Freitag, 7. Februar 2025 – Willkommen auf der Welt, kleine O!

Alltagsschnipsel

Ich habe viel besser geschlafen als in der Nacht zuvor, wurde aber wieder vom Weckerklingeln aus meinem Traum geholt. Beim Aufstehen spürte ich einen angenehmen Muskelkater am gesamten Körper. Morgens habe ich ein wenig gebummelt. Da L aber gut aus dem Bett kam und bei unserer Badrunde sehr gut mitzog, konnten wir uns pünktlich auf den Weg in die Schule machen.
Gefrühstückt habe ich mein Knusper-Beerenmüsli mit Weintrauben, mittags gab es eine Brotzeit und Obst und abends bereitete ich für alle Anwendenden Pommes und Nuggets zu.

Den Arbeitstag verbrachte ich mit dem Umändern aller Arbeitsverträge für die Mitarbeitenden, unterbrach diese Aufgabe zwischenzeitlich, um ein mehrseitiges Dokument meines Kollegen auf Rechtschreib- und Tippfehler sowie Verständlichkeit hin zu prüfen.
Für L fand heute ein letztes Mal in diesem Schulhalbjahr der Freiday statt. In der fünften Stunde durften die Kinder ihre möglichen Sorgen und Ängste an die Kunstlehrerin mitteilen. Diese wird nach den Ferien die Klasse für einen Monat übernehmen.

Das letzte Mal telefonierten Dresden-J und ich Mitte Dezember. Es war heute somit höchste Zeit für ein Update aus unseren Leben. In der zweiten Jahreshälfte würde ich sie gerne wieder besuchen.
Nachmittags holte ich auch CE mit von der Schule ab. Mit sehr großem Eifer übten die Kinder auf der Couch ihre Kür im Bereich Bodenturnen, waren ansonsten aber in Ls Kinderzimmer verschwunden.
Ich nutzte die Zeit, um die Einzelteile von Ls Bett aus den Kartons zu holen. Diese können nun auslüften.

Viertel nach neun am Vormittag erhielten meine Eltern und ich endlich die lang ersehnte schöne Nachricht, dass das Baby geboren wurde. O kam mit 53 Zentimetern und 3,3 Kilogramm auf die Welt. Nun sind mein Bruder und meine Schwägerin J erstmals Eltern, L ein zweites Mal Cousine und ich ein zweites Mal Tante geworden. Am Nachmittag telefonierte ich mit den Dreien, die für einige Tage ein Familienzimmer im Krankenhaus in München bezogen haben und die Kennenlern- und Kuschelzeit gemeinsam genießen werden.  

Was heute schön war:

– Familienzuwachs
– kurzzeitiger Sonnenschein 
– Telefonate 
– Playdate für L
– Serienabend
– Französischübungen    

Mein Freitagsfüller # 4

Alltagsschnipsel, Dies & Das, Persönliches

Heute ist ein ganz besonderer Tag für mich. Zumindest seit Viertel nach neun. Diese positive Energie lasse ich direkt in Barbaras wöchentliche Blogaktion fließen.

1.  
Ich glaube nicht mehr daran, dass die Menschheit eines Tages in Frieden und ohne Kriege zusammenleben wird.

2.  
Dass ich soeben ein zweites Mal Tante wurde, ist perfekt. Unsere Familie ist nun um ein weiteres kleines Menschlein reicher. Ich freue mich sehr.

3.  
Unter anderen Umständen würde ich jährlich einige Monate in einem wärmeren Klima verbringen, um der Krankheitswelle im Herbst und Winter zu entgehen.

4.   
Dienstag war der Tag der Entscheidung. Ein junger Lehrer wird ab April die Klassenleitung übernehmen und die Kinder in den Hauptfächern unterrichten. 

5.   
Hallo Winter, schön, dass du da bist. Jetzt wo ich meine Erkrankungen auskuriert habe, kann ich dich umso mehr genießen. Aber wo ist der Schnee? 

6.   
Dass ich vor einer ganzen Weile beschlossen habe, keine Nachrichten über die Geschehnisse in der Welt zu konsumieren, ist vielleicht auch gut so. Es lebt sich ein bisschen leichter. Dennoch habe ich nicht das Gefühl, nichts mehr mitzubekommen.

