Halb acht wurde ich heute Morgen durch das Klingeln des Weckers geweckt. Ich blieb noch etwa zehn Minuten liegen und las auf einigen Seiten im Internet, ehe ich aufstand und mich im Bad meiner Schwiegermama zurechtmachte. L schlief weiter.
Im Tegut kaufte ich mir Knuspermüsli mit Joghurt und pürierten Erdbeeren zum Frühstück, mittags aß ich einen Salat aus Tomaten, Gurke, Möhre, Paprika und zwei veganen Würstchen und abends gab es eine Brotzeit.
Den Arbeitstag verbrachte ich gemeinsam mit unserem Werkstudenten im Büro in Erfurt. Ich gab ihm nach dem Mittag eine Einführung in das Scrum Framework. Er war diesbezüglich mein Versuchskaninchen, denn bisher hatte ein ehemaliger Kollege diese Aufgabe inne. Da wir uns währenddessen inhaltlich austauschen konnten, war mein Onboarding vermutlich nicht das schlechteste.
Nachmittags machten L und ich uns auf angenehm gefüllten Autobahnen auf den Weg zurück nach Markkleeberg. Im Auto hörten wir ihre Playlist.
Meine Französischübungen konnte ich nicht machen, da die Duolingo App Probleme hatte. Sie stürzte beim Start jedesmal ab. Deshalb schaute ich die erste Staffel der Unterhaltungsserie „LOL“ zu Ende.
Dass L in Mathe einige Lücken hat, die vor allen den einfachen Stoff aus Klassenstufe eins betreffen, ist nichts Neues. Seit ich vor gut einem Jahr damit begonnen habe, nicht mehr auf die Versprechungen der Schule zu setzen, sondern aktiv am Schulleben von L teilzunehmen und ihr zu Hause Nachhilfe zu geben, konnten wir schon einiges an Wissen aufbauen. Aus diesem Grund hat sie in Klasse zwei nun kaum noch Verständnisprobleme beziehungsweise kann diese schnell mit meiner Hilfe lösen. Ihre Noten sind gut und sie kann logisch nachvollziehen, was sie wie und warum rechnet.
Nun frage ich mich allerdings, wie ich erst diese Woche mitbekommen konnte, dass sie im Zahlenraum bis zehn (!) keine Ahnung hat, was beispielsweise 9 – 4 ist. Sie überlegt seeehr lange und fängt dann aus Verzweiflung an, irgendein Ergebnis zu raten. Ich bin wirklich schockiert. Wir sind nun also parallel zum Unterrichtsstoff von Klasse zwei dabei, im Zahlenraum bis zwanzig vorrangig Minusaufgaben zu üben. Das klappte die letzten beiden Tage schon sehr gut. L lernt zum Glück sehr schnell. (Ich habe mich nach unserem Streit wieder beruhigt und werde sie natürlich trotz wüster Beschimpfungen und Tränen weiterhin unterstützen.)
Was heute schön war:
– länger schlafen
– Ruhe
– unfall- und staufreie Autofahrt
– Unterhaltungsserie „LOL“
