machen. Ich hatte bei meiner laienhaften Hochrechnung die Zinsen und die lange Laufzeit komplett vernachlässigt.
Mit der Ergotherapeutin bin ich so verblieben, dass ich die ersten drei Stunden selbst bezahlen werde. Sie macht mir einen fairen Preis, sodass ich insgesamt Kosten von einhundertzwanzig Euro haben werde. Es handelt sich zwar um eine außerplanmäßige Ausgabe, allerdings ist diese zu verschmerzen. Nächste Woche macht sie mit L einen Test, auf dessen Grundlage sie mir ein paar Zeilen für die Kinderarztpraxis schreiben wird. Sie geht davon aus, dass ich dann endlich ein Kassenrezept erhalten werde.
Schon nächste Woche unterziehe ich L einer umfassenden Augenüberprüfung. Bei dieser werden neben der Sehkraft unter anderem die Augachse und die räumliche Wahrnehmung untersucht. Ich bin sehr auf das Ergebnis gespannt, zumal sich L eine Brille wünscht.
Was heute schön war:
– lesen
– Vereinbarung von zahlreichen Privatterminen
– sonnen- und windgetrocknete Wäsche
– Waffeln zum Abendessen
– Italienischübungen in der Duolingo App
Autor: Martin
Dienstag, 14. Mai 2024 – Markkleeberger See
AlltagsschnipselIn dieser Nacht konnten L und ich wunderbar schlafen. Wir waren abends müde genug und machten beim Zubettgehen gleich die Schlafzimmertür zu, um die Geräusche der Kaninchen auszuschließen. Morgens fühlte zumindest ich mich ziemlich ausgeschlafen. Bei L ist das frühe Aufstehen ja immer so eine Sache.
Mein Frühstück in Form einer Brotzeit nahm ich während der Autofahrt ein, mittags aß ich eine Süßkartoffelsuppe mit veganen Würstchen und abends gab es eine Portion Pommes.
Den halben Arbeitstag verbrachte ich im Büro in Erfurt, um an den letzten beiden Gehaltsgesprächen mit zwei Kolleg*innen teilzunehmen. Im Anschluss daran fand das Teammeeting statt. In dieser einen Stunde geht es um spaßige Themen fernab der Arbeit und/oder Teambuilding. Wir erstellten heute gemeinsam eine firmeninterne Playlist, auf der sehr unterschiedliche Lieder gelandet sind. Danach schrieben wir mithilfe von ChatGPT an einer lustigen fiktiven Geschichte mit Bezug zum Unternehmen.
Drama am Morgen bei L. Es ging erneut um den für sie blöden Werkenunterricht. Nachmittags beim Abholen war dann aber alles halb so wild. Ihren Wochenplan, an dem die Kinder seit gestern arbeiten, hat L leider vergessen mitzubringen. Den werden wir also frühestens morgen beenden können.
Ls Schulfreundin YW holten wir ebenfalls mit von der Schule ab. Wir gingen zur Eisdiele um die Ecke und fuhren anschließend erstmal zu uns nach Hause. Während die Kinder drinnen und draußen spielten, konnte ich weiterarbeiten.
Gegen Abend fuhren wir gemeinsam zum Markkleeberger See. Die beiden Mädels gingen baden, während ich die Sonne genoss. YWs Mama kam später ebenfalls hinzu.

Was heute schön war:
– unfall- und staufreie Autofahrten
– Hörspiele 80 und 81 der Reihe „Die drei ???“
– Eis essen
– Playdate für L
– Sonnenbad am Markkleeberger See
– Französischübungen in der Duolingo App
Montag, 13. Mai 2024 – Anbaden
AlltagsschnipselGestern Abend war ich mal wieder nicht müde genug, um zeitig einzuschlafen. Zudem waren die beiden Kaninchen sehr laut. Ich musste irgendwann die Schlafzimmertür schließen, damit es L und mir gelang, endlich in den Schlaf zu finden. Beim Klingeln des Weckers am Morgen fühlte ich mich ziemlich gerädert.
Zum Frühstück aß ich Beeren-Schokomüsli mit Himbeeren, Erdbeeren und Pflanzenmilch, mittags bereitete ich mir eine italienische Gemüsepfanne mit Falafel zu und abends gab es ein Fischbrötchen.
