Himmelspost an M

Dies & Das, Persönliches

Mein lieber M,

ich habe mein jährliches Ziel, zehn Bücher zu lesen, Mitte des Monats erreicht. Ich hatte Ende letzten Jahres überlegt, die Anzahl zu erhöhen, mich allerdings dagegen entschieden. Ich möchte mich selbst ungern unter Druck setzen. Lesen soll weiterhin Spaß bereiten.

L und ich sind hinsichtlich ihrer diagnostizierten Lese-Rechtschreibschwäche auf einem guten Weg. Es kamen in den letzten Wochen einige (kleinere) Nebenbaustellen hinzu, die wir nun sukzessive teilweise mit fachmännischer Unterstützung angehen werden. Wir haben einen Plan, den wir verfolgen und gegebenenfalls immer wieder an die Umstände anpassen werden. 

Das Sparbuch schrumpft unaufhörlich. Ungeplante, aber sehr wichtige Ausgaben (für L) kamen in den letzten Wochen vermehrt hinzu. Ich habe mich bereits dazu entschlossen, den im letzten Jahr gebuchten Herbsturlaub 2024 zu stornieren. L und ich werden stattdessen in der Region schöne Tagesausflüge unternehmen. Wer kein Geld hat, sollte auch keines für unnötigen Luxus ausgeben. Ein klein wenig hoffe ich in diesem Jahr auf Weihnachtsgeld. Das würde unsere aktuelle finanzielle Situation sicherlich etwas entspannen.

Deine Katja

Freitag, 24. Mai 2024 – Sittichsitting

Alltagsschnipsel

Ich habe gut geschlafen. Im Gegensatz zu gestern war Ls Laune am Morgen deutlich besser. Ich muss zugeben, dass ich sie heute auch nicht ansatzweise so geärgert und absichtlich gereizt habe wie gestern.
Im Auto gab es eine Brotzeit zum Frühstück, mittags aß ich Sushi und abends leerte ich die restlichen Nudeln, die L übrig gelassen hatte. Dafür fiel ich ins Eisfach. 

Planung ist schön und gut. Es kommt oftmals doch anders. Dennoch hatte unser Team in dem Projekt, das ich als Scrum Master betreue, ein sehr gutes Meeting. Wir starteten mit etwas Teambuilding und widmeten uns die restliche Zeit dem aktuellen Sprint Board sowie dem Product Backlog. Nun ist alles wieder glatt gezogen worden und bereit für die Abarbeitung. Die Retrospektive war zeitlich nicht mehr drin. Einen Ersatztermin haben wir aber bereits vereinbart.
L hat im Rahmen des Freidays ein neues Projekt: (Kinder)Armut. Für die Hortzeit durften die Kinder heute ein Spielzeug mitbringen. L entschied sich für Tomate, einen Pipi-Max-Hund an der Leine.

Ein Gewitter und anschließender Starkregen durchkreuzten meinen Plan, Ms Grab zu bepflanzen. So fuhr ich nachmittags direkt zu meinen Eltern, die über das Wochenende in Quedlinburg sind, um ihre beiden Rosellasittiche zu versorgen. L wurde von Leipzig-A von der Schule abgeholt und befand sich bis abends bei ihrer Schulfreundin EB.

Erstmals sah ich auf der Gegenfahrbahn auf der Autobahn ein Auto (aus)brennen. Nach kurzer Recherche stellte ich abends erleichtert fest, dass kein Personenschaden entstanden ist.

Was heute schön war:  

– unfall- und staufreie Autofahrten
– Hörspiele 82 und 83 der Reihe “Die drei ???”
– Aufräumaktion im Projekt 
– Sushi zum Mittagessen 
– Playdate für L
– Serie “Bridgerton”
– Schwedischübungen in der Duolingo App

Donnerstag, 23. Mai 2024 – Ls Augenuntersuchung

Alltagsschnipsel

Gestern Abend bin ich aufgrund mangelnder Müdigkeit wieder recht spät eingeschlafen. Dafür schlief ich in der Nacht gut, wurde in den frühen Morgenstunden nur kurz wach und fühlte mich beim Aufstehen fit für den bevorstehenden Tag. Im Gegensatz zu L, deren schlechte Laune mir bereits mit dem Öffnen ihrer Augen entgegenkam. 
Gefrühstückt habe ich ein Beeren-Schokomüsli mit Himbeeren, Erdbeeren und Pflanzenmilch, mittags aß ich eine italienische Gemüsepfanne und abends gab es Kartoffeln, Spinat und Omelett.
Nach einer Woche Pause seit der letzten Session betrat ich heute wieder das Fitnessstudio. Neben meinen ursprünglichen Übungen für sämtliche Muskelgruppen des Körpers probierte ich zwei weitere Geräte aus, an denen ich insgesamt drei neue Übungen absolvierte.

