Ich habe gut geschlafen, aber definitiv zu wenig. Eine Stunde nach dem Einschlafen wachte L schweißgebadet in einem halbwachen Zustand auf und fantasierte vor sich hin, verließ das Zimmer, kehrte zurück und wiederholte die Prozedur noch einige Male. Dann war wieder Ruhe und wir konnten unsere Nacht fortsetzen.
Im ICE nach Erfurt gab es eine Brotzeit, mittags aß ich eine leckere Portion Sushi mit Edamame und abends gab es die Hälfte eines asiatischen Gerichts.
Den Arbeitstag verbrachte ich im Büro. Heute fand unser erster Open Space Friday im neuen Jahr statt. Dieser stand größtenteils im Zeichen des Valentinstags. Ein bisschen Kitsch musste einfach sein. Wir starteten etwas verspätet in unser Teammeeting, erhielten anschließend ein Management Update und konnten uns den Rest des Tages individuell um unsere Projekte und Themen kümmern. Die Mittagspause verbrachten wir alle gemeinsam. Das gelieferte Essen bezahlte die Firma. Wetterbedingt entschied ich mich gestern Abend, doch lieber mit dem Zug nach Erfurt zu fahren. Die Straßen waren wegen des Schneefalls und der Minustemperaturen nicht geräumt und glatt.
Heute war Ls letzter Schultag vor den Winterferien. Im ersten Block bekamen die Kinder ihre Zeugnisse. Abends erhielt ich ein Foto davon. L hat in allen Fächern die Note Zwei stehen. Mit Ausnahme der Mitarbeit, die mit gut bewertet wurde, erhielt sie auf alle anderen Kopfnoten ein Sehr gut. Im zweiten Block fand die Faschingsparty statt. L und EB sind in ihren am Montag mühsam erstandenen Bad Taste Kostümen als Schwestern gegangen. Die Klassenlehrerin war als Dalmatiner verkleidet. Heute hatten die Kinder ein letztes Mal mit ihr zu tun.
Als ich am späten Nachmittag zurück in Leipzig war, kaufte ich einige Lebensmittel ein.
Gegen sechs Uhr telefonierte ich lange mit Dresden-J – mit einer kurzen Unterbrechung, um mich mit Leipzig-A wegen Ls Übernachtung bei EB abzustimmen beziehungsweise die aktuelle Stimmung zu erfahren.
Mit meiner Schwägerin M telefonierte ich spät abends noch eine Stunde lang. Das war sehr schön.
Ich schaute anschließend kurz meine Serie zu Ende, machte meine Sprachübungen und hoffte inständig, nicht mehr fahren zu müssen, um L abzuholen. Leipzig-A gab dreiundzwanzig Uhr aber Entwarnung. Ein paar Tränchen sind bei L zwar geflossen, aber die Mädels konnten einschlafen.
Was heute schön war:
– (fast) pünktliche S-Bahnen und Züge
– geselliger Büroaufenthalt
– Playdate für L
– Ls gutes Halbjahreszeugnis
– Telefonate
– Serienabend
– Englischübungen