7. 
Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Um- und Aufräumarbeiten in der Wohnung, morgen habe ich geplant, mit L eine weiterführende Schule zu besuchen und Freunde zu treffen, und Sonntag möchte ich mit der Umgestaltung von Ls Kinderzimmer beginnen!

Donnerstag, 6. Februar 2025 – Sieg über den inneren Schweinehund

Alltagsschnipsel

Ich habe okay geschlafen. Anfangs wachte ich alle paar Minuten auf, um auf meinem Telefon nach einem Update meines Bruders zu schauen. Je weiter die Nacht voranschritt, desto seltener tat ich das. Eine Nachricht gab es erst Viertel nach vier Uhr morgens. L und ich sind gedanklich bereits einen Tag weiter, mussten uns also mit unserer Freitagsvorfreude zügeln. L kam zum Glück gut aus dem Bett.
Gefrühstückt habe ich Knusper-Beerenmüsli mit Weintrauben. Mittags aß ich die restlichen Kartoffeln mit Grünkohl. Zum Nachtisch gönnte ich mir ein halbes Stück Papageienkuchen, das L gestern verschmähte. Für das Abendessen bereitete ich L und mir eine leckere Brotzeit zu. Meinen Heißhunger bekam ich mit zwei Orangen in den Griff.
In den letzten Monaten ist mein innerer Schweinehund von Woche zu Woche größer geworden. Ich fand immer neue Gründe, weshalb es aktuell nicht passt, ins Fitnessstudio zu gehen. Durch den nervenaufreibenden Geburtsprozess im engsten Familienkreis musste ich heute allerdings unbedingt meine angestaute Energie loswerden. Also machte ich mich auf ins Fitnessstudio. Ich erwärmte mich auf dem Crosstrainer und absolvierte anschließend Kraftübungen für sämtliche Muskelgruppen. 

Meinen Arbeitstag verbrachte ich im Homeoffice. Ich bereitete das Teammeeting sowie den Agenda-Flyer im Rahmen unseres Open Space Friday vor, war mit der Rechnungslegung und sehr lange mit den Neuerungen im Unternehmen online beschäftigt. 
Ls Schultag war laut eigener Aussage gut. Spaß hatte sie bei ihrer AG Artistik. Auf die Klassenarbeit in Deutsch bekam sie die Note drei. Ich habe mir die Arbeit angeschaut. Hier und da fehlen zwar ein paar Punkte, aber L hat sich wirklich große Mühe gegeben. Auch wenn sich schulintern niemand um ihre mittelschwere Lese-Rechtschreibschwäche kümmert, darf man diese dennoch nicht komplett außer Acht lassen. In Ethik bekam sie auf die Mitarbeit in den vergangenen Monaten die Note eins. Somit ist ihre Drei im Test zur Thematik „Die zehn Gebote“ wieder ausgeglichen.

Am späten Nachmittag hatte L Klavierunterricht. Wir erfuhren, dass jeden Monat ein Vorspielen stattfindet und es deshalb kein Problem darstellt, wenn L nächste Woche daran nicht teilnehmen kann. Ein bisschen schade finde ich es trotzdem, aber wir können uns schließlich nicht zerteilen. Der neu hinzugekommene Termin hat für L mehr Priorität.

Was heute schön war:   

– Fitnessstudio
– Englischübungen  
– Serienabend         

#WMDEDGT Februar 2025 

Alltagsschnipsel

Als ich kurz nach Mitternacht zur Toilette ging, nahm ich wegen der Taschenlampenfunktion mein Telefon mit ins Badezimmer. Gegen zweiundzwanzig Uhr hatte ich eine Nachricht meines Bruders erhalten, die äußerst vielversprechend und aufregend klang.

Aufgewacht bin ich heute bereits zehn Minuten vor sechs Uhr und damit etwa zwanzig Minuten, bevor der Wecker geklingelt hätte. Ich blieb gleich wach. Eine weitere Nachricht war nicht eingetrudelt. 
Beim Aufwachen spürte ich meinen Muskelkater in beiden Armen und immer noch Schmerzen in den Unterarmen wegen des Tragens der schweren Pakete. Es gibt Menschen, die lernen einfach nicht dazu und überschätzen sich und ihre körperlichen Kräfte maßlos. Ich gehöre dazu.

