Mein Freitagsfüller # 2

Alltagsschnipsel, Dies & Das, Persönliches

Diese Woche verging wie im Fluge. Ich konnte nur dabei zusehen, wie sich mein Gesundheitszustand trotz aller Gegenmaßnahmen von Tag zu Tag weiter verschlechterte. Nun ist wieder Freitag und damit Zeit für Barbaras Freitagsfüller. Ein kleiner Lichtblick.

1.  
Meine Nachbarn habe ich in den zweieinhalb Jahren, die L und ich mittlerweile in Markkleeberg wohnen, kaum zu Gesicht bekommen. L und ich leben in der größten der insgesamt fünf Wohneinheiten und sind die einzigen, die zu zweit sind. Alle anderen leben alleine. Auch wenn ich so gut wie nie jemanden sehe, funktioniert die gegenseitige Paketannahme hervorragend. Und vollständig kontaktlos.

2.  
Obwohl ich mittlerweile seit viereinhalb Jahren verwitwet bin, trage ich immer noch meinen Ehering an meiner rechten Hand. Er ist zu einer Art Glücksbringer geworden, der mich beschützen und mir Kraft geben soll.

3. 
Wenn die beste Freundin meine Hilfe braucht, bin ich für sie da. Jederzeit. Tag und Nacht.

4.  
Ich bin zugegebenermaßen etwas nervös, was das neue Fahrzeug betrifft. Ein rein elektrisches Auto bin ich bisher nur übergangsweise und noch nicht dauerhaft gefahren. Mir fehlt diesbezüglich komplett die Routine im Alltag. Zudem hoffe ich sehr, dass in den nächsten vier Jahren alles so funktioniert wie es soll. Für mich heißt es erst einmal: Durchatmen, abwarten, ausprobieren und sehen was passiert. Es wird sich alles finden.

5.  
Eigentlich habe ich unzählige Pläne für dieses Jahr, in die ich alle am liebsten sofort mit vollem Einsatz gestartet wäre. Da passt mir eine Grippe so gar nicht ins Konzept.

6. 
Eine Person, auf die man sich bedingungslos verlassen kann, ist schwer zu finden. Ich bezweifle mittlerweile sogar, dass es solche Menschen überhaupt gibt.

7. 
Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf mein Bett und viel, viel Schlaf, morgen habe ich geplant, mich weiter auszukurieren, und Sonntag möchte ich unbedingt das Bett wieder verlassen können! Haare waschen wäre auch sehr schön.

Donnerstag, 16. Januar 2025 – Die zehn Gebote

Alltagsschnipsel

Diesmal schlief ich bis morgens um fünf durch und schaute nur in der letzten Stunde bis zum Aufstehen zwei- oder dreimal auf den Wecker. Ich wachte mit stärkeren Hals- sowie Kopf- und Gliederschmerzen auf. L kam für ihre Verhältnisse gut aus dem Bett. Auch heute ging sie wieder komplett alleine in die Schule. So war ich nicht gezwungen, morgens die Wohnung zu verlassen. 
Zum Frühstück aß ich ein Knusper-Beerenmüsli mit Weintrauben, dazu gab es Pflanzenmilch. Mittags, zum Vesper und abends aß ich jeweils belegte Brotscheiben.

Ich begann erneut zeitig mit der Arbeit. Es ist ein schönes Gefühl, schon allerhand Aufgaben erledigt zu haben, bevor ein Großteil der Mitarbeiter in den eigenen Arbeitstag startet. Nachmittags investierte ich nochmals zwei Stunden in die Finanztabelle. Diese musste nämlich korrigiert und angepasst werden. 
L schrieb den Ethiktest zum Thema „Die zehn Gebote“. Obwohl wir uns die Arbeitsblätter über mehrere Abende hinweg angesehen und durchgesprochen haben, fühlte sie sich nicht gut vorbereitet. Sie teilte mir abends mit, dass sie anfangs leise vor sich hingeweint hat, als sie die Aufgaben sah. Sehr wahrscheinlich hat sie den Test verhauen, da sie bei manchen Bildern nicht wusste, welches Gebot abgebildet ist. Sollte ihr Test wirklich mit Note vier oder schlechter bewertet sein, hat L an ihrer Grundschule die Möglichkeit, diesen zu wiederholen. Tatsächlich kann also überhaupt nichts schlimmes passieren.

