Himmelspost an M

Dies & Das, Persönliches

Mein lieber M,

es ist Weihnachten. L und ich begehen die besinnlichen Tage mittlerweile das fünfte Mal ohne dich. Wir verbringen das Fest in Erfurt und haben uns für mehrere Tage bei meinen Eltern einquartiert. Unsere beiden Kaninchen Elli und Waltraud haben wir mitgenommen.

Bis vor wenigen Tagen musste ich ein Antibiotikum einnehmen, da ich mir eine bakterielle Infektion, vermutlich eine Seitenstrangangina eingefangen hatte. Der Winter ist für Erkältungen und Infekte jedweder Art voll meine Zeit. Ich erkenne mit Blick auf die Vorjahre zumindest allmählich ein Muster.

Von uns beiden warst immer du der Autofanatiker. Dich wird es somit freuen zu hören, dass L und ich bald einen vollelektrischen Nissan Ariya nutzen dürfen. Ich bin schon sehr gespannt, wie sich das Laden im Alltag gestalten und in den Tagesablauf integrieren wird.

In den letzten Wochen ist mir vermehrt aufgefallen, wie geizig ich in Bezug auf mich selbst geworden bin. Ich liebe es, die Wünsche meiner Mitmenschen zu erfüllen oder ihnen eine kleine Freude zu bereiten. Geht es aber um mich selbst, werde ich komisch und hinterfrage eine Ausgabe fast schon krankhaft oft. Es kostet mich ungemeine Überwindung, mir etwas zu gönnen, und sei es nur ein Paar Socken, weil das alte durchlöchert ist.
Ab sofort will ich dieses Verhalten beobachten. Die Devise lautet: Sparsamkeit ja, Geiz nein.

Um gleich mit diesem neuen Vorsatz zu beginnen, upgrade ich mein Duolingo Abonnement ab Januar auf die höchste Stufe. Ich kann dann mit einer KI sprechen und verliere so hoffentlich sukzessive meine Hemmungen davor, mich mit Leuten in einer anderen Sprache zu unterhalten.

Seit Heiligabend ist mein Blog zehn Jahre alt! Viel ist in dieser Zeit passiert. Schönes wie trauriges. Ein Jahrzehnt voller Erinnerungen. Hier festgehalten.

Deine Katja

Unser Weihnachtsfest – Heiligabend

Alltagsschnipsel

L und ich schliefen bis kurz nach halb acht und kuschelten noch eine ganze Weile im gemütlichen Bett im Gästezimmer meiner Eltern. Dann waren Elli und Waltraud an der Reihe. Die beiden bekamen frisches Grünfutter, auf das sie sich freudig stürzten.  
Nach dem Duschen frühstückten wir zu viert am liebevoll gedeckten Tisch. Für mich gab es ein Croissant mit Frischkäse, dazu eine Tasse Schokocappuccino.

Als meine Eltern für einen Spaziergang und letzten Einkauf vor den Feiertagen die Wohnung verließen, baute ich im Flur wieder einen Kaninchenparcours auf. Elli und Waltraud spielten eine Stunde lang, ehe wir sie mit wasserfester Decke als Unterlage auf unser Bett legten und knuddelten.
Zum Mittagessen gab es kurz darauf unsere traditionelle Meerrettichsoße, Sauerkraut, Brotscheibe(n) und dazu Weißwurst, Wiener Wurst oder Veggie Wurst.

Nach einer kurzen Mittagsruhe holten L und ich mit dem Mietwagen meine Schwiegermama ab und fuhren gemeinsam weiter zu meiner Schwägerin M und meinem Neffen M. Mein Schwippschwager S befand sich noch an der Arbeit und stieß erst am Nachmittag zu uns.
Wir machten es uns zuerst bei Kerzenschein mit Kaffee, Tee und Gebäck gemütlich. Kurz nach vier brachen wir in Richtung der Dorfkirche auf. Obwohl wir wesentlich zeitiger als letztes Jahr ankamen, ergatterten wir gerade noch so die letzten Sitzplätze. Halb fünf begannen schließlich der Gottesdienst, diesmal zur Thematik Mühe, Sorge und Einsamkeit, und das Krippenspiel. Mein Neffe M spielte darin erneut einen Engel.