Irgendwann gab ich mir einen Ruck und stand auf. Ich packte Ls Brotdose und die Trinkflasche in ihren Ranzen, stellte den Kaninchen frisches Grünfutter in den Käfig, auf das sie sich begierig stürzten, und kehrte etwas Eintreu und Stroh auf. 
Dann wurde es Zeit, L zu wecken. Sie sah noch sehr müde aus, hatte aber gute Laune und kam gut aus dem Bett. Gemeinsam machten wir uns im Badezimmer für den bevorstehenden Schul- und Arbeitstag fertig.

Auf dem Weg zum Auto brachte ich den Restmüll in die schwarze Tonne. L fuhr mit ihrem Roller. 
Heute waren die Autoscheiben nicht so stark zugefroren wie gestern. Ich brauchte also nur die beiden vorderen Seitenfenster freikratzen. Für die Frontscheibe verwende ich seit ein paar Tagen einen Schutz, den ich lediglich wegnehmen brauchte. Innerhalb von fünf Minuten konnten wir die Fahrt in Richtung Schule antreten. 
An der letzten Ampel vor der Schule verabschiedete ich L und spazierte in der Gegend umher. Mir war es allerdings viel zu kalt, weshalb ich wenige Minuten später wieder im warmen Auto saß und zurück nach Hause fuhr.

Bevor ich in meinen Arbeitstag startete, bereitete ich mir Frühstück zu. Neben einem Glas LaVita-Saft und einer Tasse Schokocappuccino gab es Knusper-Beerenmüsli mit Weintrauben. Eine Kanne Kamillentee stellte ich mir ebenfalls an den Arbeitsplatz.
Vormittags hatte ich einige Termine, darunter ein Weekly in dem Projekt, in dem letzten Freitag der Workshop stattfand. Die anfängliche Euphorie scheint schon wieder verpufft zu sein. Das Team sieht nur noch einen Batzen Arbeit auf sich zukommen. Dafür liefen zwei andere Abstimmungsmeetings entspannt ab. Wir wechselten sogar ein paar private Worte. Das tat gut.

Während meiner Mittagspause – es gab Kartoffeln und Grünkohl – rief mich die Werkstatt an und fragte, ob ich nicht auch heute schon mit dem Auto zum Räderwechsel vorbeikommen kann. Das passte mir sehr gut, da es morgen zeitlich hätte knapp werden können.
Ein Update meines Bruders erreichte meine Mama und mich. Allmählich geht es los. Ich bin gedanklich bei ihm und meiner Schwägerin J und voller Vorfreude.

Nachdem ich einige Überweisungen auf die neue Art über das Unternehmen online getätigt und Belege für den Monatsabschluss für die Lohnbuchhalterin bereitgestellt hatte, machte ich mich auf den Weg in die Werkstatt.
Zuerst bin ich an dieser vorbeigefahren und drehte mit dem Auto eine unfreiwillige Extrarunde. Schließlich entdeckte ich die schmale Einfahrt und fuhr innerlich betend und mich bekreuzigend hindurch. Breiter dürfen Fahrzeuge wirklich nicht mehr werden. 


Eine halbe Stunde später waren die Räder montiert und die Sensoren angelernt, sodass ich mich zurück ins Homeoffice begeben und am Monatsabschluss weiterarbeiten konnte. Aufgewärmt habe ich mich dabei mit einer zweiten Tasse Schokocappuccino.

Nachmittags traf ich L am vereinbarten Treffpunkt in der Nähe der Schule. Wir kauften ein paar Lebensmittel ein und holten L noch etwas zum Essen vom Bäcker.
Auch die Wiederholung der Klassenarbeit in Mathematik ergab die Note vier. Diese kippt nun allerdings deutlich in Richtung drei. Auf dem Zeugnis wird eine Zwei stehen. 

L und ich waren eine Viertelstunde eher in der Ergotherapiepraxis. Ls Stunde begann unmittelbar nach unserem Eintreffen. Ich las ein paar Seiten in meinem aktuellen Buch.
Auf dem Heimweg trudelten einige Updates meines Bruders ein.

Als wir abends wieder zu Hause waren, kümmerte ich mich um das leibliche Wohl von Elli, Waltraud, L und mir. Die Kaninchen bekamen Grünfutter, für L und mich bereitete ich erneut Maccheroni mit Tomatensoße zu. Zudem befüllte ich Ls Brotdose für den morgigen Schultag.