Einige Übungen für die Schulter-, Nacken-, Arm, Rücken-, Bauch- und Beinmuskulatur machte ich im Fitnessstudio. Mit mir trainierten in dem kleinen Studio drei weitere Personen.
Am Vormittag fanden die Abstimmungs- und Updatetermine wie jeden Montag statt. Mit einem Kollegen plante ich nochmals das morgen stattfindende Teammeeting. Auf meiner To-do-Liste standen für heute zahlreiche organisatorische Aufgaben, die ich sukzessive abarbeiten und schmälern konnte.
Ls Schultag war okay. Im Mathematikunterricht wurde das Dividieren geübt. Es ist schön zu sehen, wie L allmählich den Zusammenhang zwischen den Multiplikations- und Divisionsaufgaben erkennt.
Nach der Schule aßen L und ich ein Eis. Gegen späten Nachmittag machten wir uns auf den Weg zum Markkleeberger See. Während ich es lediglich schaffte, meine Füße ins sehr kalte Wasser zu halten und schnell wieder wegzuziehen, war L mutig und badete fröhlich vor sich hin.
Was heute schön war:
– Fitnessstudio
– Sonnenbad am Markkleeberger See
– Eis esssn
– Englischübungen in der Duolingo App
– lesen
12 von 12 im Mai
AlltagsschnipselHeute ist der 12. Tag des Monats. Es heißt somit wieder 12 von 12. Im Verlauf des Tages werden viele Bilder gemacht, von denen zwölf abends im Blog präsentiert werden.
Geweckt wurde ich gegen acht Uhr von den beiden Rosellasittichen meiner Eltern, die fröhlich singend das Ende der Nacht verkündeten. Einzig L ließ sich davon nicht stören und schlief weiter. Weil ich neugierig war, schaute ich als erstes nach, wer den Eurovision Song Contest gewonnen hat. Über den zwölften Platz für Deutschland freute ich mich ebenfalls.

Als L schließlich aufwachte, holte sie direkt ihr Muttertagsgeschenk für mich hervor. Im Englischunterricht gestalteten die Kinder kürzlich eine tolle Karte. Ein kleines Pralinenherz bekam ich von ihr ebenfalls. Danke liebe L!


Gemeinsam mit meinen Eltern saßen L und ich kurz nach neun Uhr am liebevoll gedeckten Frühstückstisch. Neben meinem geliebten Schokocappuccino gab es auch ein leckeres Croissant.
Nach dem Essen träumte ich beim Lösen einiger Sudoku-Rätsel vor mich hin. L durfte etwas auf ihrem iPad gucken, ließ sich aber auch überreden, einige Aufgaben mit dieser tollen Multiplikationstafel, die uns ihre Schulfreundin EB ausgeliehen hat, zu üben.

Zu viert machten wir uns am Vormittag auf den kurzen Weg zu meinen Großeltern. Mein Papa hatte einen schönen Blumenstrauß für meine Oma ausgesucht, den er ihr heute anlässlich des Muttertags überreichen wollte. Meine Oma war allerdings auf dem Sprung, da sie den Tag mit meiner Tante A im Egapark Erfurt verbringen wollte, freute sich aber über unser aller Erscheinen und die bunten Blumen. So konnten wir sehr zu Ls Freude nach wenigen Minuten wieder gehen.


Meine Eltern machten sich direkt auf den Weg in die Wohnung. L und ich blieben noch eine Dreiviertelstunde auf dem Spielplatz. Abwechselnd stellten wir uns Parcours-Aufgaben, welche die andere nachmachen sollte. Ich genoss zwischendurch die warmen Sonnenstrahlen und entspannte kurz auf der Netzhängematte. Als wir zu meinen Eltern zurückkehrten, war gerade mein Bruder am Telefon, mit dem ich ebenfalls noch ein paar Minuten sprechen konnte.

Zum Mittagessen bereitete meine Mama auf Ls Wunsch hin Nudeln mit Tomatensoße zu. Ich durfte auch ein Schälchen Blumenkohlsalat kosten, den meine Eltern voraussichtlich am Abend essen werden.
Sogar ein paar Minuten Mittagsruhe waren mir nach dem Essen vergönnt.

