Ich habe nachts etwas unruhig geschlafen. Dennoch wurde ich Viertel nach sechs wach und fühlte mich erholt genug, um den heutigen Tag zu bestreiten. Geträumt hatte ich einiges, jedoch war nichts mehr davon greifbar.
Zum Frühstück aß ich wie immer Schokomüsli, Erdbeeren und Pflanzenmilch, mittags gab es das restliche Sushi und abends bereitete ich für L und mich ein Nudelgericht zu. Letzteres ist eine nette Umschreibung für Nudeln mit Ketchup.
Gemeinsam mit unserem Mutterkonzern nähern wir uns dem Ende des Bürokratiewahnsinns in den unendlichen Weiten des Förderuniversums. Leider sagt mir mein Bauchgefühl, dass uns vermutlich keine der im ersten Anlauf beantragten drei Förderungen bewilligt werden wird. Wir werden sehen.
Ls Schultag war unspektakulär. Die Erzieherin, die auch die AG Theater leitet, soll wohl kürzlich gekündigt haben. Das wäre wirklich sehr schade. Einen anderen Erzieher habe ich ebenfalls schon auffallend lange nicht mehr gesehen.
Nachmittags machte ich mich auf den Weg ins Tierheim, um Elli und Waltraud, zwei super niedliche Zwergwiddermädchen abzuholen. Nach Zahlung der Schutzgebühr, die sich pro Tier auf fünfzig Euro belief, fuhr ich mit den beiden im Auto zu uns nach Hause. Während der Fahrt konnte ich einen ersten Eindruck vom Charakter der Kaninchen gewinnen: Waltraud teilte mir sehr genau mit, was sie von der ganzen Situation hält, während Elli keinen Mucks von sich gab.
Heute bat mich Ls Schulfreundin EB, mit zu uns nach Hause kommen zu dürfen. Ich hatte nichts dagegen. Die beiden Mädels saßen aufgeregt vor dem Gehege und beobachteten jede Regung der beiden neuen Mitbewohnerinnen.


Morgens bekam ich einen riesengroßen Schreck, als plötzlich direkt über den Autos ein ADAC Helikopter zur Landung auf dem Parkplatz des Gartenmarkts, der von der Ampel aus keine zweihundert Meter entfernt liegt, ansetzte. Mein Puls schoss sofort auf einhundertachtzig und ich hatte ein flaues Gefühl in der Magengegend. Vermutlich gab es einen Notfall. Anhand meiner Reaktion merke ich, dass ich noch einiges an Weg vor mir habe in Bezug auf meine Trauerbewältigung.
Was heute schön war:
– Herrichten des Geheges
– zwei neue Mitbewohnerinnen
– Playdate für L
– Italienischübungen in der Duolingo App
– lesen