Den Abend werde ich mit einer Wärmflasche auf der Couch ausklingen lassen und dabei eine Serie gucken und meine Schwedischübungen absolvieren. Hin und wieder werde ich dabei auf mein Telefon schielen in der Hoffnung, Updates von meinem Bruder zu erhalten. Noch ist meine Schwägerin J mitten in der Eröffnungsphase.

Dienstag, 4. Februar 2025 – Klassenleitung

Alltagsschnipsel

Was für ein Abend! Die letzte halbe Stunde vor dem Schlafengehen war noch mal sehr herausfordernd. L war weinerlich und versank im Selbstmitleid. Wir haben dennoch beide gut geschlafen. Ich wurde morgens erneut vom klingelnden Wecker aus einem Traum geholt. L kam auch gut aus den Federn. Der Schlaf hat ihrer Stimmung offenbar gutgetan. 
Zum Frühstück aß ich mein Knusper-Beerenmüsli mit Weintrauben, mittags gab es die restlichen paar Maccheroni und eine Brotzeit und abends aß ich eine Mini-Pizza und ebenfalls Brot.

Mein Arbeitstag war ruhig und terminfrei. So konnte ich mir die Zeit gut einteilen und meine To-dos am Monatsanfang abarbeiten. Derzeit fühle ich mich nicht gut strukturiert und verlasse den Arbeitsplatz nachmittags mit keinem euphorischen Gefühl. Vielleicht lässt sich hier und da noch was optimieren. 
Ls Schultag war viel besser als der gestrige. Geschrieben wurde die Klassenarbeit in Deutsch. L konnte bei jeder Aufgabe etwas hinschreiben und hat ein gutes Gefühl. Morgen ist bereits Notenschluss. In einigen Fächern hat L nur eine, in anderen lediglich zwei Noten. Ich bin gespannt, was mir die Zeugnisnoten wirklich über ihre seit August gezeigten Leistungen sagen sollen. Sehr zu Ls Freude wird ihr der Sportlehrer die Zwei auf dem Zeugnis geben.
Die Situation um die „seit Monaten anhaltenden Hänseleien“ wird immer merkwürdiger: L und EB wissen überhaupt nicht, was sie wann und wo gemacht haben sollen. Die betreffende Klassenkameradin, die angeblich Opfer der Sticheleien sein soll, weiß ebenfalls nicht, weshalb es nun Probleme und Ärger gibt. Die Kinder kommen im Rahmen ihrer vorpubertären Aussagen gut miteinander klar. Erfahren haben Leipzig-A und ich nun, dass drei Erzieher*innen Worte auf dem Pausenhof aufgeschnappt haben. Anstatt die Kinder in dem Moment konkret darauf anzusprechen und die Angelegenheit zu klären, wurde Tage später die Klassenerzieherin mit dem Vorfall konfrontiert. Die Kinder wurden quasi komplett außen vor gelassen. Wieder einmal bin ich von der Art und Weise der Kommunikation und Transparenz enttäuscht.

Seit Mitte Dezember wissen die Eltern und Kinder, dass die derzeitige Klassenlehrerin zum Schulhalbjahr gekündigt hat. Heute fand ein Elternabend wegen des bevorstehenden Klassenleiterwechsels statt. Das zweite Schulhalbjahr startet in Sachsen erst Anfang März. Für einen Monat wird die Kunstlehrerin die Klasse übernehmen, sich einen Überblick verschaffen und im April den neuen Klassenlehrer einarbeiten. Auf den Mann wird viel zukommen: Er soll im Mai die Bildungsempfehlungsgespräche mit allen Eltern führen. Helfen werden ihm dabei immerhin die Kompetenztests, die Ende April und Anfang Mai geschrieben werden. Ende Juni gibt es aber bereits Zeugnisse und das Schuljahr endet. Der Mann ist maximal dreißig Jahre alt und hat bisher kaum berufliche Erfahrung sammeln können. Auf den ersten Blick wirkt er nett und ein wenig strenger als die jetzige Klassenlehrerin. Ich bin gespannt und hoffe, dass er die Kinder für sich gewinnen und zum Lernen motivieren kann.

Gestern Nachmittag wurde ich von meiner Zahnarztpraxis gefragt, ob wir meinen Termin Ende März auf morgen verlegen wollen. So kam es, dass ich bereits heute die erforderlichen Zahnfüllungen für vier Backenzähne erhielt. Meine Krater sind nun verschwunden und die Zähne sehen aus wie neu. Auf eine Betäubungsspritze für die Behandlung habe ich dankend verzichtet. Das war auch völlig in Ordnung so.