Da einige wichtige Lebensmittel bereits zur Neige gegangen sind, kaufte ich diese vor Ls Klavierstunde nach. In letzter Zeit boten sich mir keine Gelegenheiten, einkaufen zu gehen. 
Heute kamen wir mit nur fünf Minuten Verspätung beim Klavierunterricht an. Erwartet wurden wir von einer Vertretungslehrerin, die sehr nett war. L mag ihren Klavierlehrer trotzdem lieber.
Abends gingen L und ich wieder zeitig schlafen, da ich bereits kurz nach zwanzig Uhr kaum noch die Augen offenhalten konnte.

Mein Highlight des Tages war der Kauf eines Rachensprays. Schon nach der ersten Anwendung von drei Sprühstößen waren meine extremen Halsschmerzen nahezu komplett verschwunden. Zumindest kurzzeitig. 

Was heute schön war:   

– Ls Selbstständigkeit
– Medikamentenkauf in der Apotheke
– Schwedischübungen
– Serienabend        

Mittwoch, 15. Januar 2025 – Ls Selbstständigkeit

Alltagsschnipsel

Ich habe sehr gut geschlafen und dabei viel geträumt. Ich fühlte mich morgens nach dem Aufstehen schon etwas besser als gestern. L hingegen wollte so gar nicht aus dem Bett kommen.
Zum Frühstück aß ich mein mit Pflanzenmilch versehenes Knusper-Beerenmüsli mit Weintrauben. Mittags bereitete ich mir der Einfachheit halber nochmal Pommes und vegane Nuggets zu und abends gab es auf Ls Wunsch hin Nudeln mit Tomatensoße. Ich hatte allerdings keinen großen Appetit. 

Ich bin heute sehr zeitig in meinen Arbeitstag gestartet. L wollte nämlich ganz alleine zur Schule gehen, sprich von unserer Haustür bis zur Schuleingangstür. So konnte ich eine wichtige Finanztabelle für meinen Kollegen noch vor dessen Start in den Arbeitstag fertigstellen. Erleichtert war ich wieder, als ich anhand des Check-ins im Hortportal sah, dass L gut in der Schule angekommen ist. Ich konnte einige E-Mails beantworten und die darin übermittelten Informationen in meine Arbeit einfließen lassen. Vormittags sprachen wir über das weitere Vorgehen unseres Social Media Auftritts und bereiteten das morgen stattfindende Management Weekly vor. Nachmittags tauschten wir uns über den Stand in einem Projekt aus und suchten gemeinsam nach einem Workshoptermin, da es Änderungen und Anpassungen gibt.
Abends fragte mich L die heute im Englischunterricht neu gelernten Vokabeln ab. Da hat sie gut aufgepasst. Bammel hat sie weiterhin vor der Klassenarbeit in Mathe in der kommenden Woche. Vor allem im Bereich Geometrie. Ich habe ihr versprochen, dass wir uns alle Themen am Wochenende in Ruhe anschauen werden.

Da ich gesundheitlich angeschlagen bin und wenig Lust auf volle Trams und S-Bahnen hatte, sagte ich Ls Ergotherapiestunde ab. Zumindest in diesem Bereich ist erkennbar, wie sehr wir bisher von einem Auto verwöhnt waren. In den letzten zwei Monaten war L kaum bei der Ergotherapie, weil es zeitlich und logistisch einfach sehr stressig ist.
Gegen Abend schmerzten meine Beine wieder stärker. Kurz vor dem Schlafengehen spürte ich zudem die Entzündung im Rachenbereich.

Erstmals ging und fuhr L auch ganz alleine von der Schule nach Hause. Dabei war sie so schnell, dass sie die erstmögliche S-Bahn erwischte und kurz vor sechzehn Uhr bei mir ankam. Ich bin sehr stolz auf sie. 