Wir waren kaum zurück im Haus, als es laut an der Haustür klopfte. Als die Kinder merkten, dass es der Weihnachtsmann ist, der zu Besuch kommt, nahmen sie sich schnell bei den Händen. Mit großer Aufmerksamkeit lauschten sie den Worten des Weihnachtsmannes, sangen ihm Lieder und sagten Gedichte auf und wurden reichlich beschenkt. 



Kurz vor neunzehn Uhr machten L und ich uns auf den Weg zurück zu meinen Eltern. Wir saßen noch keine fünf Minuten im Auto, als L einschlief. Dieser Powernap war nötig, denn unser Abend war noch lange nicht zu Ende. 

Bei meinen Eltern gab es zunächst Abendessen. Traditionell wurde Kartoffelsalat mit Wiener Wurst oder Veggie Wurst aufgetafelt. Sehr zu Ls Freude war der Weihnachtsmann bereits da gewesen und hat meinen Eltern zwei Säcke mit Geschenken überreicht. Reihum verteilten wir diese und machten sie nacheinander in Ruhe auf.
Nach der zweiten Bescherung gab es eine Tombola, die mein Papa für uns vorbereitet hatte. Jedes dritte Los war ein Gewinn. Ich gewann beispielsweise etwas Bargeld, L ebenfalls. Zusätzlich bekam sie auch zwei Lose der Glücksrakete und eine Süßigkeit.

Während ich meine Englischübungen in der Duolingo App absolvierte und las, spielte L bis in den späten Abend hinein mit ihren neuen Playmobil Sets. Erst dreiundzwanzig Uhr machten wir das Licht aus und gingen schlafen. 


Ich wünsche allen frohe und besinnliche Weihnachten.

Montag, 23. Dezember 2024 – Jahrestradition

Alltagsschnipsel

Ich habe trotz zwei Nachtwanderungen, einmal zur Toilette, einmal um Elli in ihrem Gehege von der oberen in die untere Etage zu heben, sehr gut geschlafen und viel geträumt. Halb neun waren wir alle wach.
Gefrühstückt habe ich ein Brötchen mit Babybel am liebevoll gedeckten Tisch. Mittags kochte meine Mama eine leckere Nudelsuppe. Nachmittags futterten wir eine Menge selbstgebackener Plätzchen. Abends gab es etwas Sushi, Salat und Schwarzbrot mit diversen Aufstrichen und Belägen. 

Nach dem Frühstück gingen meine Eltern einkaufen. L und ich bauten im Flur einen Parcours für Elli und Waltraud auf und ließen die beiden eine Stunde lang spielen. Anschließend kuschelten wir mit ihnen auf unserem Bett. Ich habe extra die wasserdichte und saugstarke Decke, die normalerweise bei uns auf der Couch liegt, mitgenommen. Abends wiederholten wir das Ganze.
Am frühen Nachmittag traf ich mich mit meinen beiden Freunden J und B, die ich seit der Grundschule kenne, auf dem Erfurter Hauptfriedhof. Einmal jährlich besuchen wir das Grab unserer mittlerweile verstorbenen Freundin aus Grundschulzeiten. Für einige mag es vielleicht ein wenig Makaber sein, für uns ist es zu einer liebgewonnenen Tradition geworden, dass wir jedesmal ein kleines Picknick vor dem Baum, unter dem sie beerdigt wurde, veranstalten, uns über Aktuelles austauschen und in Erinnerungen schwelgen.

