12 von 12 im August

Alltagsschnipsel

Heute ist der 12. Tag des Monats. Es ist somit wieder Zeit für das 12 von 12, bereits das achte in diesem Jahr. Im Verlauf des Tages habe ich einige Bilder gemacht, von denen ich nun zwölf im Blog präsentiere.

Der Wecker riss mich Viertel nach sechs mitten aus einem Traum. Das mag ich nicht so gern. Lieber hätte ich noch ein Stündchen länger geschlafen.



Beim Betreten des Wohnzimmers begrüßte ich Elli und Waltraud, wischte Urinpfützen weg und kehrte Stroh, Einstreu und das ein oder andere Hasenköttelchen vom Fußboden auf. Danach gab ich den beiden frisches Grünfutter, auf das sie sich gierig stürzten, nachdem sie mir zuvor in der Küche nicht mehr von der Seite gewichen sind.

Viertel vor sieben weckte ich L, deren Lust auf Schule sich in Grenzen hielt. Gemeinsam machten wir uns im Badezimmer für den bevorstehenden Tag zurecht.
Freddy, wie ich gestern Abend eine Spinne taufte, war verschwunden. Es ist mir ein Rätsel, wie das Tier überhaupt ins Badezimmer gelangen konnte. Das Fliegengitter sitzt mittlerweile fest und die Badezimmertür ist permanent geschlossen, damit die Kaninchen nicht auf die Idee kommen, Kabel und Schläuche der Waschmaschine anzuknabbern. Mit wäre es lieber gewesen, hätte die Spinne in irgendeiner Ecke gehockt. Ein Versteckspiel finde ich nicht so schön, denn heute Abend wird sie sicherlich wieder irgendwo auftauchen und mich erschrecken.



Auf dem Weg zum Auto, den L mit ihrem Ranzen auf den Schultern mit dem Roller zurücklegte, schmunzelte ich wieder wegen der schönen Idee mit der Sitzgelegenheit mitten im Grünen. Tatsächlich habe ich aber noch nie jemanden (abends) darauf sitzen sehen.



Die Fahrt zur Schule und zurück ging schnell vonstatten. Zu Hause angekommen, bereitete ich mir mein Frühstück vor. Heute gab es neben einem LaVita-Saft und dem geliebten Schokocappuccino wieder ein Beeren-Apfel-Müsli mit Pfirsich und Pflanzenmilch. Eine Kanne Tee kochte ich mir ebenfalls.
Gegessen habe ich vor dem Rechner, um die E-Mails zu sichten und erste allmorgendliche To-dos zu erledigen.



Das sonnige, warme Wetter nutzte ich auch heute aus, um zwei Ladungen Wäsche im Freien trocknen zu lassen. Ich liebe den Duft der an der frischen Luft getrockneten Kleidung sehr und hoffe, dass es in diesem Jahr noch etliche Gelegenheiten dafür geben wird.



Zum Mittagessen bereitete ich mir einen Salat zu. Seit ein paar Wochen nehme ich meine Mahlzeiten mit Essstäbchen zu mir. Ich kann zwar recht gut mit diesen umgehen, bin aber deutlich langsamer als mit Löffel oder Gabel. So gelingt es mir nun immer besser, meine Speisen bewusster wahrzunehmen und nicht so schnell zu essen.



Glücklicherweise konnte ich den Einkauf von frischem Salat für die Kaninchen noch vor Beginn des Berufsverkehrs erledigen. Von dieser Ration dürften Elli und Waltraud bis übermorgen Vormittag satt werden.



Nach der Arbeit reinigte ich gleich das Kaninchengehege und stellte den beiden frisches Futter zur Verfügung. So machte ich mir selbst eine kleine Freude, da diese Tätigkeit für heute bereits erledigt ist. Danach holte ich die trockene Wäsche nach oben und verräumte sie in Ls und meinen Kleiderschrank. Ich räumte den Geschirrspüler aus und ein und bereitete für L eine Brotdose für den morgigen Schultag vor.



L verbrachte den Nachmittag und Abend bei ihrer Schulfreundin YW. Ich überlegte eine Weile, was ich mit der gewonnenen Freizeit anfangen möchte. Da ich den Sommer liebe und bei schönem Wetter oft das Gefühl bekomme, etwas vom Leben zu verpassen, wenn ich das Haus nicht verlasse, entschied ich mich, mit dem Fahrrad zu einem der Seen zu fahren.
Bevor ich diesen Plan in die Tat umsetzen konnte, musste ich mein Fahrrad fahrtauglich machen. Auf dem Weg in den Keller überlegte ich, ob ich in diesem Jahr überhaupt schon einmal mit dem Fahrrad unterwegs war. Beim Anblick meines mittlerweile zehnjährigen Fahrrads wusste ich die Antwort: Nein. Ich säuberte es und pumpte die Reifen mit Luft voll. Weil ich einmal dabei war, machte ich das bei Ls Fahrrad gleich mit.



Ich fuhr etwa eine halbe Stunde auf einem der vielen Fahrradwege hier in der Gegend entlang, ließ mir den Wind um die Ohren pusten und erfreute mich sehr am Anblick der Natur. An einer netten Stelle am Strand machte ich es mir im Gras gemütlich und schwamm zwei Mal durch das kühle Nass des Markkleeberger Sees, ehe ich den Rückweg antrat.
Wieder einmal fragte ich mich, weshalb L und ich die Fahrräder so selten nutzen.



In der Leipziger Südvorstadt holte ich L schließlich von ihrer Freundin YW ab. Sie verbrachte dort schöne Stunden und erzählte mir auf der Rückfahrt im Auto ausführlich von ihrem Tag.

Den Abend werde ich mit einigen Schwedischübungen in der Duolingo App ausklingen lassen, dabei (noch) ein Eis essen und eventuell eine Folge einer Serie schauen.

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