Kurz vor fünfzehn Uhr fuhren L und ich nach Markkleeberg zurück. Zweiundzwanzig Kilometer vor Ankunft gerieten wir in einen Stau, der sich glücklicherweise nach zwanzig Minuten, die ich lesend im Auto verbrachte, wieder auflöste. Generell waren alle drei Autobahnen, über die ich fuhr, sehr voll. Es war deutlich spürbar, dass das verlängerte Wochenende nun vorbei ist.


Begrüßt wurden wir zu Hause von Elli und Waltraud, die außer einem Dutzend hinterlassenen Kötelchen keinen Unsinn in den ihnen für den Freilauf zur Verfügung stehenden Räumen angestellt hatten.
Nachdem ich unser weniges Gepäck ausgeräumt hatte, machte ich mich an die Reinigung des Kaninchenstalls und -geheges. Frisches Futter gab es ebenfalls, obwohl sogar noch welches übrig geblieben ist.
Vorgestern jagte mir Waltraud einen riesengroßen Schrecken ein. Heute konnte ich entspannter damit umgehen, als sie wie tot auf dem Fußboden neben unserem Klavier im Wohnzimmer lag. Bei genauerer Betrachtung erkannte ich erneut, dass sie atmet und einfach nur entspannt eingeschlafen ist.

L und ich hatten abends Appetit auf Waffeln, die ich nach einem veganen Rezept zubereitete. Ich bestrich mir meine mit veganem Schokoaufstrich, L aß ihre mit Agavendicksaft. Ls Frühstück für den morgigen Schultag habe ich beim Waffelbacken auch schon vorbereitet.

Gleich starten wir zum Ausklang des heutigen Tages in unseren Filmabend – ausnahmsweise über das iPad. Eine Schüssel voll mit Chips wird es dazu ebenfalls geben.
Bevor ich nachher schlafen gehe, mache ich noch meine Schwedischübungen in der Duolingo App.
Samstag, 11. Mai 2024 – Waldhaus
AlltagsschnipselAusgeschlafen hatte ich heute halb neun. L schlief noch eine halbe Stunde länger. Geweckt wurde sie von Elli und Waltraud, die gemeinsam ins Schlafzimmer gehoppelt kamen und mit flehenden Blicken um frisches Frühstück baten. Für Elli war es im Übrigen das erste Mal, dass sie das Schlafzimmer betrat.
Nachdem die Kaninchen versorgt waren, gab es zum Frühstück Beeren-Schokomüsli mit Erdbeeren, Himbeeren und Pflanzenmilch, mittags ließen wir uns die von meiner Mama selbstgemachte Kartoffelsuppe schmecken und abends aßen wir eine Steinofenpizza im Waldhaus.
Vormittags reinigte ich den Kaninchenstall nebst Gehege und platzierte an verschiedenen Stellen Unmengen an Grünfutter, das bis morgen Nachmittag, wenn L und ich wieder zu Hause sind, reichen dürfte. Die wasserabweisende Unterlage, die nun komplett unter dem Gehege liegt, ist wunderbar und schützt unseren Boden sehr gut. Das war eine kluge und notwendige Investition.
Abends besuchten meine Eltern, L und ich das Waldhaus in Erfurt. Wir machten es uns im Biergarten in der Nähe des Spielplatzes gemütlich, nachdem wir Getränke und Pizzen bestellt hatten. Zum Nachtisch gab es noch Eis.




Das erste Mal seit 2010 schaute ich abends den Eurovision Song Contest. Zumindest die ersten zehn Auftritte bis zweiundzwanzig Uhr. Meine Mama und ich haben wegen der Songs viel gelacht. L hatte kein Interesse mitzuschauen.
Was heute schön war:
– ausschlafen
– lesen
– Sonnenschein
– unfall- und staufreie Autofahrt
– Pizza zum Abendessen
– lachen
– Italienischübungen in der Duolingo App
Freitag, 10. Mai 2024 – Besuch in Paunsdorf
AlltagsschnipselBevor L und ich gestern Abend schlafen gingen, einigten wir uns darauf, das Kaninchengehege offen zu lassen. So konnten Elli und Waltraud auch in der Nacht in den ihnen zur Verfügung stehenden Räumen herumlaufen, ohne durch waghalsige Aktionen aus dem Gehege springen zu müssen. Durch dieses Experiment war es nachts ein klein wenig lauter als sonst, wir konnten aber dennoch gut schlafen. Halb acht wurde ich heute Morgen wach, L eine halbe Stunde nach mir.