Was heute schön war: 

– ausschlafen
– Spiel- und Kuschelzeit mit Elli und Waltraud
– bekocht werden
– Treffen mit B und J
– (vor)lesen
– Schwedischübungen in der Duolingo App

Eindrücke des Tages:

Sonntag, 22. Dezember 2024 – Weihnachtsbesuch

Alltagsschnipsel

Ich habe sehr gut geschlafen. L und ich wachten Viertel vor acht am Morgen auf und waren ausgeschlafen.
Für uns gab es je ein belegtes Brötchen zum Frühstück. Mittags aß ich Kartoffelpuffer und abends bereitete meine Mama zwei Salate und belegte Brothäppchen, genannt Schäfchen, zu.   

Am Vormittag war noch einiges zu erledigen. Ich räumte unser restliches Gepäck zusammen, ging zwischendurch unter die Dusche, reinigte den Kaninchenstall, ließ Elli und Waltraud in ihrer Transportbox Platz nehmen und belud das Mietauto, das bis auf den letzten Millimeter vollgepackt war. 
Im Regen fuhren wir von Markkleeberg nach Erfurt. Wir hatten Glück und bekamen direkt vor dem Wohnhaus einen Parkplatz.
Bei meinen Eltern in der Wohnung angekommen, baute ich den Hasenstall auf. Dann durften die Kaninchen endlich in ihr Quartier für die nächsten Tage einziehen.  


Auf einen Weihnachtsmarktbesuch am Abend hatten wir alle keine Lust, also machten wir es uns an diesem vierten Advent Zuhause gemütlich.

Der Krankenkassenzusatzbeitrag meiner Krankenkasse wird ab Januar von derzeit 1,8 auf 3,1 Prozent erhöht. Da sind die drei Euro Kindergeld, die es ab kommenden Monat mehr geben wird, gut investiert. (Ja, es sind drei und nicht fünf Euro, denn der Unterhaltsvorschuss wurde nur minimal erhöht. Wäre das nicht passiert, hätten wir von der Kindergelderhöhung gar nichts.) 

Was heute schön war: 

– ausschlafen 
– unfall- und staufreie Autofahrt
– bekocht werden
– Italienischübungen in der Duolingo App

Samstag, 21. Dezember 2024 – Abholung des Mietwagens 

Alltagsschnipsel

L ist gestern Abend während des Vorlesens aus unserem gemeinsamen Adventskalenderbuch eingeschlafen. Wir haben beide sehr gut geschlafen. Erstmals wach wurde ich heute Morgen gegen sieben Uhr. Ich konnte zum Glück noch bis kurz vor halb neun weiterschlafen.
Gefrühstückt habe ich Ls restliche Pizzastücke. Mittags bereitete ich uns Kartoffeln mit Spinat zu. Abends holte ich mir eine kleine Portion veganes Sushi. 

Am Vormittag fuhren L und ich mit der S-Bahn zum Leipziger Hauptbahnhof. Dort begaben wir uns auf die Suche nach der Europcar Station und holten das von mir gebuchte Mietauto ab. Überrascht wurde ich mit einem Audi A3. Wir machten uns in diesem direkt auf den Weg zurück nach Hause. Die Lust auf einen Weihnachtsmarktbesuch ist mir seit gestern gehörig vergangen. Das Auto, das wir bis zum 3. Januar nutzen können, fährt sich wirklich großartig.  

Der heutige Tag stand ganz im Zeichen des Packens und der Vorbereitungen für unsere morgige Abreise. Ich ließ in der Waschmaschine etliche Decken und Handtücher, die mitgenommen werden sollen, reinigen und hing sie schließlich in der Wohnung verteilt zum Trocknen auf. 
Der Kaninchenstall wurde bis auf einen kleinen notwendigen Rest gereinigt und leergeräumt. Ellis und Waltrauds Transportboxen stehen schon aufgebaut im Wohnzimmer, damit sich beide an diese gewöhnen können.
Zuletzt belud ich das Mietfahrzeug mit den Geschenken und dem Zubehör für die Kaninchen. Der Rest folgt dann morgen.