Was heute schön war:

– Sonnenschein
– Behandlung der Backenzähne
– Fahrplan fürs zweite Schulhalbjahr
– Italienischübungen            
– Serienabend

Montag, 3. Februar 2025 – Paketlieferung

Alltagsschnipsel

Ich habe sehr gut geschlafen, wurde heute Morgen aber vom klingelnden Wecker aus einem Traum gerissen. Auch L kam gut aus dem Bett. Unsere S-Bahn fiel wegen einer Weichenstörung aus. Das Auto mit den montierten Sommerreifen wollte ich aufgrund der Minustemperaturen nicht fahren. So nahmen wir die nächste S-Bahn zur Schule. Ich war wegen der Helligkeit um kurz vor halb acht freudig überrascht.
Gefrühstückt habe ich mein Knusper-Beerenmüsli mit Weintrauben, mittags bereitete ich mir eine Gemüsepfanne „Rustikaler Art“ zu und zum Vesper aßen L und ich den Marmorkuchen meiner Mama. Kurz darauf gab es zur Beruhigung der Nerven Maccheroni mit Tomatensoße.  

Den Arbeitstag verbrachte ich im Homeoffice. Eine Entwicklerin machte sich im Nachgang zu unserem Workshop am Freitag große Sorgen und wollte zu ein paar Gedanken meine Meinung hören. In der darauffolgenden Runde mit den Product Owner sprach ich das Thema erneut an. Mein übervolles E-Mail-Postfach wurde nach den vormittäglichen Meetings gesichtet und bearbeitet. Erste buchhalterische Zuarbeiten, die ein Monatsanfang so mit sich bringt, erledigte ich ebenfalls.
Ls Schultag muss schlimm gewesen sein. Auf der gesamten Heimfahrt im Auto weinte sie. 
Die Klassenarbeit in Mathematik konnte sie wiederholen. Sie hat diesmal ein besseres Gefühl und erfährt vermutlich schon morgen die neue Note. 
In Sport lief sie vor den Augen ihrer Klassenkamerad*innen mit einem Basketball einen Parcours auf Zeit. Die anderen Kinder waren vor zwei Wochen, als L krank war, dran. Erst- und letztmalig durchlief L diesen Parcours vor einem Monat und wusste bei der Leistungsfeststellung nicht mehr so genau, was sie eigentlich tun soll. Da es auch nur einen Versuch gab, erhielt sie die Note vier. Sport ist Ls absolutes Lieblingsfach. Die Noten in allen anderen Fächern sind ihr völlig egal, aber in Sport hat sie diese Note ganz schön heruntergezogen. Da sie nur eine weitere Note hat, ist es gut möglich, dass sie auf dem Halbjahreszeugnis die Note drei erhält. Eine Drei ist eine gute Note, keine Frage, aber gerade für die super sportliche L ist das ein Schlag ins Gesicht. (Ich halte Noten generell für nicht mehr zeitgemäß und finde, dass diese wenigstens in den Fächern Sport, Kunst, Musik und Werken abgeschafft oder nur bis zur Drei erteilt werden sollten.) 
Ihr Kunstbild konnte sie erneut nicht fertigstellen, da mit einem neuen Thema begonnen wurde. Ihr fehlt somit eine Note.
Krönung ihres Schultags war eine Maßregelung ihrer Erzieherin. Diese kam nachmittags auf L zu und konfrontierte sie damit, bitte aufzuhören, die Mädchen in ihrer Klasse gemeinsam mit EB zu hänseln. Die Klassenlehrerin und sie hätten sich das wohl monatelang mit angesehen und jetzt sei Schluss. EB war im Übrigen heute nicht in der Schule, konnte sich also nicht verteidigen. L erzählte mir unter Tränen davon. Sie weiß gar nicht, was sie getan haben soll, da sie sich mit allen Mädchen aus der Klasse gut versteht. Natürlich bin ich als Mama an Schultagen nicht mit dabei und kann gar nichts zu der Angelegenheit sagen. Ich habe L nun mitgegeben, dass sie sich wehren soll, wenn sie sich ungerecht behandelt fühlt, und vor allen Dingen nach weiteren Informationen und Beispielen fragen soll. Bisher habe ich noch nicht erlebt, dass L abfällig über ein anderes Kind in ihrer Klasse redet. Es würde mich also auch wundern, wenn sie über Monate hinweg Hänseleien ausgeteilt hätte.

