Ein Wochenende im September

Alltagsschnipsel

Das Wochenende verbrachten L und ich bei bestem spätsommerlichen Wetter bei meinen Eltern in Erfurt.


Samstag, 16. September 2023


Ausgeschlafen wachte ich am Morgen kurz nach halb acht Uhr nach einer ruhigen und erholsamen Nacht auf. Ich blieb noch eine ganze Weile liegen und schaute die Serie „Superstore“ weiter.
Vor dem Frühstück duschte ich und genoss anschließend ein leckeres Croissant, ein gekochtes Ei und meinen geliebten Schokocappuccino.

Am Vormittag übte ich mit L ein paar Matheaufgaben. Es stellte sich deutlich heraus, dass ihr offenbar (noch) das logische Denken fehlt. Sie kann zwar problemlos Plus- und Minusaufgaben lösen, wenn sie als einfache Aufgaben im Matheheft stehen, sobald sie aber für die Lösung um die Ecke denken muss, ist es bei ihr vorbei. Leider lässt sie sich nicht helfen und reagiert demotiviert. Ein wenig hilflos bin ich nach wie vor. Ich würde ihr so gerne helfen, die Aufgaben zu verstehen.
Nächste Woche Donnerstag wird der erste Mathetest geschrieben, bei dem die Note zählt. Ich habe die Befürchtung, dass die Note sie trotz großer Konzentration, Mühe und Vorbereitung im Vorfeld langfristig für die nächsten Schuljahre demotivieren könnte. Genau das wollte ich immer vermeiden. Ich wollte, dass sie Jahr für Jahr gern und mit Spaß die Schule besucht. Ich warte jetzt aber erst einmal ab.

Die Übungseinheit endete leider im Streit. L zog sich ins Schlafzimmer zurück. Ich machte es mir auf dem Sofa bequem und schaute „Superstore“ weiter. Als meine Eltern aus der Stadt zurückkamen, half ich meiner Mama beim Gemüseschnippeln für das Grillen am Nachmittag.

Als L wieder bessere Laune hatte, gingen wir für eine Stunde zum nahegelegenen Spielplatz.


Bevor wir uns auf den Weg machten, um Ls Opa D nach fast einem halben Jahr wiederzusehen, gab es für jede ein großes Quarkbällchen. 
Auf einer Wiese im Luisenpark spielten wir am Nachmittag zu dritt Boule und andere (von L) erdachten Spiele. Nach einer Weile liefen wir in Richtung Kressepark und entdeckten auf dem Weg dorthin einige Automaten, die mit regionalen Produkten gefüllt waren. L bekam einen Trinkjoghurt. Im Kressepark selbst fütterten wir die Fische, aßen ein Eis und ließen L auf dem Spielplatz spielen. Opa D brachten wir auf den neuesten Stand sämtlicher Ereignisse der letzten Monate.
L verhielt sich während des Treffens stellenweise komisch und sprach ohne ersichtlichen Grund nicht mehr mit uns. Die Verabschiedung war auch merkwürdig. Ich werde das Treffen noch mal Revue passieren lassen und versuchen herauszufinden, woran es liegen könnte, dass L sich einigen Menschen gegenüber abweisend und komisch verhält.


Am späten Nachmittag wurde im Hof, der mit zum Wohnhaus, in dem meine Eltern wohnen, gehört, gegrillt. Es gab viele leckere Sachen zu essen. Mit L spielte ich nach dem Essen ein bisschen Fußball.

Abends durfte L einige Folgen „Peppa Wutz“ schauen. Zwischendrin bat ihr Darm um Erlösung. Offenbar hatte sie den Trinkjoghurt nicht vertragen.
Gegen halb neun zogen wir uns ins Schlafzimmer zurück. Ich absolvierte meine Englischübungen mithilfe der Duolingo App und schaute meine Serie weiter.


Sonntag, 17. September 2023


Ich schlief heute bis acht Uhr. L wachte mehr oder weniger zur selben Zeit auf wie ich. Bevor wir aufstanden, schauten wir ein bisschen fern.