Zum Frühstück gab es Beeren-Schokomüsli mit der letzten verbliebenen Erdbeere, einer Banane und Pflanzenmilch, mittags aßen wir eine kleine Brotzeit und als sehr frühes Abendessen gab es Nudeln mit Tomatensoße.
Für den Brückentag hatte ich einen Urlaubstag genommen.
Ähnlich war es bei L. Die Schule legte auf den heutigen Tag einen variablen Ferientag.
Den Vormittag verbrachte ich lesend, mit meinem Privatprojekt, bei dem ich ein gutes Stück vorwärts kam, sowie mit dem Aufhängen der von der Waschmaschine frisch gewaschenen Wäsche unten im Garten.
Mittags fuhren L und ich einkaufen. Aufgrund der Vielzahl an unterschiedlichen Salaten wurden wir von der Kassiererin gefragt, welche Haustiere wir haben. Sie hatte uns demnach sofort als Tierbesitzerinnen durchschaut. Wir erzählten ihr kurz von unseren beiden Kaninchen.
Von Nachmittag an bis in den späten Abend hinein waren L und ich bei ihrer Schulfreundin EB sowie deren Mama zu Hause. Die Mädels spielten abwechselnd drinnen oder badeten draußen im Pool. Leipzig-A und ich machten es uns mit einer in Stückchen geschnittenen Melone und einem leckeren Erfrischungsgetränk auf der Terrasse gemütlich, genossen die Sonne und unterhielten uns.
Der Mann, von dem ich letzte Woche Ls Konzertkarte gekauft habe, hat sich im Nachgang mittlerweile noch zweimal bei mir gemeldet. Zum einen wollte er wissen, ob mir das Konzert gefallen hat, zum anderen ließ er mir noch zwei Nahaufnahmen von Ville Valo zukommen. Da er eine Freundin hat, wie er mir am Tag der Abholung selbst erzählte, gehe ich davon aus, dass er einfach nur sehr nett zu seinen Mitmenschen ist. Das finde ich großartig.
Was heute schön war:
– länger schlafen
– Sonnenschein
– lesen
– Playdate für L
– sonnen- und windgetrocknete Wäsche
– Französischübungen in der Duolingo App
Donnerstag, 9. Mai 2024 – Umgestaltung
AlltagsschnipselUnsere Nacht war bis zu dem Moment sehr gut, als ich wegen eines Höllenlärms, den Elli verursacht hatte, in den frühen Morgenstunden geweckt wurde. Sie hat es geschafft, aus dem Stand über das Gitter des Kaninchengeheges zu springen. Ich bin schockiert und begeistert zugleich. Ich beförderte sie zurück ins Gehege, schlief sofort wieder ein und wachte ausgeschlafen um acht Uhr wieder auf, L etwa eine halbe Stunde später.
Etabliert hat sich mittlerweile zum Frühstück ein Beeren-Schokomüslimix, den ich mir heute mit Erdbeeren und Pflanzenmilch verfeinerte. Mittags bereitete ich uns Nudeln mit Tomatensoße zu und als frühes Abendessen gab es einen Veggieburger.
Heute schwamm ich trotz leichten Muskelkaters viel.
Den Vormittag widmete ich einer intensiven Komplettsäuberung des Kaninchenstalls und -geheges einschließlich der Buddelkiste voll Sand, die mehr und mehr zur weiteren Toilette umfunktioniert wurde. Obwohl Elli und Waltraud gerade einmal drei Wochen bei uns wohnen, hat sich sehr viel Dreck angesammelt. Bevor ich mich an die Neugestaltung des Geheges machte, legte ich eine sehr große wasserabweisende Unterlage auf den Boden. Nun ist der Boden vor dem aggressiven Urin geschützt. In die Buddelkiste kam diesmal Rindenmulch. Ich bin gespannt, wie er bei den Kaninchen ankommen wird.
Am Nachmittag machten L und ich uns auf den Weg in die Sachsentherme. Da wir beim Stadtfest in Markkleeberg viel weniger Geld ausgegeben hatten als erwartet, konnte ich unseren gesamten Aufenthalt bar bezahlen. Das passiert auch nicht alle Tage. Die Therme war gut besucht, aber nicht überfüllt. L und ich konnten schwimmen und unsere Versteckspiele spielen. L kann nun sogar eine Vorwärtsrolle unter Wasser machen.
