Mit dem am gestrigen Tag veröffentlichten Beitrag habe ich nun bereits eintausend Artikel auf diesem Blog verfasst. Der meiste Content entstand in den letzten vier Jahren, als ich anfing, über unseren Alltag zu berichten. Mittlerweile hilft mir das regelmäßige Schreiben sehr bei der Trauerbewältigung.
L und ich hatten heute Morgen beide kurz vor acht Uhr ausgeschlafen. Bei einer kurzen Badrunde begrüßten wir Elli und Waltraud im Wohnzimmer, die seit einigen aufeinanderfolgenden Tagen stubenrein sind und mir somit morgens Aufwischarbeiten ersparen, ehe wir uns nochmals unter die warme Bettdecke kuschelten und lasen oder fernsahen.
Eine ganz leichte Erkältung scheint nun auch mich erreicht zu haben. Ich habe etwas Ohrenrauschen, Halsschmerzen und niese des Öfteren.
Nach dem Aufstehen bereitete ich zunächst für unsere beiden Kaninchen Frühstück zu, da sie mir bereits in der Küche auflauerten und mich mit ihren großen Kulleraugen hungrig anschauten, und anschließend für L und mich. L wünschte sich Brötchen. Ich aß mein Beerenmüsli mit Obst und Milch. Dazu trank ich eine Tasse Schokocappuccino und ein Glas LaVita-Saft.
Nach dem Frühstück kümmerte ich mich um Ls Reiseproviant für die anstehende Fahrt und reinigte anschließend den Kaninchenstall und das -gehege. Unmengen an Grünfutter stellte ich Elli und Waltraud zur Verfügung.
Ich machte mich im Badezimmer ausgehfertig, verstaute die restlichen Dinge in der Reisetasche und fuhr mit L im Auto zur Tankstelle. Wenige Minuten später steuerten wir die erste Autobahn an und machten uns auf den Weg nach Erfurt. Unterwegs hörten wir den Soundtrack des aktuellen Teils der Filmreihe “Die Schule der magischen Tiere” und ein Conni-Hörspiel.
Kurz nach dreizehn Uhr trudelten wir bei meinen Eltern ein und aßen gemeinsam auf Ls Wunsch hin Nudeln mit Tomatensoße.
Während mein Papa Mittagsruhe hielt und L etwas fernsah, machten es sich meine Mama und ich im Wohnzimmer auf der neuen Couch beziehungsweise dem neuen Sessel gemütlich und unterhielten uns.
Am späten Nachmittag fuhren wir mit der Straßenbahn zum Domplatz und schlenderten mit unzählig vielen anderen Menschen über das Oktoberfest. L versuchte ihr Glück bei einigen Buden und entschied sich fast überall für ein kleines Kuscheltier. Weil ich recht ängstlich bin und mir zudem bei nahezu jedem Fahrgeschäft übel wird, musste ich sie leider enttäuschen und eine Fahrt mit der Achterbahn ablehnen. Auf die Geisterbahn traute sie sich nicht.
Wir holten uns alle noch etwas zum Abendessen und die ein oder andere Leckerei am Süßigkeitenstand.
Als es von jetzt auf gleich richtig kalt wurde, traten wir den Heimweg an. Wir erwischten glücklicherweise noch eine Straßenbahn bis zum Hauptbahnhof und liefen die restliche Strecke zu Fuß. Auf die Anschlussbahn wollten wir nämlich keine fünfundzwanzig Minuten warten.
Zu Hause wärmten wir uns auf und verputzten einen Großteil des Süßkrams. Kuchen gab es auch.
Abends schaute ich die Tagesschau mit, die meine Eltern täglich konsumieren und ich lediglich alle paar Wochen, wenn ich bei ihnen zu Besuch bin. L probierte währenddessen ihre auf dem Rummel gewonnenen Pompoms aus und dachte sich tolle Choreografien dazu aus.
Gemeinsam mit meiner Mama spielten L und ich eine Runde „Memory“ und das Spiel „Mensch ärgere dich nicht“.
Den restlichen Abend werde ich lesend und mit einigen Französischübungen in der Duolingo App ausklingen lassen.
