L konnte gestern wegen ihrer Aufgeregtheit nicht sofort einschlafen und quasselte und quasselte. Irgendwann war dann aber abrupt Ruhe und sie schlief ohne Unterbrechung durch. Und ich auch.
Kurz wach wurde ich heute Morgen gegen 05:40 Uhr. Nur wenige Minuten, nachdem ich auf die Uhr geschielt hatte, wurde auch L wach. Peinlich berührt ließ sie meine Glückwünsche zu ihrem Geburtstag über sich ergehen. Zitat: „Mama, mach es kurz und schmerzlos.“ Da unser Wecker sowieso um sechs Uhr geklingelt hätte, standen wir direkt auf.
Ich führte eine aufgeregte und neugierige L zu ihrem Geburtstagstisch, den ich diesmal in der Küche und nicht wie sonst im Wohnzimmer vorbereitet hatte. Das Geburtstagskind begann sogleich, ihre Geschenke, die insgesamt von sechs Familien/Haushalten vor ihr lagen, auszupacken. Viele ihrer Wünsche wurden erfüllt. Sie freute sich über jedes einzelne Geschenk sehr.



Danach begaben wir uns für die übliche Morgenrunde ins Badezimmer. Wir nutzten den heutigen Tag, um L nach langer Zeit mal wieder zu wiegen und zu messen.
Auf die Waage bringt L lediglich etwas mehr als zwanzig Kilogramm. Sie liegt somit nur knapp über der untersten Perzentile.
Mit 1,24 m Körpergröße befindet sie sich hingegen nicht nur im Intervall für Achtjährige, sondern auch zwischen der zweit- und drittletzten Perzentile.
M und ich waren und sind beide nicht die größten Menschen. Von daher ist Ls Körpergröße perfekt. Hinsichtlich des Gewichts kommt die definitiv nach M und seiner Familie. M hatte als Kind und Teenager oft Untergewicht und auch Ls Tante M ist sehr zierlich und schlank. Ich habe somit keinen Grund, mir Sorgen zu machen, zumal L nicht abgemagert, sondern sportlich und muskulös aussieht.
Mitsamt der Schokoladenmuffins und einer Schüssel voller Süßigkeiten kam L überpünktlich und sehr aufgeregt in der Schule an und wurde gleich von ihren Freundinnen in Beschlag genommen.
Ich begab mich zurück nach Hause ins Home Office und startete in meinen Arbeitstag.
Am Nachmittag holte ich L etwas zeitiger als sonst von der Schule ab. Die Kinder hatten Ls Geburtstag in der Hortzeit gefeiert, alle Muffins und mitgegebenen Süßigkeiten gegessen und zur Musik getanzt.
Wir fuhren auf direktem Weg nach Hause und blieben bis zum späten Nachmittag dort, um Geburtstagskuchen zu essen, Anrufe entgegenzunehmen, mit den geschenkten Spielsachen zu spielen (L) und zu entspannen (ich).
Zum Abendessen gingen wir auf Ls Wunsch hin in ein japanisches Sushi-Restaurant. Dort hatte ich uns zwei Plätze an der Bar direkt beim Fließband beziehungsweise beim Fluss, auf dem Boote vorbeifuhren, reserviert. Auch wenn mich die Rechnung am Ende ein wenig umgehauen hat, habe ich schon lange nicht mehr so gutes und frisches Sushi gegessen. Von der Kinderfreundlichkeit eines jeden Mitarbeitenden war ich ebenfalls positiv überrascht. Gut gesättigt und kurz vor dem Moment, indem das Schlemmen in Völlerei ausartet, verließen wir das Restaurant und telefonierten im Auto noch ein paar Minuten mit Ls Schulfreundin LK, ehe wir zurück nach Hause fuhren.




Kaum waren wir in der Wohnung angekommen, spielte L weiter mit ihren Geschenken.
L hatte laut eigener Aussage einen sehr schönen Geburtstag und ist ein rundum zufriedenes Kind.