Die für morgen stattfindende Retrospektive habe ich heute erneut umgeplant. Sie wird nun wieder so wie ursprünglich geplant ablaufen. Alles andere ergibt einfach keinen Sinn. Unsere Tagesagenda ist ziemlich straff und ich bin gespannt, wie gut wir mit allen Beteiligten vorankommen werden. Sollte der aktuelle Product Owner, der in Kürze Stakeholder sein wird, vorzeitig aufbrechen müssen, möchte ich mit dem restlichen Team die Retrospektive in Ruhe zu Ende bringen. Das Meeting ist für den zukünftigen Prozess einfach zu wichtig.
Auf dem Weg in Richtung Schule sprachen L und ich am Morgen kein einziges Wort miteinander. Eine richtige Verabschiedung an der letzten Ampel gab es ebenfalls nicht. So konnte ich L leider kein Glück für die anstehende Klassenarbeit wünschen. Am Nachmittag entschuldigte sich L für ihre schlechte Laune am Morgen und teilte mir mit, dass sie ein gutes Gefühl bei der Klassenarbeit hat.

Wegen einigen Beobachtungen und Auffälligkeiten hatte L heute einen Termin bei einer Augenärztin, die gleichzeitig auch ein Optikergeschäft betreibt. Innerhalb einer halben Stunde wurden Ls Augen sehr gründlich und genau untersucht.
Es stellte sich heraus, dass ihre Augen im Vergleich zu anderen Menschen die Nähe nicht richtig scharf stellen können. Ihr Gehirn kompensiert das mit einem leichten Innenschielen. Die Beobachtung von Leipzig-A ist somit korrekt.
Wir brauchen uns derzeit also alle nicht zu wundern, dass L zwar problemlos einen Ball fangen kann (Ferne), ein vor ihr stehendes Glas aber ziemlich oft umwirft (Nähe). Grund hierfür ist ein sich überlappendes Bild. L sieht also Dinge in unmittelbarer Nähe nicht gut.
Laut Augenärztin ist es somit völlig verständlich, dass L Schwierigkeiten hat, beim Ausmalen nicht über den Rand zu malen, einen Text richtig (von der Tafel) abzuschreiben oder die Zeilen beim Schreiben einzuhalten. Auch Lesen wird nach einer Weile sehr anstrengend für sie.
In den kommenden vier Wochen wird L zu Hause mittels eines Utensils, das eine Mischung aus Lupe und Brille ist, tägliche für etwa fünf Minuten ein Sehtraining durchführen. Bei diesem Training wird mehrfach zwischen der Fern- und Nahsicht gewechselt, und zwar jedes Mal, wenn sich die Augen scharf gestellt haben. Ende Juni wird erneut geschaut, ob eine Verbesserung eingetreten ist. Dieses heute entdeckte Problem lässt sich also mit einem entsprechenden Training verbessern oder ganz beheben. Trotzdem spannend.

Was heute schön war: 

– Spaziergang am Morgen und Nachmittag
– lesen
– Fitnessstudio
– Erkenntnis bei der Augenuntersuchung
– Serie „Bridgerton“
– Italienischübungen in der Duolingo App

Mittwoch, 22. Mai 2024 – Schlaue Elli 

Alltagsschnipsel

Trotz ziemlich starken Regens am gestrigen Abend, der gegen die Fensterscheibe im Schlafzimmer trommelte, sind L und ich gut eingeschlafen. Als in den frühen Morgenstunden mein merkwürdiger Traum plötzlich beendet war, befand ich mich bis zum Aufstehen lediglich in einer Art Halbschlaf. Ich hatte das schmutzige Geschirr zwar vollständig aus dem Geschirrspüler ausgeräumt, um alles neu sortiert wieder einräumen zu können, aber dazu kam es nicht mehr. Oh wie schade.  
Zum Frühstück aß ich mein leckeres Beeren-Schokomüsli mit Himbeeren, Erdbeeren und Pflanzenmilch, mittags gab es eine französische Gemüsepfanne, zum Vesper genehmigte ich mir eine Brotzeit und abends bereitete ich erneut vegane Waffeln mit veganem Schokoaufstrich zu.