Nachmittags war ich emotional ziemlich erschöpft. Ls Schultag beschäftigte mich sehr. L ging es allmählich besser, nachdem sie EB angerufen und ihr Herz ausgeschüttet hatte. EB versteht auch nicht, was sie getan haben soll.  

Mittags wurde im zweiten Anlauf Ls neues Bett, ein Geburtstagsgeschenk, geliefert. Ich kann absolut nachvollziehen, dass Paketboten keine schweren Pakete mehr in irgendwelche Stockwerke tragen wollen. Ein bisschen traurig war ich allerdings, weil mich der Mann einfach mit zwei je über zwanzig Kilogramm schweren Paketen im Hausflur hat stehen lassen. Das kleinere Paket war handlicher. Das konnte ich unter Quetschungen meiner Unterarme in den zweiten Stock hieven. Das große längliche Paket musste ich öffnen und die darin befindlichen Teile einzeln nach oben tragen. Nun steht aber alles da, wo es soll. Mal sehen, wann ich Zeit für den Aufbau finde.

Was heute schön war:        

– Sonnenschein
– Serienabend
– Französischübungen

Mein Montagsstarter # 5

Dies & Das, Persönliches

Und schon wieder ist Montag. Zudem der erste Montag im Februar. Die fünf Wochen im Januar sind für mich wie im Fluge vergangen.

Hier kommen im Rahmen des Montagsstarters meine Antworten auf die sieben Textfragmente von Antetanni:

❶ 
Heute ist es wieder winterlich kalt. Am Morgen zeigte das Thermometer gerade einmal minus vier Grad Celsius an. Zum Glück scheint die Sonne.

❷ 
Der Februar leitet für mich seit Jahren allmählich den Frühling ein, obwohl ich auch im April oft noch mit dickem Wintermantel herumlaufe.

❸ 
Ich frage mich, ob ich bereit bin für das Ergebnis der anstehenden Bundestagswahl. Ich hoffe, dass die Menschen ihre Kreuze an der richtigen Stelle setzen.

❹ 
Draußen riecht es schon sehr stark nach Abgasen. In der letzten Woche musste ich das leider täglich feststellen.

 
Karneval kenne ich unter dem Namen Fasching. Als Kind habe ich es geliebt, mich zu verkleiden und auf die schönen Kinderpartys zu gehen. Mittlerweile kann ich dem nichts mehr abgewinnen, aber ich freue mich für L, die sich jedes Jahr eine sehr lustige und schöne Verkleidung überlegt. 

 
Sich selbst nicht allzu ernst zu nehmen, halte ich für wichtig.

 
Diese Woche habe ich einen langersehnten Elternabend zur Klärung der zukünftigen Klassenleitung im Kalender stehen und ich freue mich auf das Telefonat mit Dresden-J.

Ein Wochenende im Februar

Alltagsschnipsel

Das Wochenende verbrachten L und ich erneut in Erfurt. Anlässe waren die Geburtstage meines Papas und meiner Schwiegermama. 


Samstag, 1. Februar 2025


Bis Viertel vor acht schlief ich aus. Da L erst fünfundvierzig Minuten später erwachte, nutzte ich die Zeit bis dahin, um auf einigen Seiten im Internet zu lesen.

Zuerst wurde nach dem Aufstehen das Frühstück für Elli und Waltraud zubereitet, anschließend kümmerte ich mich um Ls und mein leibliches Wohl. Es gab Knusper-Beerenmüsli mit Obst, ein Glas LaVita-Saft und eine Tasse Schokocappuccino.
Nach dem Essen blieb ich am Küchentisch sitzen und aktualisierte meinen Terminkalender „Ein guter Plan“. Ich schloss den Monat Januar ab und plante den Februar.

Plötzlich war es kurz nach zehn Uhr und mir blieb nur eine Stunde Zeit, um unseren Rucksack für das Wochenende zu packen, mich im Bad fertigzumachen, die Hasen zu säubern und mit ausreichend Grünfutter zu versorgen, den Müll rauszubringen und die S-Bahn zu erwischen. Hier und da musste ich abkürzen.

