Dienstag, 26. März 2024 – Endlose Bürokratie

Alltagsschnipsel

L und ich waren gestern Abend sehr müde und schliefen sofort ein, kaum dass unsere Köpfe die Kissen berührten. Ich habe in der Nacht viel geträumt. Ich erinnere mich, dass L und ich in einem meiner Träume bis kurz nach halb elf geschlafen hatten, obwohl ein normaler Schul- und Arbeitstag war. Grund hierfür war Unterrichtsausfall des ersten Blocks, der aus zwei Stunden à fünfundvierzig Minuten besteht. Noch in meinem Traum merkte ich, dass L dennoch spätestens zehn Uhr in der Schule hätte auftauchen müssen. Wegen dieser Feststellung wurde ich wach und mein Traum endete.
Gefrühstückt hatte ich Beerenmüsli mit Kiwi, Mandarine und Pflanzenmilch. Mittags aß ich eine asiatische Gemüsepfanne mit Räuchertofu, zum Vesper ein Stück Donauwelle und abends eine Handvoll Süßkartoffelpommes, die L nicht mehr wollte.
Eine Beinübung machte ich beim Zähneputzen.

Neben meinen zwei Dailys kümmerte ich mich am Morgen um das Anliegen einer Mitarbeiterin. Sehr zu meiner Freude fand ich heute Gelegenheit, zwei Altlasten, die ich schon eine Weile vor mir hergeschoben hatte, zu erledigen. Ich wurde im Anschluss daran nicht nur mit einem befreienden Gefühl belohnt, sondern stellte wie immer fest, dass die Aufgaben nicht so eklig und lästig wie befürchtet und auch schneller erledigt waren als gedacht.
L hatte heute ihren letzten Schultag vor den Osterferien. Dieser Tag war dem Buch gewidmet. L wurde für das Genre Fantasy ausgelost und verbrachte den Tag bei ihrer Bezugserzieherin, die diesen Bereich mit Leben füllte. Unter anderem konnte L zwei Eier bemalen. Eines davon ist ein Drachenei.

Ich telefonierte mir den Tag über die Finger wund, um für L entsprechende Fördermaßnahmen in die Wege zu leiten und vor allen Dingen nicht (vollständig) auf den Kosten der privaten Förderung sitzen zu bleiben. Ich habe leider kein gutes Gefühl hinsichtlich einer Kostenübernahme, da die Voraussetzungen sehr hart klingen und ich stark bezweifle, dass L darunter fällt. Probieren werde ich es aber dennoch. Ansonsten heißt es, Geld sparen und meine Finanztabelle nochmals durchschauen, um die eventuell monatlich neu hinzukommenden 250 Euro bezahlen zu können.
Normalerweise mag L meine Musik nicht. Als ich ihr allerdings zwei Lieder von „Die Prinzen“ vorspielte, blieb sie am Remake des Liedes „Alles nur geklaut“ in Kooperation mit „Deine Freunde“ hängen und hört es seitdem in Dauerschleife.
Bei meiner Kellerumräumaktion machte ich am Abend weiter. Ich räumte hierfür vier kleinere Kisten aus und verteilte sie auf die großen.
Mit einem Projekt, das mir schon sehr lange am Herzen liegt, startete ich heute. Ich bin gespannt, ob und was daraus wird. Zumindest ist der Anfang gemacht.

Ich bin unfassbar gerührt, dass mich gleich drei Mamas, deren Töchter mit L dieselbe Klasse besuchen, mit Informationen rund um das Antragsverfahren bezüglich LRS und Tipps für geeignete Lerntherapie- und Ergotherapie-Praxen unterstützen. Das hilft mir wirklich sehr, um Herrin über diesen bürokratischen Wahnsinn zu werden.

Was heute schön war: 

– Sonnenschein
– Kuchen zum Vesper
– Französischübungen in der Duolingo App
– Start eines privaten Projekts
– Serie „The Wire“
– Sportübung

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