Eine unglaublich schlechte Nacht lag hinter mir. Mit mehreren Unterbrechungen schlief ich bis halb fünf, wälzte mich anschließend über eine Stunde im Bett herum und gab schließlich Viertel vor sechs auf.
L wollte gar nicht in die Schule gehen. Mittlerweile liegt es nicht mehr ausschließlich am frühen Aufstehen oder an einem weniger gemochten Unterrichtsfach, sondern eindeutig an dem unnötigen Druck, der von allen Seiten auf sie einprasselt. Ich kann das sehr gut nachempfinden.
Gestern Abend schrieb ich eine E-Mail an die Grundschule, die sich bei uns in der Nähe befindet. Heute Mittag erhielt ich einen sehr lieben Anruf der Direktorin.
Leider hat sie weder in Klassenstufe eins noch in zwei einen Platz für L frei. Unser Gespräch verwandelte sich schnell in eine kleine Beratung zur Lese-Rechtschreibschwäche-Thematik. Sie meinte, dass eine Wiederholung der oder Zurückversetzung in Klasse eins eher unüblich sei. L soll die zweite Klasse beenden, unbedingt den LRS-Test machen und je nach Ergebnis in eine LRS-Klasse auf einer anderen Schule wechseln. In diesen Klassen, die es nicht in allen Bundesländern zu geben scheint, wird die dritte Klasse in zwei Jahren absolviert. Im ersten Jahr wird sich um die Buchstaben und das richtige Schreiben gekümmert und im zweiten geht es normal mit dem Stoff der dritten Klasse weiter.
L ist nicht begeistert. Ich habe auch nach wie vor Bauchschmerzen.
Am späten Nachmittag hatte L ihre vierte Ballettstunde und war wieder sehr glücklich danach.
Was heute schön war:
Hautarzttermin.
Nachmittags ging ich mit L zur Hautärztin, die nach einem Vierteljahr erneut auf Ls Leberfleck am Rücken schaute. Dieses hat sich nicht verändert, ist also weder dunkler noch größer geworden. In einem halben Jahr sollen wir wieder vorbeikommen.
Wohnungsputz.
Mit Hilfe unseres Staubsaugerroboters Miro räumte ich heute unsere Wohnung auf und säuberte sie. Es war bitternötig. Das Ganze ging schneller vonstatten als erwartet. Mit dem Ergebnis bin ich auch sehr zufrieden.