Die S-Bahn zum Leipziger Hauptbahnhof fuhr pünktlich, der ICE nach Erfurt kurz darauf ebenso. Zum Glück hatte ich uns Sitzplätze reserviert. Der Zug war sehr voll. Während der Fahrt schauten L und ich uns das Aufgabenblatt in Mathematik zum Thema „Finde die Fehler im Rechenweg“ an und übten weitere Varianten. Diese Aufgabenstellung bereitete ihr in der Klassenarbeit Probleme. Nun hat sie verstanden, was sie machen soll. Da wir rückwärts fuhren und ich zudem die ganze Zeit leicht gebeugt saß, wurde mir auf der kurzen Fahrt ein wenig übel.

Kurz nach halb eins waren wir bei meinen Eltern. Wir gratulierten meinem Papa zum zweiundsechzigsten Geburtstag und schauten ihm beim Auspacken der mitgebrachten Geschenke zu. Er hat sich sehr gefreut.
Anschließend aßen wir gemeinsam eine Kartoffelsuppe mit frischem Brot vom Bäcker und machten danach für etwa eine Stunde Mittagsruhe. In der Zeit schaute ich eine Serie.

Nachmittags kamen meine Großeltern für zwei Stunden auf einen Kaffee und zum Kuchen essen vorbei. Ihren Hund ließen sie zu Hause. Ihm fällt es mittlerweile noch schwerer als meinen Großeltern, die Stufen bis zur Wohnung meiner Eltern zu erklimmen. Die Stimmung war sehr gut. Von der Funkstille Ende letzten Jahres war nichts mehr zu spüren. Wir zeigten meinen Großeltern einige Hochzeitsvideos aus dem Oktober 2023, als mein Bruder heiratete.

Am Abend ging die Völlerei weiter. Halb sieben trafen wir vier uns mit zwei meiner Onkels und meinem Cousin im mittelalterlichen Restaurant „Christoffel“, das bis auf den letzten Platz ausgebucht war. Das Essen war sehr lecker und die Portionen riesig. Auch in dieser Runde war die Stimmung sehr gut und mein Papa konnte seinen Geburtstag genießen. 


Da der öffentliche Dienst derzeit streikt und deswegen seit Freitagabend kein einziger Mülleimer in der Erfurter Altstadt mehr entleert wurde, liegt nun überall Müll herum und die Behälter quillen über. Das war kein schöner Anblick.

Bevor es spät abends schlafen ging, schaute ich meine Serie weiter und absolvierte meine Schwedischübungen.  


Sonntag, 2. Februar 2025


Heute schlief ich bis halb neun. L wurde kurz nach mir wach. Ich freue mich jetzt schon auf Ls Winterferien. Da braucht keine von uns zeitig aufstehen.

Kurz vor zehn Uhr saßen meine Eltern, L und ich am Frühstückstisch. Ich aß ein Croissant mit Margarine und Salz und danach ein Ei. Dazu gab es eine kleine Kanne Schokocappuccino. Gleich nach dem Essen telefonierten wir mit meinem Bruder. 

Den Vormittag nutzten wir, um für die bevorstehende Klassenarbeit in Deutsch zu üben. Ich ließ L eine Seite zum Thema Nomen, Verben und Adjektiven ausfüllen. Das klappte sehr gut. Deutsch macht ihr viel mehr Spaß als Mathematik. Mithilfe des LÜK-Kastens übte sie zuvor die Uhr. Das klappt nun auch deutlich besser.

Meine Schwiegermama lud uns zum Mittagessen ins Restaurant „Rotes Schloss“ ein, um ihren Geburtstag Ende Januar nachzufeiern. Dort trafen wir auch meine Schwägerin M und meinen Neffen M, die gerade erst aus dem Ski-Urlaub zurückgekehrt sind und von ihren tollen Erlebnissen erzählen konnten. Der kleine M kann jetzt Ski fahren.


Da die Sonne schien, besuchten wir trotz der frostigen Temperaturen nach dem Essen drei Spielplätze und statteten Ms Baum einen Besuch ab.


Nachmittags fuhren L und ich mit dem Zug zurück nach Hause. Kurz vor fünf Uhr waren wir wieder in unserer Wohnung. 
Mit Blick auf die Couch und den Fußboden vor dem Kaninchenstall traf mich beim Betreten der Wohnung kurz der Schlag. Die liebe Elli hatte ein Sofakissen vollständig auseinandergenommen. Überall lag die Schaumstofffüllung herum. Walli hatte zudem das Einstreu und Stroh im halben Wohnzimmer verteilt. Die beiden Kaninchen hatten offensichtlich viel Spaß während unserer Abwesenheit.