Was heute schön war:       

– Ls Selbstständigkeit
– Italienischübungen
– Serienabend  

Dienstag, 14. Januar 2025 – Jahresgespräch

Alltagsschnipsel

Bis halb drei am Morgen habe ich durchgeschlafen. Danach wachte ich bis zum Weckerklingeln mehrmals auf. Dabei träumte ich sehr viel. L war morgens etwas unleidlich, da ihr Impfarm stark schmerzte.
Gefrühstückt habe ich Brot und Gemüse im ICE auf dem Weg nach Erfurt. Mittags holte ich mir Sushi Wraps und abends gab es der Schnelligkeit halber ein paar Pommes und (vegane) Chicken Nuggets.   

Im Büro widmete ich mich den Aufgaben, die ausschließlich dort möglich sind. Zudem fand nun endlich das letzte Mitarbeitergespräch, das krankheitsbedingt immer wieder verschoben werden musste, statt. Elf Uhr war ich schließlich selbst mit meinem Jahresgespräch an der Reihe. Mein Fokus wird in diesem Jahr neben den ohnehin schon zahlreichen Themen, die in meiner Obhut sind, auf dem Marketing liegen. In diesem Bereich gibt es sehr viel zu tun. Hier kann ich mich austoben. Auf dem Heimweg schmerzten meine Beine und auch die Kopfschmerzen, die ich seit dem Aufstehen hatte, waren noch immer da.
Gemeinsam mit mir fuhr L morgens mit der S-Bahn. Sie stieg allerdings an ihrer Haltestelle alleine aus und lief zur Schule. Von unterwegs aus rief sie mich an, um mir etwas Lustiges mitzuteilen. Sie wäre fast in den Bus gelaufen, weil sie auf ihre Smart Watch geschaut und mir Nachrichten geschickt hatte. Ich war gleichermaßen besorgt, erleichtert und verwirrt, denn unter etwas Lustigem verstehe ich etwas anderes. Abends gab es schließlich die Aufklärung: L hatte nicht Bus, sondern Busch gesagt. Nun war ich erst recht erleichtert, teilte ihr aber erneut mit, dass sie sich lieber auf den Weg und nicht auf ihre Smart Watch konzentrieren soll. 
Die Klassenlehrerin war heute krank. Die Kinder hatten somit vier Stunden lang Vertretung. Am Sportunterricht nahm L wegen ihres schmerzenden Arms nicht teil.

Obwohl ich nachmittags ziemlich erschöpft und fertig war, nahmen wir Ls Schulfreundinnen CE und EB mit nach Hause. Die Mädels waren lieb, benahmen sich auf dem Heimweg und in der S-Bahn und beschäftigten sich bis zum Abend miteinander in Ls Zimmer. Ich erledigte noch einige Arbeits-To-dos und Kleinigkeiten im Haushalt, unter anderem die Abendessensversorgung der Kinder, säuberte den Kaninchenstall und war wieder zeitig mit Wärmflaschen im Bett verschwunden. Eine Aspirin Complex nahm ich auch ein, die mir nach einer Weile die Kopf- und Gliederschmerzen nahm.  

Was heute schön war:          

– pünktliche S-Bahnen und Züge
– Ls Selbstständigkeit
– Plan für mein Arbeitsjahr
– Playdates für L
– Französischübungen
– Serienabend

Montag, 13. Januar 2025 – Erschöpfung am Abend

Alltagsschnipsel

Bis vier Uhr morgens habe ich gut geschlafen. Danach wachte ich immer mal wieder auf und schaute kurz auf den Wecker. Dennoch gab es bis zum Aufstehen den ein oder anderen Traum. Ls Motivation am Morgen hielt sich sehr in Grenzen.
Gefrühstückt habe ich mein Knusper-Beerenmüsli mit Bananenstücken, dazu gab es Pflanzenmilch. Mittags aß ich den restlichen Couscous mit Salat auf und abends bereitete ich für L und mich eine Brotzeit zu.
In den Tagesablauf integrierte ich fünf verschiedene Sportübungen. Ich freue mich, wenn es mir wieder möglich ist, ins Fitnessstudio zu gehen.