Der Vormittag verlief sehr ähnlich wie gestern. Nach dem Duschen gab es ein leckeres Frühstück zu viert. Anschließend bat ich L, ihr Hausaufgabenheft vorzutragen und einige Zahlenmauern zu lösen. Heute hatte sie zum Glück einen Aha-Effekt. Ich behaupte, sie hat nun verstanden, wie sie diese Aufgaben in Mathe erfolgreich lösen kann.

Mit der Straßenbahn fuhren wir am späten Vormittag zum EGApark. L durfte zunächst auf den Spielplätzen spielen. Mittags aßen wir ein leckeres Picknick, bestaunten die diesjährige Kürbisausstellung zum Thema Tiere und kauften uns zum Abschluss ein Eis.


Nachmittags machten L und ich uns auf den Weg zurück nach Markkleeberg. L schlief nahezu die gesamt Fahrt über.
Zu Hause angekommen verräumte ich unser Gepäck und half L beim Packen des Schulranzens. Danach hatte sie große Lust, eine Runde mit ihren Rollschuhen zu fahren. Wir suchten uns asphaltierte Wege und erkundeten einen Teil des Industriegebiets, in dessen Nähe wir wohnen.

Den restlichen Abend ließen wir entspannt und gemütlich ausklingen. Ich absolvierte einige Englischübungen und schaute meine Serie weiter und L durfte sich einen Film ansehen, ehe wir (viel zu spät) schlafen gingen.

Tagebuch – 15. September 2023

Alltagsschnipsel

L und ich hatten in der Nacht gut geschlafen. 
Kurz nach sechs Uhr heute Morgen wachte ich auf, stellte meinen Wecker auf dem Telefon aus und blieb noch eine Weile im Bett liegen, ehe ich schließlich ins Badezimmer trottete.

Viel zu spät verließ ich mit L, deren Haare heute lockig-gewellt waren (wir probieren an uns nun einige Frisuren für die im Oktober anstehende Hochzeit aus), die Wohnung in Richtung Schule. Zu unserem großen Glück und zu meiner Überraschung standen wir nicht eine Sekunde lang im Stau und kamen pünktlich an. 

Gegen Mittag sagte der Product Owner des Projektes, das ich als Scrum Master betreue, den Storymap Workshop am kommenden Dienstag ab und bat um Verlegung des Termins. Wir werden nun eine Woche später die Köpfe zusammenstecken, allerdings mit weniger Teilnehmer*innen. Zwei befinden sich dann nämlich im Urlaub. Mir hingegen bleibt mehr Zeit für die Vorbereitung.

Nachmittags fuhren L und ich nach Erfurt zu meinen Eltern. Wir verbringen das Wochenende bei ihnen.

Was heute schön war:

Hausärztin gefunden.
Dank S, die mir einen Tipp für eine Allgemeinmedizinerin mit freien Kapazitäten gab, habe ich nun eine gefunden. Das fühlte sich nach dem netten Telefonat wie ein Sechser im Lotto an. Nächste Woche Mittwoch darf ich mich in der Praxis vorstellen.

Massage.
Die heutige Mittagspausen-Massage war richtig gut. Ein wenig schmerzhaft vielleicht, aber gut. Ich konnte zudem abschalten und jede einzelne Berührung in ihrer Intensität wahrnehmen.  

Tagebuch – 14. September 2023

Alltagsschnipsel

Bis halb fünf schlief ich störungsfrei durch. Danach befand ich mich bis zum Weckerklingeln nur noch in einer Art Halbschlaf. Munter genug für die anstehenden Ereignisse dieses Tages war ich dennoch.

L und ich konnten die Wohnung sehr zeitig verlassen und hatten auf dem Weg in die Schule keinen Stau. Nachdem L das Schulgebäude betreten hatte, machte ich mich mit dem Auto auf nach Erfurt ins Büro. Sowohl auf der Hin- als auch auf der Rückfahrt hörte ich wieder je ein Hörspiel von „Die drei ???“ und im Anschluss Musik.