Die für Freitag vorgesehene Retrospektive in meinem Projekt plante ich um, da ein weiteres sehr wichtiges To-do hinzugekommen ist. Ich bin sehr auf das Meeting gespannt, zumal in Kürze entschieden wird, wer aus unserem Unternehmen die Rolle der Projektleitung übernimmt.
Im Sportunterricht wurde Brennball gespielt. L teilte mir beim frühzeitigen Abholen mit, dass sie für ihr Team mehrere Punkte erzielen konnte. Im Fach Sachunterricht wurde in ein letzte Woche mitgegebenes Glas eine Bohne eingepflanzt. Das aktuelle Thema behandelt den Anbau und die Aufzucht von (Gemüse)Pflanzen.

Für L fand nachmittags die dritte Stunde Ergotherapie statt. Mit ihr wurde heute ein Test bezüglich Konzentration, Aufmerksamkeit, Merkfähigkeit etc. vorgenommen. Nächste Woche erfahre ich das Ergebnis und erhalte den Bericht auch in schriftlicher Form. Mit diesem kann ich erneut zur Kinderarztpraxis gehen und hoffen, ein Kassenrezept zu erhalten. Mittlerweile bin ich diesbezüglich optimistisch, da so viele andere Sachen bei L aufgedeckt wurden, die definitiv in den Zuständigkeitsbereich der Krankenkassen fallen. Apropos Krankenkasse. Diese teilte mir mittels Brief mit, dass die Kosten der Ergotherapie ausschließlich Ls Lese-Rechtschreibschwäche betreffend nicht übernommen werden. Ich hatte nichts anderes erwartet.  
Am späten Nachmittag hatte L eine Klavierstunde. Ich setzte mich erneut in die andere Hälfte des Raumes und löste ein paar Sudoku-Rätsel.
(In der allerersten Stunde war ich mir selbst peinlich, als ich dem Klavierlehrer ständig dazwischen gequatscht hatte. Da schämte ich mich schon beim Reden für mich selbst fremd. Um das dauerhaft zu vermeiden, tue ich nun so, als wäre ich nicht da. Leipzig-A hatte mir letztes ohnehin mitgeteilt, dass viele unserer Baustellen, die L nun aufweist, hausgemacht sind. Je länger ich darüber nachdenke, umso mehr muss ich ihr zustimmen. Durch Ms Tod hänge ich oft wie eine Glucke über dem armen Kind und versuche, ihr alles Übel dieser Welt aus dem Weg zu räumen. Damit möchte ich aufhören. Die liebe L darf hinfallen, Fehler machen und ihre eigenen Erfahrungen sammeln.) 
Abends „wollten“ L und ich ein paar Minuten für die morgen anstehende Klassenarbeit in Deutsch üben. Dafür hatten wir bisher noch gar nichts gemacht. Es kam allerdings innerhalb kürzester Zeit zum Streit, sodass ich die Sache beendete. Für mich habe ich nämlich beschlossen, dass ich mir das nicht mehr antue. Ich habe besseres in meiner Freizeit zu tun, als mich beleidigen zu lassen. Als die Gemüter abends wieder beruhigt waren, wiederholten wir innerhalb von zehn Minuten die wichtigsten Sachen mündlich.

Für Elli, die gerne und viel – bevorzugt unsere Tapete – anknabbert, wurden vormittags die bestellten Grasmatten geliefert. Auch Waltraud freute sich über das neue Spielzeug sehr. An den heiklen Stellen an der Wand befinden sich nun die Grasmatten. Und was musste ich dennoch bezeugen? Elli schiebt die Grasmatten so beiseite, dass sie wieder freien Zugang zur Tapete hat. Sie hat den Intelligenztest definitiv bestanden. Ich fürchte, ich kann ihr anbieten, was ich will, sie durchschaut alles sehr leicht. Schlaues Kaninchen. Ich gebe aber nicht auf. Irgendwann finde ich etwas, dass sie komplett von der Tapete weglockt.