Der gestern Abend verübte Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt lässt mich sprachlos zurück. Magdeburg ist von uns aus in etwa achtzig Autominuten erreichbar, quasi um die Ecke. Dass die Anzahl der Toten gestiegen ist, macht mich ganz traurig. Mir tun alle Familien unglaublich leid, die einen geliebten Menschen verloren haben. Besonders betroffen macht mich der Tod des Kleinkindes. Allein der Gedanke, L wäre nicht mehr hier bei mir, verursacht Herzschmerzen.   

Was heute schön war: 

– Abholung des Mietwagens
– Sushi zum Abendessen 
– Französischübungen in der Duolingo App

Freitag, 20. Dezember 2024 – Fahrzeugbestellung

Alltagsschnipsel

Ich habe gut geschlafen und dabei großen Unsinn geträumt. L und ich befanden uns in einem Tierheim und schauten uns weitere Tiere an. Elli und Waltraud gab es aber bereits in unserem Leben. Auf Ls Wunsch hin und weil das offenbar für alle völlig normal war, nahmen wir einen Alligator und einen Tiger bei uns auf. Relativ schnell bemerkte L, dass sie vor den beiden Tieren große Angst hat. Deshalb hielten wir sie vorübergehend in einem sehr kleinen Käfig und überlegten uns eine bessere Alternative. Als ich zwischenzeitlich nachsah, ob es den Tieren gut geht, war einer der beiden aus dem Käfig ausgebüxt und schlief ein paar Meter von diesem entfernt. Zudem waren beide plötzlich so klein wie Schleich-Figuren.
Gefrühstückt habe ich zwei belegte Toastbrotscheiben. Mittags gab es Herzoginkartoffeln und Fischstäbchen und abends bestellten L und ich kurzerhand Pizza.

Meinen letzten Arbeitstag in diesem Jahr verbrachte ich mit der Beantwortung wichtiger E-Mails, Zuarbeiten für das Autohaus und organisatorischen To-dos. Zudem plante ich das nächste Arbeitsjahr und die erste Arbeitswoche.  
Ls letzter Schultag verlief wesentlich besser als von ihr erwartet. Nach einer Aufräumaktion machte es sich die Klasse bei einem Film gemütlich, las in Weihnachtsbüchern und tauschte sich selbst erdachte Geschichten aus. Ich holte L beizeiten ab. 

Unseren Koffer für den bevorstehenden Weihnachtsaufenthalt bei meinen Eltern packte ich am Nachmittag. Obwohl ich die Nutzung der Waschmaschine mit eingeplant habe, werden wir zusätzlich noch eine Reisetasche benötigen. Da wir Elli und Waltraud mitnehmen, kommt weiteres Gepäck hinzu. Die Geschenke darf ich ebenfalls nicht vergessen. Unser Mietwagen wird also ordentlich voll sein.  

Einem Autohaus bestätigte ich vormittags nach vorheriger Rücksprache mit unseren Geschäftsführern die Annahme des unterbreiteten Leasingangebots. Der voll elektrische Nissan Ariya ist sofort verfügbar, sodass ich optimistisch bin, im Laufe des Januar wieder ein Auto zur Verfügung zu haben. Was für ein wunderbares Weihnachtsgeschenk. Ich bin ein Glückspilz.  

Was heute schön war: 

– Bestellung des neuen Firmenwagens
– Weihnachtsfilm auf Netflix
– Badewannenzeit
– Pizza zum Abendessen 
– Filmabend mit L
– Englischübungen in der Duolingo App

Donnerstag, 19. Dezember 2024 – Heftiger Regenschauer 

Alltagsschnipsel

Ich habe sehr gut geschlafen, wurde aber vom klingelnden Wecker mitten aus meinem Traum gerissen. L und ich befanden uns mit Unmengen an Gepäck irgendwo im ländlichen Raum und wollten gerade den Zug verlassen. Wir sind versehentlich eine Haltestelle zu weit gefahren. Ich brauchte etliche Minuten, um richtig wach zu werden. 
Zum Frühstück aß ich mein Knusper-Beerenmüsli mit Pflanzenmilch, mittags gab es belegte Toastbrotscheiben und abends bereitete ich für L und mich Nudeln mit veganer Bolognese zu.

