Tagebuch – 15. Dezember 2023

Alltagsschnipsel

Eine weitere schlafreiche Nacht lag hinter mir. Da L auch heute zum Auskurieren zu Hause blieb, konnte ich bis halb acht schlafen.

Mein Arbeitstag war sehr produktiv. Ich schaffte viel und bin optimistisch, kaum eine oder sogar gar keine Altlasten mit ins neue Arbeitsjahr zu nehmen.

Vormittags ließ ich L ein paar Matheaufgaben rechnen. Immerhin wird sie die gestern verpasste Klassenarbeit nächste Woche nachschreiben. Nachmittags übten wir beide für Deutsch.
Auch wenn heute Ls Ich-habe-keine-Lust-Tag war, war ich mit ihren Arbeitsergebnissen zufrieden.

Den Abend verbrachte ich in meinem Buch lesend und mit den Sprachübungen.

Was heute schön war:

Waffelfrühstück.
L hatte Appetit auf Waffeln zum Frühstück. Ich hatte auch nichts dagegen einzuwenden und bereitete uns welche zu. Ich finde es schön, dass unser Waffeleisen in letzter Zeit so oft zum Einsatz kommt.

Telefonat mit J.
Wir schafften es heute, fast drei Stunden lang miteinander zu telefonieren. Während ich J prima bei ihren Erlebnissen der letzten Wochen zuhören konnte, vervollständigte ich parallel dazu eine Arbeitstabelle mit wichtigen Zahlen.
Über die aktuelle Entwicklung im Leben einer gemeinsamen Bekannten freuten wir uns sehr, auch wenn die Betreffende sicherlich noch lange daran zu knabbern haben wird. Wir sind uns sicher, dass ihr Leben bald wieder bunter sein wird.

Kinobesuch.
Die Kinowerbung ging mir heute erstmals extrem auf den Kranz. Sie dauerte dreißig Minuten ohne (Eis)Pause. Bei Kinderfilmen ist es tatsächlich anders und von der Länge her noch angenehm.
L und ich schauten gemeinsam den Film “Wonka”, auf den L so gar keine Lust hatte. (Eigentlich wäre sie zu Besuch bei ihrer Schulfreundin E gewesen und ich alleine in den Film gegangen. Aber dann wurde L krank und ich kaufte kurzerhand eine Kinokarte nach.)
Nach dem schönen Familienfilm musste L zugeben, dass ihr die Geschichte gefallen hat. Der Film war somit nicht so schlimm wie zunächst befürchtet.


Weihnachtsmarkt.
Nach der Kinovorstellung liefen L und ich über den Leipziger Weihnachtsmarkt. Wir waren auf der Suche nach den Karussells von unserem letzten Besuch. Mir gelang es tatsächlich nicht, diesen Teil des Marktes wiederzufinden. Wir liefen somit planlos umher. Als wir plötzlich den Hauptbahnhof in der Ferne sahen, wusste ich, dass wir komplett falsch waren. Um den beginnenden Unmut des Kindes im Keim zu ersticken, kaufte ich ihr eine Bratwurst.
Wir schlenderten weiter durch die Innenstadt. Ich stellte fest, dass sehr viele Restaurants bis auf den letzten Platz belegt waren. Das ließ mich ein wenig grübeln. Offenbar geht es den allermeisten Deutschen wirklich gut genug, um ab und an ein Restaurant zu besuchen. Als wir kurz darauf ein tolles Sushi Restaurant mit Fließbandtisch entdeckten, trafen L und ich eine Abmachung. Wir wollen dieses Restaurant zum einen auch mal besuchen. Zum anderen wollen wir ab dem kommenden Jahr ab und an auswärts essen gehen. Wir leben jetzt. Wir essen beide gerne. Warum sollten wir uns nicht auch gelegentlich etwas Gutes tun dürfen?!
Ohne Karussellfahrten, aber satt und glücklich, machten wir uns gegen Viertel nach acht (Viertel neun) mit der S-Bahn wieder auf den Heimweg.

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