Ein Wochenende im Januar 

Alltagsschnipsel

Dass dieses Wochenende ruhig verlaufen würde, war mir bereits vor einigen Wochen klar. Dass L und ich allerdings krank sein und das Bett hüten würden, hätte nicht unbedingt sein müssen. Ich hoffe, dass wir in der kalten Jahreszeit jetzt lange und oft genug krank gewesen sind. 


Samstag, 18. Januar 2025


In der Nacht habe ich viel geschwitzt, noch mehr gehustet und gemerkt, wie ich allmählich einen ordentlichen Schnupfen bekomme. Kurz nach sieben Uhr wurde L wach. Da es noch dunkel und ich müde war, versuchte ich, sie zum Weiterschlafen zu bewegen. Es klappte und wir wurden halb neun wieder wach. L hustete am Morgen viel herum.

Nachdem ich Elli und Waltraud frisches Grünfutter bereitgestellt habe, machte ich mich an Ls und mein Frühstück. Wir aßen beide Knsuper-Beerenmüsli.

Aufgrund starker Kopfschmerzen begab ich mich nach dem Essen zurück ins Bett. Auch L ruhte sich aus. Vormittags riefen meine Eltern auf Ls Smart Watch an, um sich nach meinem Gesundheitszustand zu erkundigen. Im Verlauf des Tages wurde L langweilig und ich fragte bei den Eltern ihrer Schulfreundin CE an, ob sie nachmittags oder morgen Zeit hätten. Wir einigten uns auf den nächsten Tag.

Zur Nachmittagszeit schauten L und ich gemeinsam den Film „Charlie und die Schokoladenfabrik“. Ich erinnere mich noch genau daran, wie ich diesen Film zum ersten Mal gemeinsam mit meinem Bruder und meiner Cousine J im Kino gesehen habe. Mit dabei waren damals etliche Mini-Tafeln Schokolade – ganz passend zur Thematik.

Damit mein Blutzuckerspiegel nicht absackt und mir komisch wird, aß ich über den Tag verteilt immer wieder ein Pizzastück, bis beide Pizzakartons schließlich leer waren. 

Abends schaute ich ein paar Folgen einer Serie weiter und machte kurz vor dem Schlafengehen noch meine Französischübungen. 


Sonntag, 19. Januar 2025


Heute schlief ich bis kurz vor acht Uhr. Im Schlafzimmer war es zu dieser Zeit noch ziemlich dunkel.
In der Nacht hatte ich viel geträumt und ordentlich geschwitzt. Ich musste irgendwann in den frühen Morgenstunden sogar aufstehen, um mein Schlafoberteil gegen ein trockenes zu wechseln. Auch ein plötzliches Einsetzen des Krabbelhustens hielt L und mich lange vom Schlafen ab. Dennoch fühlte ich mich beim Aufstehen besser.

Ich nutzte diesen Umstand und ging nach wer weiß wie vielen Tagen endlich wieder duschen. Dabei wusch ich mir auch die Haare. Das Gefühl danach war einfach wunderbar. 

Für Elli und Waltraud bereitete ich zuerst das Frühstück zu, danach für L und mich. Wir aßen beide mein Knusper-Beerenmüsli. Dass ich noch nicht wieder fit bin, merke ich daran, dass ich keinen Appetit auf meinen heiß geliebten Schokocappuccino habe. 

L hat nun neben dem Husten auch Schnupfen. So sagte ich CE und ihrer Familie für heute ab. L wollte sich lieber ausruhen.

Nach dem Essen setzte ich mich mit dem Laptop auf dem Schoß auf die Couch, um das Übergabeprotokoll des neuen Dienstwagens zu lesen. Dabei fand ich heraus, dass derzeit Sommerreifen montiert sind und auch keine Winterreifen mitgeliefert werden. Ich fragte per Mail beim Autohaus nach, erhielt kurz darauf sogar eine Antwort meines Ansprechpartners und lernte, dass Neufahrzeuge immer auf Sommerreifen stehen und Winterreifen im Preis nicht inkludiert sind. Als ich merkte, wie eine Liste an bisher ungeplanten To-dos vor meinem geistigen Auge entstand und diesbezüglich mein Stresslevel anstieg, klappte ich das Macbook schnell zu und ließ es für den Moment gut sein. 
Ich widmete mich stattdessen der Pflanzenpflege und kümmerte mich um unsere Wäsche. 

Mittags bereitete ich L und mir Nudeln mit Tomatensoße zu. Etwa eine Viertelstunde später hatte ich einen so starken Hustenreiz, dass ich das Gegessene vollständig erbrach. Schade. Eine Toastbrotscheibe mit Nutella musste kurze Zeit später zur Besänftigung des Hungers dienen.

Nach einem kurzen, erholsamen Mittagsschlaf lockte mich die Sonne nach draußen. Ich entsorgte zuerst unseren Müll, der bereits zwei Tage lang darauf wartete, und lief anschließend eine etwa anderthalb Kilometer lange Runde. Für mehr war ich noch nicht fit genug. Als ich eine halbe Stunde später wieder zu Hause war, musste ich mich ausruhen.
L blieb währenddessen erstmals ganz alleine zu Hause. Ihre Beine taten weh und sie wollte sich ausruhen. Über die Smart Watch, die es für sie zu Weihnachten gab, bin ich immer noch glücklich. Sie hat L zu mehr Selbstvertrauen und Mut verholfen.

Aus einer Laune heraus und weil ich mich noch nicht fit genug fühlte, um zu kochen, bestellte ich uns zum Abendessen etwas Sushi. Auch bei der Einnahme meines Lieblingsessens hatte ich mit meinem starken Hustenreiz zu kämpfen. Ich kam allerdings etwas besser weg als am Mittag.

Den restlichen Abend verbrachte ich im gemütlichen Bett, schaute meine Serie weiter und absolvierte Italienischübungen. 

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