Neben meinen Terminen und einigen büroorganisatorischen Aufgaben kümmerte ich mich weiter um den Storymap Workshop am kommenden Dienstag. Ich gewann bei meinen Recherchen spannende Erkenntnisse und freue mich schon darauf, einige in den Workshop mit einzubauen.

Was heute schön war:

Mittagspause.
Auch wenn ich mein Essen stehend am Küchentresen zu mir nahm, hatte ich eine lustige Mittagspause. Umgeben von einigen meiner Kollegen und Kolleginnen redeten wir über unser letztes Teammeeting, in dem unter anderem unser Celebrity Crash offengelegt werden sollte. Da ich niemanden habe, ließ ich mich von den anderen inspirieren. Es wurde sehr abstrus und immer lustiger. Wir hatten sehr viel zu lachen.

Jagd nach Süßigkeiten.
Mit L fuhr ich nachmittags in den Globus Markt, da wir auf der Suche nach einer ganz bestimmten Süßigkeit waren. Leider gab es diese nicht. Stattdessen deckten wir uns mit anderen Leckereien ein und fuhren zufrieden zurück nach Hause.  

Tagebuch – 13. September 2023

Alltagsschnipsel

In den frühen Morgenstunden zog ein Gewitter auf, von dem L und ich geweckt wurden. Ich hätte gern weitergeschlafen, aber L hatte große Angst und kommentierte jeden Blitz und/oder Donner. Erst als Regen und Donner allmählich nachließen, fand L zurück in den Schlaf (und somit auch ich).
Als einige Stunden später der Wecker klingelte, fühlte ich mich nicht ganz so ausgeschlafen wie am Morgen zuvor. Dennoch kam ich gut durch den Tag.

Trotz erneutem Stau auf dem Weg zur Schule, kam L pünktlich im Schulgebäude an. Mittlerweile haben wir unseren Rhythmus gefunden und wissen, wann wir spätestens die Wohnung verlassen sollten, um rechtzeitig irgendwo anzukommen.

Mein Arbeitstag lief gut. Ich hatte vormittags einige Termine und konnte mich davor, zwischendrin und danach um die Vorbereitung für den kommende Woche stattfindenden Workshop kümmern.

Im Laufe der nächsten sechsundzwanzig Unterrichtswochen – Ferien- und durch Feiertage kürzere Wochen herausgerechnet – wird L einundzwanzig Schulnoten in insgesamt drei Fächern bekommen. Das bedeutet also grob eine Note pro Schulwoche.
Um ihr ein wenig unter die Arme zu greifen und weil sie mich darum bat, werden wir nun mehrmals wöchentlich für ein paar Minuten Matheaufgaben rechnen. Zudem möchte ich, dass L mir wieder regelmäßig aus irgendeinem schönen Kinderbuch vorliest.  

Was heute schön war:

Joggen.
Meine Mittagspause nutzte ich nach eineinhalbmonatiger Pause für eine Laufrunde. Bei angenehmer Temperatur lief ich in gemächlichem Tempo vier Kilometer. Mein Kopf war mit den Ereignissen der letzten Wochen so beschäftigt, dass ich überhaupt keine Zeit hatte, mich um meinen inneren Schweinehund zu kümmern. Der war komplett still. Und der Lauf super toll und nötig.

Playdate.
Sehr spontan fragte mich S, die Mama von Ls Schulfreundin L, ob ich ihre Tochter mit von der Schule abholen könne, da sie kurzfristig noch einen Termin am Nachmittag wahrnehmen möchte. L und ich hatten für den restlichen Tag nichts weiter geplant, sodass ich zusagte.
Die Mädels bekamen beide ein Eis. L schlug vor, zu uns nach Hause zu fahren. Sie wünscht sich seit vielen Wochen, dass ab und an eine Klassenkameradin mit zu uns kommt. Ich hatte ihr versprochen, dass wir das ab Herbst vermehrt realisieren können. Beide Ls verbrachten somit einen schönen Nachmittag bei uns zu Hause.