Das letzte Management Weekly für dieses Jahr fand zur Mittagszeit statt. Wir gaben eine recht genaue Einschätzung zum Ausgang des Geschäftsjahres ab und zeigten auf, mit welchen Kundenprojekten und Themen wir ins nächste Jahr starten werden. Das sieht erstmal recht erfreulich aus.
In der Kirche in der Nähe von Ls Schule fand nahezu zur selben Zeit das jährliche Weihnachtssingen statt, dem die Eltern leider nicht bewohnen dürfen. Viel mehr ist am heutigen Schultag nicht passiert.   

Da ihre AG Artistik ausfiel, konnte ich L eine Viertelstunde eher von der Schule abholen. Dadurch trafen wir pünktlich zur letzten Klavierstunde in diesem Jahr ein. Dafür, dass L wieder einmal nicht geübt hatte, spielte sie gut. Am Ende des Unterrichts überreichte sie ihrem Lehrer ein kleines Dankeschön, das wir im Vorfeld gemeinsam für ihn ausgesucht hatten.
Gerade als wir das Gebäude verlassen haben, fing es an, in Strömen zu regnen. Durch den heftigen Wind war unsere Kleidung innerhalb kürzester Zeit klitschnass. Zu Hause mussten wir uns erst einmal trockene Sachen anziehen. Mit Wärmflaschen ließen wir den Abend gemütlich ausklingen. 

Den zweiten Tag infolge ist L auffallend wortkarg und blass. Ich hoffe, dass sie nichts ausbrütet und sich ab morgen Nachmittag ausruhen und von den letzten Schulwochen erholen kann.

Was heute schön war:  

– Weihnachtsfilm auf Netflix
– vorlesen
– Schwedischübungen in der Duolingo App

Mittwoch, 18. Dezember 2024 – Auszeit im Café

Alltagsschnipsel

L und ich haben sehr gut geschlafen. Da in der Schule nur noch angenehme Dinge passieren, bekomme ich L morgens leichter aus dem Bett. 
Zum Frühstück aß ich Knusper-Beerenmüsli mit Apfel und Pflanzenmilch. Mittags und abends bereitete ich mir belegte Brotscheiben zu und zum Vesper gab es einen Vanillemuffin.

Über den Arbeitstag verteilt führte ich zwei längere Calls. Das waren beides sehr angenehme und schöne Gespräche. Ich möchte im nächsten Jahr Kolleg*innen dazu ermuntern, sich gelegentlich eine halbe Stunde Zeit zu nehmen, um miteinander zu sprechen. Das betrifft allen voran die Leute, die überwiegend remote arbeiten. Obwohl unser Geschäftsjahr sehr wahrscheinlich anders ausgehen wird als erhofft, haben wir exzellente Weichen für das kommende Jahr gelegt. Es gibt viel Spannendes zu tun. Wir haben Pläne. Ich bin überzeugt, das wird richtig toll.
Hier wieder ein Beispiel dafür, dass es L an Selbstvertrauen mangelt: Sie teilte mir mit, dass sie im Unterricht Probleme bei der täglichen Matheübung hatte und nicht wusste, wie sie auf das Ergebnis kommen soll. Zu Hause schaute ich mir die Aufgaben an, hinter denen sie ein Fragezeichen gemacht hat. Sie konnte mir ohne meine Hilfe den Rechenweg mündlich erklären und kam schließlich zum richtigen Ergebnis. Ich sehe hier keine Probleme …