Ich startete zeitiger als sonst in meinen Arbeitstag, denn L wollte alleine mit der S-Bahn fahren und anschließend in die Schule laufen. Diese gewonnene Zeit nutzte ich zum Reinigen meines Schreibtisches. Nun ist dieser wieder ordentlich und sauber. Als ich damit fertig war, sah ich, dass mein Kind gut in der Schule angekommen ist. Darüber war ich sehr erleichtert und mein Kopfkino beendet. Bis in den Nachmittag hinein konnte ich etliche Punkte auf meiner heutigen To-do-Liste abarbeiten.
Für Ls Selbstvertrauen und ihre Selbstständigkeit ist es super, dass sie sich nun traut, ganz alleine in die Schule zu gehen. Ich bin dennoch sehr froh, dass sie immer eine Smart Watch dabei hat und mich erreichen kann. Ihr Schultag war gut. Sie lernten im Musikunterricht ein neues Lied und eine Art Choreographie dazu. 

Am späten Nachmittag saßen wir in der Kinderarztpraxis. L bekam eine Impfung gegen Meningokokken. Am liebsten hätte sie ihre Freundin CE mitgenommen, allerdings war eine so spontane Abholung heute nicht möglich. Dummerweise habe ich beim Gehen vergessen, ein Rezept für L mitzunehmen. Da allerdings auch der aktuelle Bericht der Ergotherapie noch nicht vorlag und mir hier auch kein neues Rezept ausgestellt werden konnte, ist das nicht ganz so schlimm. Ich gehe Ende dieser oder Anfang nächster Woche einfach nochmal hin.
Gegen Abend fühlten sich meine Beine unendlich schlapp und ich mich völlig erschöpft an. Der Husten, der mich seit dem Wochenende begleitet, ist auch noch da. Ich schaffte es, nur noch die allerwichtigsten To-dos im Haushalt zu erledigen und verkrümelte mich zeitig mit einer Wärmflasche ins Bett.

Was heute schön war:

– Ls Selbstständigkeit           
– sauberer Schreibtisch
– Sportübungen
– kurzzeitiger Sonnenschein 
– Englischübungen
– Serienabend 

Mein Montagsstarter # 2

Dies & Das, Persönliches

Auch heute nehme ich an Antetannis Blogaktion teil, bei der ich zum Start in die neue Woche sieben vorgegebene Textfragmente ergänzt habe.

Und hier kommen sie auch schon:

❶ 
Sushi schmeckt mir niemals ohne Sauce. Im Gegenteil: Mein Sushi wird regelrecht in Sojasauce ertränkt.

❷ 
Egal, wann: Sushi kann ich immer essen. Und habe ich auch schon getan: Morgens, mittags, nachmittags und abends. Sushi geht wirklich immer und überall. 

❸ 
Müsli liebe ich besonders, wenn es knusprig ist. Aktuell esse ich morgens ein Knsuper-Beerenmüsli. 

❹ 
Heute ist mir nach einer Schreibtischreinigung, nachdem ich diese mittlerweile sehr wichtig gewordene Aufgabe eine Woche lang vor mir hergeschoben habe.

❺ 
Für manche Zutaten fehlt mir die Phantasie, sie zum Kochen oder Backen einzusetzen. Oder die Lust, es auszuprobieren. Ich mag es einfach und übersichtlich.

❻ 
Ich nehme mir gerne Zeit, meine Lebensmittel im Supermarkt auszusuchen, und bestelle diese daher nicht online.

❼ 
Diese Woche habe ich mein Jahresmitarbeitergespräch im Kalender stehen und ich freue mich auf eine halbstündige Thai Massage. Ich bin wieder sehr verspannt.

12 von 12 im Januar

Alltagsschnipsel

Es ist Sonntag. Es ist der 12. Januar. Zeit für mein erstes 12 von 12 im Jahr 2025. Im Verlauf des Tages habe ich wieder einige Bilder gemacht, von denen ich nun zwölf hier im Blog präsentiere. Mehr Einblicke in andere Alltage sind im Blog Draußen nur Kännchen zu finden.



