Diesmal schlief ich bis morgens um fünf durch und schaute nur in der letzten Stunde bis zum Aufstehen zwei- oder dreimal auf den Wecker. Ich wachte mit stärkeren Hals- sowie Kopf- und Gliederschmerzen auf. L kam für ihre Verhältnisse gut aus dem Bett. Auch heute ging sie wieder komplett alleine in die Schule. So war ich nicht gezwungen, morgens die Wohnung zu verlassen.
Zum Frühstück aß ich ein Knusper-Beerenmüsli mit Weintrauben, dazu gab es Pflanzenmilch. Mittags, zum Vesper und abends aß ich jeweils belegte Brotscheiben.
Ich begann erneut zeitig mit der Arbeit. Es ist ein schönes Gefühl, schon allerhand Aufgaben erledigt zu haben, bevor ein Großteil der Mitarbeiter in den eigenen Arbeitstag startet. Nachmittags investierte ich nochmals zwei Stunden in die Finanztabelle. Diese musste nämlich korrigiert und angepasst werden.
L schrieb den Ethiktest zum Thema „Die zehn Gebote“. Obwohl wir uns die Arbeitsblätter über mehrere Abende hinweg angesehen und durchgesprochen haben, fühlte sie sich nicht gut vorbereitet. Sie teilte mir abends mit, dass sie anfangs leise vor sich hingeweint hat, als sie die Aufgaben sah. Sehr wahrscheinlich hat sie den Test verhauen, da sie bei manchen Bildern nicht wusste, welches Gebot abgebildet ist. Sollte ihr Test wirklich mit Note vier oder schlechter bewertet sein, hat L an ihrer Grundschule die Möglichkeit, diesen zu wiederholen. Tatsächlich kann also überhaupt nichts schlimmes passieren.
Da einige wichtige Lebensmittel bereits zur Neige gegangen sind, kaufte ich diese vor Ls Klavierstunde nach. In letzter Zeit boten sich mir keine Gelegenheiten, einkaufen zu gehen.
Heute kamen wir mit nur fünf Minuten Verspätung beim Klavierunterricht an. Erwartet wurden wir von einer Vertretungslehrerin, die sehr nett war. L mag ihren Klavierlehrer trotzdem lieber.
Abends gingen L und ich wieder zeitig schlafen, da ich bereits kurz nach zwanzig Uhr kaum noch die Augen offenhalten konnte.
Mein Highlight des Tages war der Kauf eines Rachensprays. Schon nach der ersten Anwendung von drei Sprühstößen waren meine extremen Halsschmerzen nahezu komplett verschwunden. Zumindest kurzzeitig.
Was heute schön war:
– Ls Selbstständigkeit
– Medikamentenkauf in der Apotheke
– Schwedischübungen
– Serienabend
