Die Nacht war gut. Ab halb drei befand ich mich allerdings nur noch im leichten Schlaf und träumte dabei einiges zusammen. Kurz vor dem Weckerklingeln bin ich nochmals richtig eingeschlafen. Als es Zeit zum Aufstehen war, wurde L zu meiner Überraschung ebenfalls schon wach. So waren wir heute Morgen sehr zeitig dran, konnten ein Geburtstagsvideo für meinen Bruder aufnehmen und zeitig die Wohnung in Richtung Schule verlassen.
Zum Frühstück aß ich ein Beerenmüsli mit Birne und Pflanzenmilch. Mittags gab ich nun endlich meinem tagelangen Verlangen nach Kartoffeln, Rotkraut und Bratensoße nach. Abends gab es Rotkraut, Bratensoße und vegane Bratwürste.
Den Arbeitstag verbrachte ich im Homeoffice. Heute bestätigte ich den Termin für unsere Weihnachtsfeier im Dezember. Kommende Woche werden wir diesen an das Team verkünden.
L hielt nun endlich ihren Vortrag über Italien in Verbindung mit der Vorstellung der dazugehörigen Länderkiste. Ihre Note erfährt sie am Freitag. Ich bin gespannt, ob ihre Leistung bewertet wird, da die Lehrerin mehrfach nachhakte, ob sie Hilfe von Zuhause erhalten hat. L blieb aber konsequent und ließ sich nicht einschüchtern. (Das hat sie definitiv nicht von mir.) Nachmittags verließ L alleine das Schulgebäude. Wir trafen uns einige hundert Meter von der Schule entfernt. Das klappte wieder gut. Nur ihre Trinkflasche hat den Weg aus der Schule nicht gefunden.
Am Nachmittag fuhren L und ich im Auto zur Ergotherapie. L machte laut dem Ergotherapeuten gut mit und war aufmerksam bei der Sache. Auf der Heimfahrt war es bereits stockdunkel. Daran werde ich mich wieder gewöhnen müssen. Ich fahre sehr ungern im Dunkeln.
Ich habe die Befürchtung überzuschnappen. Allerdings fühlt sich das gut und sehr befreiend an. Für L schloss ich heute nämlich die Bestellung der Weihnachtsgeschenke ab. Sie bekommt so ziemlich jeden mitgeteilten Wunsch bis einschließlich heute erfüllt. Insgesamt fünf oder sechs Personen/Familien werden sich wieder beteiligen. Um den Spaß bezahlen zu können, schröpfte ich erneut mein Sparbuch, ohne jedoch komplett über meine Verhältnisse zu leben. Und der neue Kontostand auf dem Sparbuch war mir völlig egal. Stattdessen fühlte ich mich lebendig und glücklich.
Ein wichtiger Vorsatz für das kommende Jahr wird sein, nicht mehr andauernd über mangelndes und fehlendes Geld zu jammern. Ich bin schon selbst genervt davon. Ich will und werde das Leben mehr genießen. Alles andere macht mich krank.
Was heute schön war:
– Telefonat mit meinem Bruder
– Weihnachtsvorbereitungen
– netflixen
– Italienischübungen in der Duolingo App
– lesen