In den letzten Tagen wurde ich öfter mit den unterschiedlichen Lebensstandards um mich herum konfrontiert. L und mir geht es nach wie vor sehr gut. Wir leben unser Leben, können uns hier und da etwas leisten und mit genug Planungen auch schöne Urlaube machen. Es fehlt uns an nichts Wichtigem. Ins Straucheln gerate ich lediglich, wenn unvorhergesehene hohe Kosten auf mich zukommen – wie zuletzt am Beispiel der Ergotherapie. In solchen Momenten spüre ich sehr deutlich, dass ein zweites Einkommen fehlt und/oder ich zu wenige Ersparnisse habe.
Dennoch gelingt es mir immer besser, unsere Situation zu akzeptieren wie sie ist. Ich empfinde kein Neid oder Missgunst, wenn ich das schöne Haus, den großen Garten, die Sauna im Badezimmer und eine Reinigungskraft, die alle zwei Wochen vorbeikommt, bei anderen Familien in Ls Klasse sehe. Denn sehr schnell bekomme ich auch die Kehrseite präsentiert: Ein Beruf, der einen Elternteil zeitlich so vereinnahmt, dass dieser kaum zu Hause ist, oder eine instabile Partnerschaft. Es ist eben nicht alles Gold was glänzt.
Was heute schön war:
– ausschlafen
– Säuberung und Umgestaltung des Kaninchenreichs
– Sachsentherme
– Telefonat mit meiner Schwiegermama
– lesen
– Englischübungen in der Duolingo App
Mittwoch, 8. Mai 2024 – Vollgepackter Tag
AlltagsschnipselIch habe sehr gut geschlafen und brauchte heute Morgen auch erst eine Stunde später aufstehen. Den Unterschied habe ich direkt gemerkt. L wachte erst Viertel vor neun auf. Da hatte ich bereits unzählige Dinge erledigt.
Gefrühstückt habe ich Beeren-Schokomüsli mit Erdbeeren und Pflanzenmilch, mittags aß ich etwas Joghurt mit Erdbeeren und abends teilten L und ich uns eine Eat Happy Sushi Packung.
Ein leichter, aber sehr angenehmer Muskelkater ziert vor allem meinen Oberkörperbereich. Das gestrige Training war wirklich super.
Am Morgen fand unser wöchentliches Management Weekly mit üblichem Ausgang statt: Wir müssen den Vertrieb ankurbeln. Nach dem Meeting wechselte ich mit L meinen Arbeitsplatz und schaffte bei Leipzig-J auf der Terrasse sogar einige Arbeits-To-dos mehr als vorgenommen.
Wegen eines pädagogischen Tags startete L bereits heute in das sehr lange Wochenende.
Die Mittagszeit verbrachten L und ich bei CE und ihrer Familie. Die Kinder konnten im Garten spielen, während wir Mamas arbeiteten. Ich machte es mir direkt auf der sonnigen Terrasse mit meinem MacBook gemütlich und fühlte mich wie im Sommerurlaub.
Gemeinsam mit einem Jungen im selben Alter hatte L am Nachmittag ihre erste Stunde Ergotherapie. Dort wurde unter anderem spielerisch Mathe geübt und Halle Galli gespielt. Therapiehündin Rosa war die meiste Zeit mit dabei.
Gegen Abend schnupperte L in den Klavierunterricht rein. Anfangs war sie sehr schüchtern und etwas überfordert, verstand aber zusehends, was der junge Klavierlehrer – Himmel, er sah unserem M schon ein wenig ähnlich – ihr zeigen und beibringen wollte. Sie lernte unter anderem die Namen der Noten und kann nun jedes C und jedes F auf der Klaviertastatur finden und anspielen. L bekundete nach dem Unterricht ihr Interesse am Klavierunterricht. Ich werde sie dennoch ein oder zwei Nächte darüber schlafen lassen. Ich mag nämlich nicht schon wieder einen Vertrag abschließen, den ich eine Weile weiterzahlen muss, obwohl L längst das Interesse verloren hat.
Auch wenn mir das viele Weinen gestern wirklich sehr gutgetan hat, schaffte es die Ergotherapeutin heute, mir neue Hoffnung zu geben. Sie wird mit L in den nächsten Stunden sehr viele Themen angehen. LRS macht lediglich einen kleinen Teil davon aus. Sie wird mir ihren Plan aufschreiben, mit dem ich erneut in die Kinderarztpraxis gehen und um ein Kassenrezept bitten kann.