Was heute schön war: 

– lesen
– Serie „Bridgerton“ 
– Französischübungen in der Duolingo App

Dienstag, 21. Mai 2024 – Spontane U10

Alltagsschnipsel

Geschlafen habe ich sehr gut. An den zahlreichen Träumen in dieser Nacht merke ich, dass es auf Vollmond zugeht. Der Wecker holte mich kurz vor halb acht aus einem dieser Träume. Mir fehlte definitiv noch eine Stunde Schlaf, denn ich lief ziemlich lange ziemlich gerädert durch den Tag. 
Gefrühstückt habe ich Beeren-Schokomüsli mit Banane und Pflanzenmilch, mittags gab es eine Brotzeit und abends aßen L und ich eine vegane Bohnensuppe.

Meinen Arbeitstag verbrachte ich mit L im Homeoffice. Mittags hatte ich einen Videocall bezüglich einer im September stattfindenden Veranstaltung in Südthüringen. Vermutlich haben wir als Unternehmen gar keine Chance mehr, als Aussteller daran teilzunehmen. Die Frau gab mir einen neuen Kontakt, dem ich direkt im Anschluss an das Meeting eine E-Mail schrieb, das Unternehmen und unser Produkt vorstellte und nach einer Teilnahmemöglichkeit fragte.  
In Sachsen ist heute ein Ferientag. L konnte somit ein letztes Mal vor Beginn der Sommerferien in wenigen Wochen ausschlafen. Morgen geht es wieder in die Schule.

Gemeinsam fuhren wir heute mit dem Auto einkaufen. Das Grünfutter für die Kaninchen reichte gerade so für das Frühstück und musste dringend aufgefüllt werden. Bei dieser Gelegenheit holten wir für uns ebenfalls noch ein paar Lebensmittel, die über das verlängerte Wochenende ausgegangen sind.
Den späten Nachmittag und Abend verbrachte ich vertieft in meinem privaten Projekt. Es geht zwar nur langsam vorwärts, aber es geht voran. 

Für L stand eine Impfung auf dem Plan. Wir fuhren somit gegen Mittag in die Kinderarztpraxis, die sich vor wenigen Tagen sehr zu meiner Freude dazu entschieden hatte, L als neue Patientin aufzunehmen. Bevor die Auffrischungsimpfung gegen Tetanus, Diphtherie und Pertussis vorgenommen wurde, teilte uns die Arzthelferin mit, dass spontan die U10 mitgemacht wird. Das hat zum einen den Vorteil, dass L sie nun hinter sich hat (ich wäre vor November diesen Jahres damit nicht um die Ecke gekommen), zum anderen konnte die Kinderärztin L gleich besser kennenlernen. Bei der Untersuchung wurde unter anderem auch Ls Seh- und Hörkraft kontrolliert. L sieht wirklich sehr scharf. Ich fürchte, eine Brille aufgrund einer Sehschwäche wird wohl auch übermorgen bei der Augenuntersuchung nicht für L herausspringen. Ich sprach bei der Kinderärztin erneut die bei L diagnostizierte LRS sowie sämtliche Nebenbaustellen an. Sie versicherte mir, dass ich sie, sobald ich den Bericht der Ergotherapeutin vorliegen habe, erneut wegen eines Kassenrezepts kontaktieren kann.  

Was heute schön war:  

– Ls Gesundheit
– windgetrocknete Wäsche 
– Voranbringen meines Privatprojekts
– Englischübungen in der Duolingo App

Montag, 20. Mai 2024 – Meerjungfrau

Alltagsschnipsel

Tief, fest und traumreich habe ich bis halb neun am Morgen geschlafen. L wurde gegen neun Uhr wach.
Zum Frühstück gab es für mich wie immer ein Beeren-Schokomüsli mit Apfel und Pflanzenmilch. Mittags bereitete ich für uns Kartoffeln, Spinat und Omelett zu. Am späten Nachmittag aß ich den Rest von Ls Nudeln mit Tomatensoße auf, nachdem ich selbst ein Stück Kuchen verspeist hatte. 
In der Sachsentherme schwamm ich viel umher.

