Da L und ich gestern spät im Bett lagen, wachte sogar ich heute Morgen erst neun Uhr auf. L schlief noch. Geweckt wurde sie (sehr unsanft) von meiner Schwiegermama, der es Viertel vor zehn offenbar reichte, allein im Wohnzimmer zu sein. Sie klopfte sehr laut an die Tür des Gästezimmers, kam direkt herein und plapperte drauflos. L fand die Störung nicht sonderlich toll, hatte nach diesem unschönen Start in den Tag aber die Ruhe weg und trödelte beim Anziehen herum.
In etwas gedrückter Stimmung saßen wir schließlich Viertel nach zehn am Frühstückstisch und aßen nur eine Kleinigkeit.
L und meine Schwiegermama buken nach dem Essen Osterbrot. Während meine Schwiegermama das Mittagessen zubereitete, spielten L und ich eine Runde Memory.
Danach sollte L ein Aufgabenblatt in Mathe lösen. Es kam wie immer zum Streit, weshalb ich mich zurückzog und lieber im Gartenbereich der Wohnanlage Osterkörbchen und Kleinigkeiten für meinen Neffen M und L versteckte. Dummerweise hatte L mich vom Fenster aus beobachtet, wie ich etwas aus dem Beutel hervorholte und versteckte.
Ich denke, mit acht Jahren wird sie die Wahrheit verkraften, dass der Osterhase genauso wenig existiert wie der Weihnachtsmann. Dennoch bin ich ein wenig traurig darüber, dass sie nicht wie versprochen die wenigen Aufgaben gelöst, sondern sich selbst den Zauber am Fest genommen hat.
Mittags kamen meine Schwägerin M, mein Neffe M und mein Schwippschwager S zu Besuch. Wir aßen gemeinsam und ließen die Kinder anschließend im Regen die versteckten Osterkörbchen und Süßigkeiten suchen.
Den Nachmittag verbrachten wir mit Gesellschaftsspielen. Während die anderen Memory spielten, füllte L eine Seite im Freundebuch ihres Cousins aus. Ich spielte danach bei „Malefiz“ mit, während die Kinder unter und neben dem Tisch mit Autos spielten.
Nach dem Besuch durfte sich L mit dem iPad ins Gästezimmer zurückziehen. Ich machte es mir mit meiner Schwiegermama auf der Couch bequem, aktualisierte die Finanzplanung und löste ein paar Sudoku-Rätsel.
Das am Vormittag angefangene Matheaufgabenblatt beendete ich am Abend mit L. Ich wollte ihr danach einen anderen, für sie vielleicht einfacheren Rechenweg anhand von zwei oder drei Aufgaben erklären. Sie hörte mir allerdings nicht zu und es gab eine sehr große Eskalation. Ich ließ sie daraufhin in Ruhe.
Ich bin nun leider an dem Punkt angekommen, es generell gut sein zu lassen. L will meine Hilfe nicht. Ich habe mit meiner freien Zeit ohnehin besseres zu tun, als Lehreraufgaben auszuüben, und auch absolut keine Lust mehr, mich permanent von ihr beschimpfen und beleidigen zu lassen.
Dieser Streit hat mich wirklich sehr verletzt. Mir war es den restlichen Tag nicht mehr möglich, auch nur ein nettes Wort an L zu richten. Auch wenn das nicht sonderlich erwachsen von mir war, ging ich ihr bis zum Schlafengehen weitestgehend aus dem Weg.
Beim Abendessen musste sich L mit ihrer Oma unterhalten. Während unseres Filmabends, bei dem wir „25 km/h“ schauten, brauchte ohnehin keine zu reden.
Was heute schön war:
– ausschlafen
– Familienzeit
– Filmabend
– Schwedisch in der Duolingo App
Eindrücke des Tages:




