Am Morgen wurde ich ein paar Minuten vor dem Klingeln des Weckers wach und hatte somit Gelegenheit, noch etwas im Bett liegen zu bleiben und auf einigen Seiten im Internet zu lesen.
Auf dem Weg zur und unmittelbar vor der Schule herrschte großes Drama: Wir hatten Ls Sportrucksack zu Hause vergessen. Leider konnte ich diesen nicht holen und später zu ihr bringen. L steigerte sich unter Tränen so stark hinein, dass andere Menschen in unserer näheren Umgebung vermutlich dachten, jemand sei gestorben. Ich schrieb ihrem Sportlehrer eine kurze E-Mail, erklärte den Sachverhalt und entschuldigte mich für unsere Vergesslichkeit. Mehr konnte ich an der Stelle für L nicht tun.
Nachmittags berichtete mir L, dass alles nur halb so wild war. Ihre Mitschülerin E lieh ihr Sportkleidung und sie durfte in Socken am Unterricht teilnehmen.
Morgens fuhr ich das Auto in die Werkstatt. Nach drei Jahren hatte es sich eine Innenraumpflege mit Polstershampoonierung mehr als verdient. Morgen darf ich das (hoffentlich saubere) Auto wieder abholen.
Der heutige Arbeitstag war sehr produktiv. Neben einigen Terminen widmete ich mich vorrangig zahlreichen büroorganisatorischen Aufgaben und kam gut voran.
Was heute schön war:
Freundlichkeit.
Bevor ich das Auto zur Werkstatt fahren konnte, parkte ich es vor unserem Wohnhaus und räumte es bis auf wenige Dinge komplett leer. In der Zwischenzeit kam ein anderes Fahrzeug herangefahren und wollte vorbei. Ich rechnete schon mit einem Anpfiff, wurde stattdessen aber sehr positiv überrascht. Der Mann fragte freundlich, ob ich noch lange brauche und er mir beim Heruntertragen der Sachen in den Keller helfen könne. Über diese nette Geste freute ich mich den ganzen Tag lang. Mit seiner Hilfe konnte ich schon drei Minuten später zur Werkstatt fahren und ihm automatisch den Weg freimachen.