Bis mittags war ich eine Couchpotato. Gestern hatte ich ein Buch beendet, heute direkt ein neues angefangen. Dieses war so spannend und lustig geschrieben, dass ich einfach nicht aufhören konnte zu lesen. 
Nach anderthalb Tagen, die ich im Schlafanzug verbracht habe, wurde es schließlich Zeit, mich zu duschen und die Kleidung zu wechseln. Wenigstens heute wollten L und ich die Wohnung verlassen. Unser Ziel war die Sachsentherme, in der wir drei schöne Stunden verbrachten. L probierte dort erstmals ihre Schwimmflosse aus und schwamm wie eine Meerjungfrau durchs Wasser.
Abends landete ich wieder auf dem gemütlichen Sofa, nachdem ich mich um den Kaninchenstall und das -gehege gekümmert hatte, und schaute die erste Staffel der Serie „Bridgerton“. Zum dritten Mal.  

Was heute schön war: 

– lesen
– Sachsentherme
– Schwedischübungen in der Duolingo App
– Serie „Bridgerton“

Sonntag, 19. Mai 2024 – Müßiggang

Alltagsschnipsel

Halb neun wachte ich heute Morgen auf. Ich hatte in dieser Nacht zum Glück wieder sehr gut geschlafen. Ein Grund hierfür war die Gewissheit, dass es Elli wieder gut geht. L wachte gegen neun Uhr auf.
Gefrühstückt habe ich Beeren-Schokomüsli mit Kiwi, Banane und Pflanzenmilch. Am späten Nachmittag holte ich unseren Sandwichmaker aus dem Schrank hervor und bereitete für L und mich Sandwiches zu.

Den Vormittag nutzte ich, um weitere Ecken unserer Wohnung vor Ellis Knabberattacken zu sichern. Unsere Tapete im Wohnzimmer wurde trotz meiner Bemühungen, es zu verhindern, bereits derart in Mitleidenschaft gezogen, dass mich dieser Anblick in meinem Entschluss bestärkte, einfach nie wieder aus der jetzigen Wohnung auszuziehen. Ich bin nun dabei, mir viele schöne Dinge einfallen zu lassen, an denen das Kaninchen knabbern darf. Den Start machen Grasmatten, die am Mittwoch geliefert werden sollen.
Ohne zu murren, zu zetern oder zu jammern beendete L ihren Wochenplan innerhalb von fünfzehn Minuten. Nun kann ihre Lehrerin diesen am Mittwoch durchsehen.  
Ls Kinderzimmer räumte ich zur Mittagszeit auf. Da wirklich ausnahmslos alles nicht mehr an seinem ursprünglichen Platz stand, sondern komplett auf dem Boden verteilt war, dauerte es eine ganze Weile, bis der Raum wieder ordentlich aussah. Streit gab es zwischen L und mir bei meiner offenbar unverschämten Bitte, den Fußboden im Kinderzimmer zu saugen. Aus Minuten wurden Stunden und L blieb dabei, nicht zu saugen. Das kostete sie den geplanten Aufenthalt in der Sachsentherme. 

Was heute schön war: 

– Italienischübungen in der Duolingo App
– Telefonat mit meiner Mama
– lesen
– Serie „Bridgerton“

Samstag, 18. Mai 2024 – Gemeinsames Lernen 

Alltagsschnipsel

Gestern Abend verhielt sich Elli plötzlich ganz anders als sonst, fraß nichts mehr und lag nur herum. Nach kurzem Überlegen, was geschehen sein könnte, fiel mir ein, dass sie vermutlich Bauchschmerzen hat. Während das Zwergkaninchen Bommy, das mein Bruder und ich als Kinder hatten, einen Karton in zahlreiche Einzelteile zerlegte, OHNE diese zu fressen, finden sich nun im Käfig trotz sichtbarer Bissspuren am Karton keine heruntergefallenen Stücke. Elli frisst somit den Karton auf.
Demzufolge schlief ich in der Nacht sehr schlecht, da ich mir große Sorgen um Ellis Gesundheitszustand machte. Mit starkem Herzklopfen ging ich morgens um fünf Uhr ins Wohnzimmer, um zu schauen, wie es ihr geht. Glücklicherweise und zu meiner großen Erleichterung hatte sie das Gehege verlassen und wirkte wesentlich fideler. Ich legte mich wieder zurück ins Bett und konnte nun deutlich besser schlafen. Halb neun wurde ich erneut wach und blieb es auch. 
Zum Frühstück aß ich wie immer ein Beeren-Schokomüsli mit Banane und Pflanzenmilch, mittags hatten L und ich Appetit auf Nudeln mit Tomatensoße und abends packte ich uns einige Minipizzen in den Backofen.