Guten Morgen Markkleeberg, guten Morgen Schlafzimmer! Aufgewacht bin ich heute Morgen halb acht und damit etwa eine Dreiviertelstunde später als gestern. Ich habe wieder einiges geträumt und fühlte mich ausgeschlafen. L wurde erst anderthalb Stunden später wach.
Obwohl ich es mir für dieses Wochenende fest vorgenommen habe, schaffte ich es nicht, unsere Wohnung abzuschmücken. Links im Bild ist unser Weihnachtsbaum erkennbar, der wegen Elli und Waltraud erstmals im Schlafzimmer aufgestellt wurde.



Apropos Elli und Waltraud. Die beiden Kaninchen begrüßten uns gleich beim Betreten des Wohnzimmers und folgten mir anschließend auf Schritt und Tritt. Erst als sie frisches Futter in den Fressnapf bekamen, hörten sie damit auf und stürzten sich stattdessen überglücklich auf ihr Frühstück.



Mein heutiges Frühstück bestand aus Knusper-Beerenmüsli mit Weintrauben, dazu Pflanzenmilch. Getrunken habe ich ein Glas LaVita-Saft und eine Tasse Schokocappuccino.
Nach dem Essen nahm ich mir ein paar Minuten Zeit für meinen Terminkalender „Ein guter Plan“ und unser Stadtjournal, welches alle zwei Wochen erscheint.



Einen Großteil des Vormittags war ich mit dem Aufbau einer weiteren Etage für Ls Playmobil Puppenhaus beschäftigt. Die Etage bekam sie zu Weihnachten geschenkt. Ich zog mir dabei eine kleine Verletzung am Zeigefinger zu und wurde von L mit einem schönen Pflaster verarztet.



Mittags aßen wir Couscous mit einem Salat, bestehend aus Gurke, Tomaten und Kichererbsen.
Zuvor telefonierte ich ein paar Minuten lang mit meinen Eltern.



Nach einem einstündigen Mittagsschlaf, der mir sehr guttat, bauten L und ich endlich das uns kurz nach Nikolaus geschenkte Lebkuchen-Hexenhaus auf. Das machte sehr viel Spaß. Wer sagt denn, dass Lebkuchen nur in der Weihnachtszeit schmecken?!



Am späten Nachmittag packte ich Ls frisch gewaschenes Sportzeug in ihren Sportrucksack und bereitete ihr Frühstück für den morgigen Schultag und unser heutiges Abendessen vor. L fiel ein, dass sie noch zwei Matheaufgaben rechnen muss. Ich säuberte währenddessen das Kaninchengehege und gab den beiden Feinschmeckern frisches Futter.

Den Abend werde ich nun lesend und meine Schwedischübungen absolvierend gemütlich auf der Couch neben Elli ausklingen lassen.

High Five der Woche 2/2025

Alltagsschnipsel, Dies & Das, Persönliches

Das High Five der Woche, eine tolle Aktion in Sabines Blog Mausloch, an der jede*r teilnehmen kann, bietet die Möglichkeit, die vergangene Woche Revue passieren zu lassen und die fünf besten Highlights herauszufiltern. 

Nach unserer zweiwöchigen Weihnachtspause sind L und ich in unsere erste Arbeits- beziehungsweise Schulwoche gestartet. Viel ist in diesen Tagen passiert. Hier kommen meine fünf besten Momente der Woche:  

Gewicht
Auch wenn meine Sportroutine noch nicht zurückgekehrt ist, liegt mir sehr viel an einem gesunden und gestärkten Körper. Mit einem etwas mulmigen Gefühl stieg ich Anfang der Woche auf die Waage … und wurde positiv überrascht: Ich wiege aktuell ungefähr ein Kilogramm weniger als vor Antritt unseres langen, von kulinarischen Köstlichkeiten bestimmten Weihnachtsbesuches. Gern möchte ich weitere ein bis zwei Kilogramm an Gewicht verlieren und durch regelmäßige Übungen Muskeln aufbauen.   