Pizza essen.
Ls Mama S trafen wir am Abend vor der Pizzeria Kruste im Leipziger Ortsteil Connewitz wieder. Gemeinsam futterten wir leckere Pizzen und werteten den gestrigen Elternabend aus.

12 von 12 im September

Alltagsschnipsel

Meine Nacht war ruhig und ich bekam genug Schlaf. Ich wachte sogar drei Minuten vor dem Klingeln meines Telefonweckers auf. Diesen stellte ich sofort aus. Den Paw Patrol Wecker ließ ich um Viertel nach sechs allerdings bellen. Durch dieses sehr sanfte Geräusch (keine Ironie) weiß L, dass ihre Nacht nun auch vorbei ist.



Guten Morgen Markkleeberg! Mein erster Gang des Tages führte mich in die Küche, um das Dachfenster zu öffnen und frische Luft hereinzulassen. Auf dem Bild ist es zwar nicht gut erkennbar, aber es ist deutlich dunkler als noch vor wenigen Wochen. Die Sonne ist um Viertel nach sechs noch nicht zu sehen.



Nach meiner morgendlichen Runde durch das Badezimmer kümmerte ich mich um Ls Frühstück und Vesper. Sie bekam heute mehr Essen mit, da sie bis in den Abend hinein im Hort bleiben musste.
Als auch L im Bad fertig war und sich anschließend im Kinderzimmer ein Kuscheltier für den Tag ausgesucht hatte, machten wir uns auf den Weg in die Schule. Der Stau am Morgen war heute nicht allzu lang, dafür ging es nur zäh und langsam vorwärts. L schaffte es aber pünktlich in den Unterricht.



Bevor ich mich ins Homeoffice begab, kaufte ich im nahezu komplett leeren Rewe Markt in der Nähe von Ls Schule ein paar Lebensmittel ein. Unter diesen befand sich beispielsweise auch mein heutiges Mittagessen.



Da ich es gestern total versäumt hatte, Wäsche zu waschen, holte ich das heute nach. Zuerst wusch ich Ls und meine Kleidung und hing diese in unserem Extraraum in der Wohnung auf. Das Bett bezog ich neu und ließ die vorherige Bettwäsche draußen im Freien sonnentrocknen. Wer weiß, wie oft das in diesem Jahr noch möglich sein wird.



Während meiner Mittagspause blätterte ich im aktuellen Stadtjournal. Ich mag die Beiträge rund um die Ereignisse in und um Markkleeberg immer sehr. Den Tag für einen Kindersachenflohmarkt trug ich mir gleich in meinen Kalender auf dem Telefon ein. Für meinen Terminkalender „Ein guter Plan“ nahm ich mir ebenfalls ein paar Minuten Zeit.


Nach meinem terminreichen Arbeitstag machte ich mich auf den Weg in Ls Schule, stand mit dem Auto länger als am Morgen im Stau und beschloss kurz vor der mäßig besuchten Tankstelle, das Auto zu betanken. So brauche ich das morgen nicht mehr machen.



Mir blieben nachmittags noch einige Minuten Zeit, ehe der Elterninformationsnachmittag in der Schule begann. Diese Zeit nutzte ich für einen kleinen Spaziergang durch eine Kleingartenanlage in der Nähe von Ls Schule.

Beim Elternabend selbst prasselten wenig später viele Informationen auf mich ein. Großartige Diskussionen seitens der Anwesenden wie im Schuljahr davor blieben heute sehr zu meiner Freude aus.



Kurz nach achtzehn Uhr verließen L und ich die Schule. Wir kauften uns je ein leckeres Abendessen und fuhren mit dem Auto nach Hause. Wir räumten den Ranzen aus, packten ihn für den morgigen Unterrichtstag, rechneten gemeinsam ein paar Matheaufgaben und aßen unser Essen.



Den Abend werde ich mit meinen Italienischübungen auf Duolingo, ein oder zwei Folgen der Serie „Superstore“ und ein paar Zeilen in meinem aktuellen (nur mäßig fesselnden) Buch ausklingen lassen.