Nachdem ich mir gestern bis spät abends drei der vier zur Verfügung stehenden Folgen der dritten Staffel der Serie „Bridgerton“ angesehen hatte, schaute ich mir nach dem Frühstück die vierte Folge an. Danach versackte ich bis mittags auf dem Sofa, löste Sudoku-Rätsel und telefonierte mit meiner Schwiegermama.
Nachmittags besuchten L und ich ihre Schulfreundin EB zu Hause. Gemeinsam ließen wir die Kinder an ihrem Wochenplan arbeiten. Zwischendrin bummelten wir im Paunsdorf Center, um L einen ergonomischen Bleistift und Füllfederhalter zu kaufen. 
Als wir abends nach einem Einkauf wieder zu Hause waren, freute ich mich nach dem Reinigen des Kaninchenstalls und -geheges sehr über Elli, die wieder normal fraß und keinerlei Anzeichen von Unwohlsein zeigte. 

Über L konnte ich heute wieder sehr viel lernen. Überhaupt habe ich derzeit das Gefühl, dass ganz viele kleine Baustellen sichtbar werden.
Gemeinsam mit Leipzig-A konnten wir feststellen, dass im Rahmen der Ergotherapie auf jeden Fall Ls Selbstvertrauen gestärkt werden muss. Obwohl sie weiß, was bei den Aufgaben zu tun ist, hinterfragt sie sich permanent und ist sehr unsicher.
Weiterhin werde ich einen Händigkeitstest anstoßen. Als L noch ein Kleinkind war, hat sie nämlich zuerst alles mit der linken Hand gemacht. Im Kindergarten nutzte sie dann irgendwann ausschließlich die rechte Hand. Da ihr Schriftbild mit beiden Händen nahezu identisch aussieht, möchte ich gern wissen, ob sie nach wie vor Linkshänderin ist. Sollte dem so sein, würde das ebenfalls sehr viel erklären. Denn dann nutzt sie derzeit nämlich die falsche Hirnhälfte zum Schreiben. Dadurch ist diese Seite so überfordert, dass sie sich auf andere Sachen gar nicht mehr konzentrieren kann, wie beispielsweise die Korrektheit des Schreibens.
Es fiel ebenfalls auf, dass L den Stift falsch hält. Mir ist das bis dato tatsächlich nicht aufgefallen.  

Was heute schön war: 

– Serie “Bridgerton”
– Telefonat mit meiner Schwiegermama
– Französischübungen in der Duolingo App
– Playdate für L
– Einkaufsbummel 
– Eis essen  

Freitag, 17. Mai 2024 – Das etwas andere WGT

Alltagsschnipsel

Ich habe sehr gut geschlafen, wurde aber erneut mitten aus einem Traum gerissen. Ich war mit meiner Grundschulfreundin J, die vor fünf Jahren gestorben ist, verabredet. Unsere Kinder waren ebenfalls mit dabei. Gerade als wir uns in der Menschenmenge entdeckt hatten und begrüßen wollten, klingelte der Wecker. 
Zum Frühstück gab es Beeren-Schokomüsli mit Himbeeren, Banane und Pflanzenmilch, mittags aß ich Reis mit Edamame und Naturtofu und abends bereitete ich für L, EB und mich vegane Waffeln zu, die ich mit Schokoaufstrich aß.

Neben Supportanfragen, um die ich mich kümmerte, erledigte ich am heutigen Arbeitstag auch einige finanzbuchhalterische Aufgaben. Den Großteil des Tages verbrachte ich aber mit der Messeplanung. Ich mag die Aufgabe zwar nicht sonderlich, kam aber ein sehr großes Stück voran. Nun sind alle Förderanträge zur Entscheidungsfindung eingereicht und unser Board in YouTrack wurde auf Vordermann gebracht. Das war ein wunderbares Gefühl zur Feierabendzeit.  
Auf den FREIday hatte L erneut keine allzu große Lust. Schade, dass ihr das Konzept so gar nicht zusagt. Nachmittags holte ich auch EB mit von der Schule ab.