Was heute schön war:
– länger schlafen
– Arbeiten mit Urlaubsflair
– Playdate für L
– lesen
– Probestunde Klavierunterricht
– Sushi zum Abendessen
– Serie „The Wire“
– Schwedischübungen in der Duolingo App
Dienstag, 7. Mai 2024 – Emotionaler Tag
AlltagsschnipselGestern Abend ging ich sehr müde ins Bett. Ich schlief bis in die frühen Morgenstunden wunderbar. Wegen eines Geräuschs aus dem Wohnzimmer sind sowohl L als auch ich aus dem Schlaf hochgeschreckt. Als ich es tapsen hörte, stand ich auf und ging in den Nebenraum. Dort kam mir direkt eine Elli entgegengelaufen, die es irgendwie geschafft hatte, aus dem Gehege zu hüpfen. Sehr zu Ellis Unmut, die lieber herumhoppeln und spielen wollte, beförderte ich sie zurück ins Gehege, stellte die Kiste, die ich sogleich als Übeltäter identifizieren konnte, vom Rand weg und legte mich wieder schlafen. Als der Wecker klingelte, war ich immer noch müde. L erging es genauso.
Gefrühstückt hatte ich Beeren-Schokomüsli mit Pflanzenmilch, Erdbeeren und Apfelstücken, mittags aß ich eine asiatische Gemüsepfanne und abends reichte mein Appetit nur für eine Minischüssel, in die ich die traurigen Pommesreste der Kinder füllte. Eventuell gibt es später noch ein Trosteis.
Obwohl ich tausend Gründe hatte, meinen ersten Besuch im Fitnessstudio zu verschieben, ging ich in meiner Mittagspause hin. Ich nutzte den Tag, um mich mit den Geräten vertraut zu machen und konzentrierte mich vor allem auf die Arm-, Nacken, Schulter- und Rückenmuskulatur. Nach dem Training fühlte ich mich großartig und wieder hoffnungsvoll(er).
Mein heutiger Arbeitstag war ruhig, da ich lediglich einen Termin wahrzunehmen hatte. Bis zu diesem konnte ich einiges von meiner To-do-Liste abarbeiten. Gemeinsam mit einem Kollegen besprach ich die Inhalte für das Teammeeting in der nächsten Woche. Mir gefielen seine Vorschläge. Es ist mal etwas anderes und könnte lustig werden.
L hat ein gutes bis mittelgutes Gefühl hinsichtlich der Note für die am Vormittag geschriebene Mathematikklassenarbeit. Ich wünsche ihr eine Zwei. Sie hat in den letzten Wochen so viel geübt. So oder so werden wir dranbleiben und den Stoff der zweiten Klasse kontinuierlich wiederholen und festigen.
Wegen einer Dienstreise der Mama holte ich am Nachmittag Ls Schulfreundin YW mit von der Schule ab. Sie durfte beziehungsweise musste uns zur Zahnarztpraxis begleiten. Die Mädels gaben sich dort als Cousinen aus. Vor allem YW löcherte den Arzt und die zahnmedizinische Fachangestellte mit ihren Fragen. Ls und meine Zähne sind gesund. Ich vereinbarte direkt neue Kontrolltermine im November. Ich werde Ende Mai noch zur Zahnreinigung gehen.
Die Mädels spielten anschließend bis abends bei uns. Wie gestern mit CE auch hörte und sah ich die beiden kaum und konnte mich um meine Dinge kümmern.