Tagebuch – 11. September 2023

Alltagsschnipsel

Meine Nacht war gut, ruhig und vermutlich traumlos. Jedenfalls erinnerte ich mich nach dem Aufwachen an nichts Konkretes mehr.

L und ich waren heute Morgen gut in der Zeit. Das lag vor allen Dingen daran, dass L gut aus dem Bett kam. Pünktlich konnten wir die Wohnung in Richtung Schule verlassen und standen nicht allzu lange im Stau. Allmählich frage ich mich, wann die Baustelle im Nachbarort abgebaut wird. Ich sehne mich förmlich danach, denn das dürfte unseren Alltag wieder entschleunigen.

Mein Arbeitstag lief sehr gut. Ich beschäftigte mich vormittags neben den montäglichen Terminen mit der Aktualisierung und Übersichtlichkeit der am Freitag mit meinem Kollegen/Freund M erarbeiteten Kapazitätsplanung. Nach dem Mittag kümmerte ich mich um die Rechnungslegung, das Bereitstellen von Unterlagen im Unternehmen online und viele organisatorische Tätigkeiten.

Was heute schön war:

Mittagessen mit D.
Recht kurzfristig fragte mich D, ob ich Zeit und Lust für ein gemeinsames Mittagessen hätte. Da der Tag lang werden würde, stimmte ich zu. Unser vietnamesisches Lieblingsrestaurant hat im Moment Urlaub, weshalb wir uns auf der Karli ein anderes der zahlreichen Restaurants aussuchten.
Das von mir gewählte Gericht war unglaublich lecker. D und ich kommen sicherlich nochmals hierher.
Bevor es für mich wieder an die Arbeit ging, aßen wir jede noch eine Kugel Eis.


Abendspaziergang.
S, die Mama von Ls Schulfreundin L, war so lieb und holte L heute Nachmittag von der Schule ab. So hatte ich überhaupt keinen Stress mit meinem Termin ab fünfzehn Uhr.
Bevor ich L abends in S‘ Garten abholte, machte ich noch einen kleinen Abendspaziergang und genoss die sommerliche Wärme.

Tagebuch – 10. September 2023

Alltagsschnipsel

Bevor es gestern Abend schlafen ging, herrschte eine Weile großes Drama. Sehr zu meinem Nervenleiden wackelte Ls zweiter Schneidemilchzahn sehr doll. Aber leider nicht doll genug, um sofort herauszufallen. Irgendwie gelang es mir aber doch, L zu beruhigen und ins Bett zu bringen.

Geschlafen hatte ich bis heute Morgen halb acht. L wachte etwa dreißig Minuten nach mir auf.
Lange blieb ich nicht im Bett liegen, denn ich bereitete erneut ein leckeres Picknick für unseren geplanten Tagesausflug vor. Kurz nach neun Uhr verließen wir die Wohnung.

Gegen zwanzig Uhr tat mir Ls Milchzahn einen großen Gefallen: Er fiel heraus. Endlich! L glücklich. Ich glücklich. Herrlich. (Leider sind bisher nur fünf Milchzähne ausgefallen.)

Was heute schön war:

Zoopark.
Den Großteil des Tages verbrachten wir im Leipziger Zoopark. (Nächste Woche läuft Ls und meine Jahreskarte aus und ich wollte vorher unbedingt noch einmal hingehen.)
Heute hatten wir Glück und konnten bei der Fütterung der Robben mit dabei sein. Wir entdeckten zahlreiche Tiere in ihren großzügigen Gehegen und statteten natürlich auch dem Gondwanaland wieder einen Besuch ab.


Kinobesuch.
Nachmittags fuhren wir ins Cineplex in Leipzig, um den Film „Neue Geschichten vom Franz“ anzuschauen. Da dieser Film nur in diesem Kino, von dem ich bis vor wenigen Tagen nicht einmal wusste, dass es überhaupt existiert, lief, hatten wir die Möglichkeit, eine neue Gegend kennenzulernen.
Die Kino- und vor allem Snackpreise sind im Cineplex wesentlich günstiger als im Cinestar. Zudem war das Kino sauber, gemütlich und machte auf uns einen sehr guten Eindruck. Ich kann mir sehr gut vorstellen, hier nun öfter einen Film anzuschauen.