EB wollte mit YK zum Wave-Gotik-Treffen gehen. Allerdings musste YK vorzeitig aus dem Unterricht abgeholt werden, sodass aus dieser Verabredung nichts wurde. So kam es, dass L und EB bei uns im Wohngebiet ihr eigenes WGT veranstalteten. Sie zogen sich schicke schwarze Kleider an und stolzierten draußen in der Gegend herum. 
Während die Mädels abwechselnd draußen oder bei geschlossener Tür in Ls Zimmer waren, konnte ich mich für einige Zeit meinem kleinen Privatprojekt widmen. 
Abends kam Leipzig-A, mit der ich mich noch eine ganze Weile unterhalten konnte, ehe sie ihre Tochter EB mit nach Hause nahm. Wir verabredeten uns lose für das verlängerte Wochenende. 

Was heute schön war:  

– Telefonat mit Dresden-J
– Playdate für L
– Waffeln zum Abendessen
– Serie “Bridgerton”
– Englischübungen in der Duolingo App

Donnerstag, 16. Mai 2024 – Aufräumaktion

Alltagsschnipsel

Geschlafen habe ich nur bis halb sechs. Ich war plötzlich hellwach und konnte einfach nicht mehr einschlafen. Ich nutzte die Dreiviertelstunde bis zum Aufstehen, um auf einigen Seiten im Internet zu lesen. Eingeschlafen bin ich gestern Abend übrigens mit sehr starken Unterleibsschmerzen, die bis in den Rücken strahlten und erst in den frühen Morgenstunden allmählich verschwanden. Sowas hatte ich auch noch nicht erlebt. Der Grund hierfür ist allerdings nicht besorgniserregend.  
Gefrühstückt habe ich Beeren-Schokomüsli mit Apfel, Banane und Pflanzenmilch, mittags aß ich eine französische Gemüsepfanne mit Naturtofu und abends bereitete ich uns Nudeln mit Tomatensoße zu.
Nach kurzem Hin und Her absolvierte ich eine kurze, aber knackige Einheit im Fitnessstudio. Ich startete mit dem Crosstrainer, den ich wirklich sehr lieben gelernt habe, und machte danach an zahlreichen Geräten Übungen für sämtliche Muskelgruppen. Heute wurde jede Übung solange gemacht, bis der jeweilige Muskel erschlaffte. 

Gefühlt der halbe Arbeitstag stand im Zeichen des Umbruchs. In dem Projekt, das ich als Scrum Master begleite, wird nun sukzessive aufgeräumt. Ich spürte richtig, wie in mir neue Motivation aufkam, die das Gefühl des monatelangen Stillstands oder Stagnierens verdrängte. Es ist gut, dass nun alle an einem Strang ziehen. Mit unseren Erkenntnissen aus zwei Meetings konnten wir im darauffolgenden Management Weekly zeigen, dass wir die Situation ernst nehmen und bereit sind, daran etwas zu ändern. Die für nächste Woche angesetzte Retro steht dennoch schon wieder so halb auf der Kippe, aber ich habe bereits eine (für mich) tolle Idee, wie sie dennoch stattfinden wird. So schnell gebe ich nicht auf. 
In der Mathematikklassenarbeit hat L eine Drei bekommen. Eine gute Drei. Es fehlen nur 1,5 Punkte bis zur Zwei. Ich kann anhand der Arbeit sehr gut erkennen, dass L alle Themen der zweiten Klassenstufe verstanden hat und anwenden kann. Hätte sie nicht die komplette super leichte erste Aufgabe übersehen, hätte sie definitiv eine Zwei bekommen. Sei’s drum. Auf dem Endjahreszeugnis wird dennoch die Note 2 stehen.     

Ls Schulfreundin CE holte ich am Nachmittag mit von der Schule ab. Dass ab morgen das Wave-Gotik-Treffen stattfindet, spürte ich heute am zunehmenden Verkehr. Wir drei Mädels brauchten sehr lange, um von der Schule bis zu uns nach Hause zu kommen. Die beiden Kinder waren die gesamte Zeit über beschäftigt, sodass ich Zeit hatte, um einfach mal die Füße hochzulegen und neben den üblichen zig anfallenden To-dos am Abend nichts weiter weltbewegendes machen brauchte.  

Was heute schön war:  

– Vorwärtsbewegung im Projekt
– Telefonat mit meinem Bruder
– Fitnessstudio
– Playdate für L
– Schwedischübungen in der Duolingo App