Als ich L aus der Schule abholte, äußerte sie ihre Idee: Sie würde gern bei der Bäckerei im Cafébereich eine Heiße Schokolade trinken und ein Stück Gebäck essen. Da wir uns so selten eine Auszeit nehmen, um einfach mal die Seele baumeln zu lassen und das Leben zu genießen, stimmte ich sofort zu. Ich bestellte jeder von uns ein Heißgetränk und holte leckere Teilchen. Dann machten wir es uns im Sitzbereich der Bäckerei gemütlich. Großartige Idee, liebe L!
Zu Hause schaute ich Ls Ranzen durch und bereitete den nächsten Tag vor. Anschließend kümmerte ich mich um die Kaninchen, die bereits sehnsüchtig auf frisches Grünfutter warteten.
Den restlichen Abend versackte ich mit einer Wärmflasche, Tee und dem zweiten Glas LaVita-Saft auf der Couch. Ich konnte sowohl mit Elli als auch mit Waltraud knuddeln.    

Was heute schön war:  

– Auszeit im Café
– Italienischübungen in der Duolingo App
– (vor)lesen

Dienstag, 17. Dezember 2024 – Leipziger Weihnachtsmarkt

Alltagsschnipsel

Ich konnte wieder sehr gut schlafen, träumte allerdings komisches Zeug. Ich sollte für ein anderes Land, in dem ich mich gerade aufhielt, ein paar Verbesserungsvorschläge zusammentragen. Ich erinnere mich daran, dass ein Vorschlag die Änderung des Betreuungsschlüssels war, als ich eine Erzieherin sah, die sich alleine um zweihundertfünfzig Kinder kümmerte. 
Meine Krankheitssymptome sind nun vollends verschwunden. Am Morgen begann ich mit der zweiten und letzten Palette des Antibiotikums.
Gefrühstückt habe ich mein Knusper-Beerenmüsli mit Apfelstückchen und Pflanzenmilch. Mittags aß ich die restlichen bunten Nudeln mit Veggie-Bolognese und abends holten wir uns leckeres Essen auf dem Leipziger Weihnachtsmarkt.

Den Arbeitstag verbrachte ich erneut im Homeoffice. Ich sichtete meine E-Mails, sortierte wichtige Unterlagen, scannte Dokumente und schickte wegen des Verkaufs meines Dienstwagens ein Päckchen auf Reisen.
L gab ihre selbst erdachte Geschichte, in der ihre Erzieherin die Hauptrolle spielt, für den gemeinsamen Adventskalender ab. An dieser saß sie gestern Abend noch eine Weile, um sie ordentlich abzuschreiben und das Blatt anschießend mit Weihnachtsstickern zu versehen. Weil sie im Unterricht zu viel schwatzte, erhielt sie einen Eintrag in den Schulplaner. 

Mit meinem alljährlichen Weihnachtsprojekt bin ich nun fertig. Jetzt kann die Weihnachtszeit kommen.
Spontan besuchten wir am Abend mit Ls Schulfreundin YW und ihrer Mama den Weihnachtsmarkt in Leipzig. Zusammen machte es viel mehr Spaß. Wir fuhren Riesenrad, holten uns leckeres Essen im finnischen Dorf, ließen die Kinder Karussell fahren und hatten bis auf eine kleine Ausnahme eine sehr schöne Zeit.


Im Trubel und Gedränge des Weihnachtsmarktes waren L und ihre Freundin YW plötzlich verschwunden. Zum Glück hatte ich mit beiden Mädels vereinbart, dass wir uns am Riesenrad treffen, sollten wir uns aus den Augen verlieren. Mit L mache ich das immer. Bisher ist nie etwas passiert. Nun waren die Kinder allerdings verschwunden. Ich blieb an Ort und Stelle. Leipzig-W begab sich auf die Suche und rief mich wenige Minuten später verzweifelt an, weil sie die beiden noch nicht gefunden hat. Ich erinnerte sie an das Riesenrad. Kurz darauf kam die Entwarnung: L und YW sind alleine dorthin gelaufen, obwohl wir schon ein ganzes Stück von diesem entfernt waren, und haben auf uns gewartet. Zufällig stand genau vor dem Riesenrad die Familie einer Klassenkameradin der beiden und kümmerte sich bis zu unserem Eintreffen um die Kinder.
Ich denke, es ist gut, dass L solch eine Situation nun einmal erlebt hat. In Panik verfallen sind die beiden Mädchen nicht. Sie haben sich an unseren zuvor vereinbarten Treffpunkt erinnert und dort auf uns gewartet. Dafür bekamen sie von mir ein großes Lob. Erleichtert bin ich natürlich trotzdem, dass nichts passiert ist.    