Während ich das Chaos beseitige, den Kaninchenstall reinigte und den Hasis frisches Grünfutter gab, spielte L in ihrem Zimmer mit Playmobil. Als sie mit ihrer Freundin EB telefonierte, bereitete ich den morgigen Schultag und unser heutiges Abendessen vor. 

Ein letztes Mal ließ ich L noch zwei gelernte Rechenwege mittels derselben Aufgabe rechnen und Fehler in Rechenwegen suchen. Ich drücke ihr die Daumen, dass sie beim Wiederholen der Klassenarbeit nun eine bessere Note erzielt. Sie hat sich wirklich reingekniet.   

Abends machte ich es mir mit einer Wärmflasche auf der Couch gemütlich, schaute meine Serie zu Ende und absolvierte die Englischübungen in der Duolingo App.

High Five der Woche 5/2025

Alltagsschnipsel, Dies & Das, Persönliches

Diese Woche verging wie im Fluge. Schon ist wieder Sonntag und mein fünftes High Five der Woche, eine tolle Blogaktion von Sabine, wartet auf eine Veröffentlichung.

Das sind meine fünf positiven Momente der Woche:

Verliebt
Ich habe mich in unser neues Auto verliebt. An jedem Tag in dieser Woche entdeckte ich etwas Neues und freute mich wie ein Kleinkind an seinem Geburtstag über all den technischen Firlefanz und Schnickschnack. Dieses Fahrzeug stammt wirklich aus dem 21. Jahrhundert. Ich bin sehr begeistert. L geht es genauso. Sie liebt vor allem das hervorragende Sitzgefühl. Das Wetter und die Temperaturen waren uns zudem hold: Trotz Sommerreifen konnte ich täglich in der Stadt herumfahren.   

Erster Ladevorgang
Was habe ich mir wochenlang einen Kopf wegen des Ladens gemacht. Bis in meine Träume hat mich das verfolgt! Letztendlich war das völlig unnötig. Am Mittwoch steuerte ich eine Ladesäule an, konnte drei Minuten später zum Arbeiten nach Hause gehen und eine Stunde später ein fast vollgeladenes Fahrzeug wieder abholen. Es war ganz leicht.

Familientreffen
Am Samstag feierte mein Papa seinen zweiundsechzigsten Geburtstag. Zum Kaffeetrinken kamen meine Großeltern. Abends gingen wir mit zwei meiner Onkels und meinem Cousin in ein Restaurant.
Sonntagmittag ging es weiter: Meine Schwiegermama, die im Januar Geburtstag hatte, lud uns, meine Schwägerin M und meinen Neffen M zum Essen ein. 
Es ist wirklich schön, dass wir so viele Familienmitglieder an einem Wochenende treffen konnten.

Restaurantbesuche
Ich liebe gutes Essen und gehe auch gern auswärts essen. Umso schöner, dass dies an diesem Wochenende gleich zweimal möglich war. Samstagabend aßen wir in einem mittelalterlichen Restaurant in der Erfurter Innenstadt und am Sonntagmittag ließen wir uns leckeres Essen im Restaurant Rotes Schloss schmecken.

Sonnenschein
Wie schon im letzten Jahr zeigte sich die Sonne auch im diesjährigen Januar oft. Von einer wochenlangen grauen Wolkendecke blieben wir zum Glück verschont. Meinem Gemüt tat das sehr gut. 

Hallo Februar!

Dies & Das

Im Februar werde ich …

… ein Wochenende in Erfurt bei meinen Eltern verbringen 
… im Fitnessstudio schwitzen
… einem Elternabend beiwohnen  
… L zur Ergotherapie bringen 
… L zur Klavierstunde begleiten 
… und ihrem Vorspiel lauschen
… den Tag der offenen Tür einer Oberschule und der Stadtbibliothek besuchen
… zur Thai Massage gehen 
… am Open Space Friday teilnehmen 
… und im Rahmen dessen unser Teammeeting mitgestalten
… mich mit L über ihr fünftes Zeugnis freuen
… mich um zwei Katzen kümmern
… Urlaub an der Nordsee machen
… entschleunigen und das Leben genießen