Tagebuch – 9. September 2023

Alltagsschnipsel

Heute Morgen wachte ich halb acht auf und war ausgeschlafen. L wurde kurze Zeit nach mir wach.

Bevor ich mit L frühstückte, bereitete ich unseren Anteil für das Gemeinschaftspicknick vor. Ich nahm mir nach dem Essen ein paar Minuten Zeit für die Aktualisierung meines Terminkalenders “Ein guter Plan”, ging duschen, hielt wenig später für frische Brötchen beim Bäcker an und war mit L gegen zehn Uhr auf den Autobahnen unterwegs.
Abends fuhren wir wieder zurück nach Hause.

Was heute schön war:

Hochzeitsfeier.
Meine Freundin (und ehemalige Kollegin) A und ihr Mann M feierten ihren zehnten Hochzeitstag.
Bei Temperaturen um die dreißig Grad Celsius trafen wir uns mit vielen anderen Gästen bei der Bienstädter Warte im Landkreis Gotha in Thüringen. Sehr viele Gäste trugen hübsch anzusehende Wikingergewänder. (L und ich sind mit solcher Kleidung nicht ausgestattet und fielen optisch etwas aus der Reihe.) 
Es wurde ein großes Buffet, zu dem jede*r etwas beisteuerte, aufgebaut. Ich verbrachte die sechs Stunden meines Aufenthaltes gefühlt nur mit essen, da so unglaublich viele leckere Sachen auf dem Tisch standen.
Damit den anwesenden Kindern nicht langweilig wurde, fanden in regelmäßigen Abständen Spiele wie eine Schatzsuche, Boule oder Laufen mit Topfstelzen statt, bei denen sie Münzen gewinnen und später beim Händler gegen etwas Tolles eintauschen konnten.

Tagebuch – 8. September 2023

Alltagsschnipsel

Gestern Abend vor dem Schlafengehen hatte L (vermutlich vor Müdigkeit) einen langanhaltenden Heulanfall. (Meine Güte war das laut, nervig und anstrengend.) Irgendwann beruhigte sie sich wieder und schlief ein. Ich verwarf meinen Plan, entspannt noch ein paar Zeilen zu lesen und legte mich kurz nach einundzwanzig Uhr ebenfalls schlafen.
Bis heute Morgen viertel nach vier, also viertel fünf, schlief ich durch. Die letzten zwei Stunden bis zum Bellen des Paw Patrol Weckers und Klingelns meines Telefonweckers träumte ich wirres Zeug, in denen einige Kolleginnen und Kollegen, die offenbar mit irgendetwas unzufrieden sind, ihren Unmut aber nicht direkt an uns äußern, vorkamen.

L verbrachte ein paar Stunden ihres heutigen Schultages im Pongoland im Leipziger Zoo. Dort erhielt sie gemeinsam mit einigen anderen Klassenkameradinnen und -kameraden eine Art „Blick hinter die Kulissen“ und lernte so einiges über Menschenaffen. Geführt und geleitet wurde diese Exkursion von einer Biologin. Ihr Projekt wird wohl noch an drei oder vier weiteren Freitagen fortgesetzt werden, ehe sie in eine andere Thematik reinschnuppern darf. Tolle Sache.

Was heute schön war:

Lagebesprechung.
Mein Kollege/Freund M kam heute Vormittag zu mir nach Markkleeberg. Gemeinsam arbeiteten wir an einer (schriftlichen) Kapazitätsplanung, besprachen detailliert unser Vorgehen bezüglich einiger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und sammelten Punkte, die wir D, dem zweiten Geschäftsführer, am Montag präsentieren werden. Danach fühlte ich mich besser und motivierter. Je ein leckeres Mittagessen ließen wir uns liefern.