Mittags lief mein Fass über. Ich weinte und weinte und weinte. Ich konnte gar nicht mehr aufhören, so enttäuscht, traurig und wütend war ich. Nachdem ich aus der Kinderarztpraxis meine Unterlagen abgeholt und einen kurzen Austausch mit der Arzthelferin hatte, ging das Geheule und Selbstmitleid los. Hintergrund war, dass eine Lese-Rechtschreibschwäche keine Krankheit ist. (Das ist ja grundsätzlich etwas Gutes.) Das bedeutet aber leider auch, dass eine Förderung in diesem Bereich als schulische Nachhilfe zählt und nicht von den Krankenkassen übernommen wird. Ich werde somit sehr wahrscheinlich auf den Kosten für Ls Ergotherapie sitzen bleiben. Eine Anfrage bei unserer Krankenkasse mit der Bitte um Einzelfallprüfung unter Vorlage des mir ausgehändigten Privatrezepts sowie sämtlicher Unterlagen habe ich heute dennoch auf den Weg gebracht. Ich habe allerdings keine Hoffnung. Irgendwann hatte ich genug im Selbstmitleid gebadet und einen Entschluss gefasst: L werde ich dennoch die neun Stunden in der Ergotherapie ermöglichen. Morgen erfrage ich dort die Kosten für Selbstzahler. Sollte es notwendig und mir finanziell möglich sein, hänge ich weitere zehn Einheiten dran. Wir werden in Zukunft etwas kürzertreten. Die bereits gebuchten Urlaube bis einschließlich Februar 2025 möchte ich unbedingt machen. Danach entscheidet der Kontostand.
Was heute schön war:
– Fitnessstudio
– gesunde Zähne
– Playdate für L
– Italienischübungen in der Duolingo App
– lesen
Montag, 6. Mai 2024 – Kinderarztpraxis
AlltagsschnipselIch bin gestern erst sehr spät eingeschlafen, da ich nicht müde genug war. Dafür war die Nacht ruhig.
Gefrühstückt hatte ich eine Brotzeit und Gemüse im Auto, mittags aß ich einen Salat, bestehend aus Kichererbsen, Gurke, Tomaten und Paprika, und abends gab es Nudeln mit Tomatensoße.
Den Arbeitstag verbrachte ich im Büro in Erfurt. Unsere Abstimmungstermine mit den Product Owners am Vormittag fanden heute erstmals mit unserem neuen Mitarbeiter statt. Er ist ab sofort vorrangig dafür da, neue Aufträge zu akquirieren.
Ls Schultag war auch ganz gut. Es wurde ein letztes Mal für die morgen anstehende Klassenarbeit in Mathematik geübt.
Als ich L von der Schule abholen wollte, wurde ich erneut von zahlreichen Mädels umringt. Jede wollte mit zu uns nach Hause kommen. Per iMessage klärte ich mit Leipzig-J, ob wir ihre Tochter CE mit abholen dürfen. Und wir durften. Der Nachmittag und Abend mit den beiden Mädchen zu Hause war sehr ruhig. Entweder befanden sie sich bei geschlossener Tür in Ls Zimmer oder waren draußen. Als L und ich CE nach Hause brachten, blieben wir noch anderthalb Stunden da. CE, ihre Schwester und L hüpften auf dem Trampolin, ich unterhielt mich lange mit Leipzig-J.
Am späten Nachmittag erhielt ich einen Anruf. Kurzfassung: Unsere Nasen passen. L ist nun glückliche Patientin in einer der beiden Kinderarztpraxen in Markkleeberg. Und ich habe diesbezüglich eine Sorge weniger. Mir wurde gleich mitgegeben, dass L einige Impfungen fehlen. Diese wird sie in den nächsten Wochen und Monaten sukzessive erhalten.
Leider werde ich dennoch kein Kassenrezept für die Ergotherapie erhalten. Ein Privatrezept könne man mir ausstellen, aber ich mag ehrlich gesagt nicht auf den Kosten sitzen bleiben. Begründet wurde dies damit, dass der „Freistaat Sachsen“ zuständig beziehungsweise die „Behandlung“ einer LRS „Sache der Schule“ sei. Gemeint ist hier die LRS-Schule, bei der L gar keine Chance auf einen Platz hat, da sie „nur“ eine mittelschwere Lese-Rechtschreibschwäche hat. Als ich dies genauso mitteilte, musste die Arzthelferin am anderen Ende der Leitung lachen. Meine letzte Hoffnung liegt nun bei der Ergotherapeutin selbst. Ich hoffe, sie kommt über die Krankenkasse an ein Rezept heran. Einmal ist es mir sicherlich möglich, L zehn Stunden bei der Ergotherapie zu bezahlen, aber dabei kann und soll es keinesfalls bleiben. Ich bin traurig, enttäuscht und irgendwie auch verzweifelt.
Was heute schön war:
– unfall- und staufreie Autofahrten
– Hörspiel 79 der Reihe „Die drei ???“
– Telefonat mit Dresden-J
– Playdate für L
– Ende der Kinderarztsuche
– lesen
– Französischübungen in der Duolingo App