Ordnung und Sauberkeit
Ich bin mit einem hohen Toleranzbereich des „Das-guckt-sich-weg“-Gens gesegnet. Das bedeutet, dass meine Grenze sehr hoch ist, wenn ich irgendwo Unordnung oder Dreck erblicke. Natürlich ist irgendwann der Punkt erreicht, an dem diese Grenze überschritten wird und ich zu Putzlappen und Reinigungsmitteln greife. So geschehen am Anfang dieser Woche, als ich unser Badezimmer entekelte. 

LRS-Zwischenstand
Positiv war ebenfalls das Gespräch mit Ls Klassenlehrerin hinsichtlich der Lese-Rechtschreibschwäche. Ihr ist aufgefallen, dass L einen großen Entwicklungssprung gemacht hat und sie mittlerweile (genauso wie ich) all ihre Texte lesen kann, auch wenn diese natürlich noch nicht rechtschreibfehlerfrei sind. Das sind sie im Übrigen noch bei keinem einzigen Kind aus der Klasse. Auch Ls Schriftbild hat sich deutlich verbessert. Die Lehrerin ist mit den gezeigten Leistungen zufrieden. L wird ein gutes Halbjahreszeugnis bekommen.

Urlaubsplanungen
Bis zum Jahresende sind alle verfügbaren Urlaubstage verplant. Mit einem schulpflichtigen Kind ist das sehr leicht, da ich mich ohnehin nur an den Schulferien orientieren kann. Vor L und mir liegen sehr schöne Auszeiten, auf die ich mich bereits jetzt schon freue.  

Selbstständigkeit
Als L ihren Wunsch, alleine zur Schule zu gehen, äußerte und vorgestern erstmals realisierte, klappte vor meinem geistigen Auge eine lange Liste an neuen Möglichkeiten auf. In Zukunft könnte ich einiges an Zeit sparen, müsste mich an meinen Bürotagen nicht mehr so abhetzen und könnte vielleicht sogar wieder an der ein oder anderen nachmittäglichen Veranstaltung teilnehmen. Ist das aufregend. Ich bin gespannt, wie sich das in diesem Jahr entwickelt.  

Samstag, 11. Januar 2025 – Neue Gesellschaftsspiele

Alltagsschnipsel

Richtig gut und tief habe ich nicht geschlafen. Ich bin es nicht gewöhnt, alleine im Bett zu sein. Irgendwann in den frühen Morgenstunden wurde mir auch ein wenig kalt. So befand ich mich gefühlt einen Großteil der Nacht in einer Art Halbschlaf. Zudem träumte ich von meinem in Kürze anstehenden Jahresgespräch. Der Austausch fand in einem mir unbekannten Raum des Mutterkonzerns statt, an dessen einer Wand ein großes Bild aufgemalt war. Dieses erinnerte mich sehr an das Gemälde „Das Abendmahl“. Zu sehen war allerdings lediglich eine lange, ungedeckte Tafel, jedoch kein einziger Gast. Wir starteten verspätet in mein Gespräch, für das uns obendrein wegen eines Anschlusstermins nur noch zwanzig Minuten Zeit blieb. Ich redete noch keine drei Sätze, als ich kurz nach halb sieben aus meinem Traum erwachte. Leider konnte ich nicht wieder einschlafen. L und CE sah ich erstmals kurz vor halb neun. 
Zum Frühstück bereitete ich für uns alle Waffeln zu. Mittags aß ich etwas Zitronenkuchen und ein halbes, mit Käse belegtes Brötchen. Abends gab es einige Pizzastücke vom Vortag.

Vormittags kümmerte ich mich ein wenig um den Haushalt. Ich säuberte die Böden und hing frisch gewaschene Wäsche zum Trocknen auf. Den Kindern fiel es schwer, sich auf eine Beschäftigung zu einigen.
Nach einer ausgiebigen Dusche machte ich mich mit den Mädels auf den Weg zu CE nach Hause. Wir fuhren mit der S-Bahn und gingen den Rest zu Fuß. Die Kinder waren die folgenden sechs Stunden unter anderem mit dem Bau einer Höhle beschäftigt, kicherten mit dem Lama, das ihnen alles nachplapperte, oder robbten auf allen Vieren durch das Haus. Zwischendrin gab es jedoch immer wieder kleinere Unstimmigkeiten. Ich unterhielt mich mit Leipzig-J, begutachtete einen umgestalteten Spielplatz im Wald und lernte die beiden Spiele „Rhino Hero“ und „Zug um Zug“ kennen. Vor allem letzteres gefällt mir sehr gut. 