Was heute schön war: 

– Sonnenschein 
– Telefonat mit Dresden-J
– Weihnachtsvorbereitungen 
– Thai-Massage
– Weihnachtsmarkt
– (vor)lesen
– Französischübungen in der Duolingo App

Montag, 16. Dezember 2024 – Bakterielle Infektion 

Alltagsschnipsel

Ich habe gut geschlafen und erwachte kurz vor dem Weckerklingeln aus einem Traum. Meine Mandel oder der Lymphknoten rechtsseitig ist nach wie vor geschwollen. Zudem habe ich immer noch leichte Schluckbeschwerden. Auch wenn es mir deutlich besser geht, ist der Infekt noch nicht überstanden. Heute war mir nach Einnahme der Tablette jedes Mal etwas schwindelig und übel. 
Mittags rief meine Hausärztin an und teilte mir das Ergebnis des Rachenabstrichs mit: Ich habe oder hatte eine leichte bakterielle Infektion und sie empfiehlt mir nun die Einnahme des Antibiotikums. Ich teilte ihr mit, dass ich dieses bereits seit Freitagabend einnehme. Vermutlich bin oder war ich wirklich an einer Art Seitenstrangangina erkrankt, auch wenn etliche Symptome nicht aufgetreten sind.  
Gefrühstückt habe ich ein Knusper-Beerenmüsli mit Pflanzenmilch und Apfel. Mittags aß ich den restlichen Reis mit Senfsoße und die allerletzte Toastbrotscheibe mit der vorletzten Scheibe Salami (vegan). Abends bereitete ich für L und mich bunte Nudeln mit einer vegetarischen Bolognese zu. 

Den Arbeitstag verbrachte ich im Homeoffice. Ich werde den Rest der Woche allerdings auf Sparflamme arbeiten. Hier und da gibt es noch kleinere To-dos für mich, die ich ungern mit ins neue Jahr nehmen möchte. Kurzzeitig hatte ich überlegt, mir eine Krankschreibung zu holen, aber dafür fühle ich mich einfach nicht krank genug.
L trug heute der Klasse das von ihr ausgewählte Gedicht „Wenn es Winter wird“ von Christian Morgenstern vor und bekam die Note Eins. Auf ein Bild im Kunstunterricht erhielt sie die Note 2+.

Nachmittags ging ich mit L zum Nachschneiden des Ponys. Da ihre Haare total zerzaust waren und sehr ungepflegt aussahen, obwohl wir sie gestern Abend gewaschen hatten, überredete ich die Friseurin, Ls Haare zu waschen, neben dem Pony auch die Spitzen zu schneiden und zu föhnen. Nun ist auch L schick für das bevorstehende Weihnachtsfest. 

Heute ist Halbzeit hinsichtlich der Einnahme des Antibiotikums. Ich mag keine großen Tabletten und bin dankbar, dass im Beipackzettel steht, dass ein Teilen der Tablette zum besseren Schlucken erlaubt ist. Ich gehöre zu den Menschen, die es oft schaffen, dass selbst minikleinste Tabletten im Hals stecken bleiben. Das ist sehr unangenehm. 

Was heute schön war: 

– Weihnachtsvorbereitungen 
– (vor)lesen
– Englischübungen in der Duolingo App