Sommerbad Südost.
Nachmittags fuhren L und ich direkt von der Schule zum Freibad. Es waren erneut Temperaturen um die dreißig Grad Celsius. Perfektes Badewetter also. In der Nähe des Kleinkindbeckens warteten bereits Ls Schulfreundin L, ihr Bruder J und ihre Mama M auf uns. Zweimal ging ich im kalten Wasser baden. Die Kinder schafften es öfter und spielten die restliche Zeit auf dem nahegelegenen Spielplatz. Ein Eis durfte auch nicht fehlen.

Tagebuch – 7. September 2023

Alltagsschnipsel

Nach einer erholsamen Nacht mit vielen Stunden Schlaf wachte ich heute Morgen gegen sechs Uhr auf, stöberte noch auf einigen Internetseiten herum, ließ den Paw Patrol Wecker bellen, weckte L und stand schließlich selbst auf, um mich für den Tag fertigzumachen.

L und ich verließen wenig später ohne Streit die Wohnung und fuhren mit einiger Wartezeit aufgrund des immer noch bestehenden morgendlichen Staus wegen der Sperrung der Straße im Nachbardorf in Richtung Schule. L lief die letzten Meter bis zum Schultor zügiger, um Abstand von mir zu gewinnen und so zu tun, als kenne sie mich nicht. Ich musste heute nämlich ins Sekretariat, um ihren Schülerausweis verlängern zu lassen. Meine Anwesenheit war ihr offenbar unangenehm.

Im Matheunterricht schrieb L einen Probetest, der mit einer Probezensur benotet wurde. Die Kinder sollten dadurch erfahren, wie ein Test abläuft und was es zu beachten gibt. Zudem sollte allen die Nervosität für zukünftige Arbeiten genommen werden.
Laut der Klassenlehrerin war L die ganze Zeit über konzentriert und fokussiert dabei. Ich stellte beim Blick auf ihren Test zudem fest, dass sie die Zahlen sehr leserlich geschrieben hatte. Mehr war mir persönlich nicht wichtig. Ihre Probenote war okay. Ich entdeckte auf Anhieb einige Schusselfehler. Bei zwei Aufgabenblöcken bestätigte mir L meine Vermutung, dass sie überhaupt nicht wusste, was zu tun war und wo bzw. wie sie die errechneten Ergebnisse notieren sollte. Letzteres werde ich als kurzes Feedback an die Lehrerin weitergeben. Sie hat sie Kinder erst mit Start der zweiten Klasse übernommen und wollte sich mit dem Probetest ein Bild machen, wo die Kinder aktuell stehen.

Nachmittags ging ich mit L zur Hautärztin. Seit vielen Jahren hat L auf dem Rücken ein großes Leberfleck, das angeschaut werden sollte. Die Ärztin miss dieses aus, hatte vorerst keinen Grund zur Beunruhigung, bat uns aber, in einem Vierteljahr erneut vorbeizukommen. So vereinbarte ich einen Folgetermin kurz vor Heiligabend.

Was heute schön war:

Klarheit.
Abends stellten L und ich uns dem Vorstand der Kleingartenanlage vor. Die ältere Frau, die das Sagen hat, war nicht sonderlich sympathisch und hatte eindeutig Haare auf den Zähnen. Sie bestätigte mehr oder weniger deutlich, dass mit ihr nicht gut Kirschen essen sei, wenn gegen die Auflagen der Satzung verstoßen wird. Von Spaß im eigenen Garten scheint sie auch nichts zu halten. Einem Trampolin, das ich L gern aufgebaut hätte, würde sie niemals zustimmen. Sie meinte, bei einem Sturm seien diese nicht sicher und zudem verursachen sie zu viel Lärm.
Ich werde mir nun in Ruhe die Satzung der Kleingartenanlage durchlesen. Da L während des Kennenlernens bereits signalisierte, dass sie gehen will, gehe ich davon aus, dass unser privates Projekt mit diesem Verein nicht zustandekommen wird. Wir haben zum Glück keine Eile.