Die Übernachtung hat wieder einwandfrei geklappt. CE hatte kein Heimweh. Beiden Mädels wünschte ich gestern Abend gegen halb zehn eine gute Nacht und sah sie erst morgens wieder. Streit gab es gestern keinen und heute im erträglichen Rahmen. Zudem freue ich mich, dass L in ihrem eigenen Bett eingeschlafen ist.    

Was heute schön war:    

– länger schlafen
– Waffelfrühstück
– Spielenachmittag
– Schwedischübungen
– (vor)lesen

Eindrücke des Tages:

Freitag, 10. Januar 2025 – Ls Übernachtungsgast 

Alltagsschnipsel

L und ich lagen gestern Abend sehr zeitig im Bett. Dadurch bekamen wir beide in dieser Nacht genug Schlaf. Ich habe gut und störungsfrei geschlafen, fühlte mich heute Morgen beim Aufwachen nahezu ausgeschlafen und war motiviert für den bevorstehenden Tag. Auch L kam wesentlich leichter aus den Federn.
Gefrühstückt habe ich ein Blaubeer-Porridge, verfeinert mit Weintrauben und Bananenstücken. Nun sind alle von L verschmähten Porridgesorten aufgebraucht. Mittags aß ich die restlichen Nudeln mit dem selbstgemachten Curry und abends gab es selbstbelegte Champignon-Pizza.

Mein heutiger Arbeitstag war terminfrei. So konnte ich konzentriert und ohne Unterbrechungen arbeiten. Ich habe viel herumgerechnet, geplant, zusammengesucht und Mitteilungen an verschiedene Stellen gesandt. 
L startete in den ersten FREIday im neuen Jahr und arbeitete in der Gruppe an ihrem Projekt weiter. 

Ls Schulfreundin CE holten wir am Nachmittag mit vom Hort ab. Sie ist unser Übernachtungsgast und schlief erst- und letztmalig im Sommer vergangenen Jahres bei uns. Damals klappte das sehr gut. 
Zuerst deckten wir uns im Rewe mit den Zutaten für unsere Pizza am Abend und massenweisen Snacks für den kleinen Hunger danach ein. Wir kauften so viel ein, als würde CE eine Woche und nicht bloß eine Nacht bei uns bleiben. Um den Heimweg mit Tram und S-Bahn zu überstehen, bekamen die beiden Mädels auch eine Wegzehrung. 
Zu Hause angekommen, verschwanden die beiden direkt in Ls Zimmer. Bis zum Schlafengehen wurde sich eine schöne Tanzchoreographie ausgedacht und mir vorgeführt, gelacht, gespielt und ein Film auf dem iPad geschaut. Und ich hatte sehr viel freie Zeit und meine Ruhe.

Auf ihren Wunsch hin lief L am Morgen den etwa achthundert Meter langen Weg von der S-Bahn-Haltestelle bis in die Schule alleine. Ein wenig mulmig war mir zwar zumute, denn immerhin muss sie zwei größere Kreuzungen ohne Ampel überqueren, aber sie wollte es unbedingt probieren und ich nicht diejenige sein, die es ihr ausredet. Offenbar fühlt sie sich mit ihrer neuen Smart Watch viel mutiger. Das ist schön. Ich war trotzdem etwa elf Minuten nach unserer Verabschiedung sehr erleichtert, als sie wohlbehalten in der Schule ankam. (Sehen konnte ich das unter Anwesenheit im Hortportal und mithilfe des Smart Watch Trackings.)

Was heute schön war:  

– Ls Selbstständigkeit
– Playdate und Übernachtungsgast für L
– Zeit für mich
– Schwedischübungen
– Serienabend

Eindrücke des Tages: