Gestern Abend brannte bei L von jetzt auf gleich eine Sicherung durch. Sie mutierte zu einem heulenden Häufchen Elend, das böse Worte über sich sagte, und steigerte sich in irgendetwas hinein, das für mich nicht greifbar war. (Auch jetzt weiß ich nicht, was eigentlich los und ihr Problem war.) Nach einer halben Stunde des Bockens und Heulens schlug ich vor, den Tag zu beenden und uns bettfertig zu machen. Sie ließ sich kurz darauf von mir in den Arm nehmen, beruhigte sich allmählich und schlief schnell ein. Verstehe einer die Kinder.
Ich hatte gut geschlafen, L ebenso, und wachte am Morgen gegen halb acht auf. Ich las Britney Spears‘ Buch aus, stand anschließend auf, um L und mir Frühstück zuzubereiten und ein paar Snacks für den geplanten Tagesausflug einzupacken, und machte mich ausgehfertig.
Halb elf verließen L und ich mit ihrem Halloweenkostüm die Wohnung und fuhren ausnahmsweise mit dem Auto in Richtung des Leipziger Zooparks. Wir fanden problemlos einen Parkplatz und trafen wenig später Ls Schulfreundin L, ihren kleinen Bruder J und die Mama M. Da Ls Halloweenkostüm noch im Auto lag und sich abzeichnete, dass das Kind ohne dieses nicht glücklich sein und Spaß haben würde, lief ich zurück und holte es ihr. Im gesamten Zoopark wurde Halloween gefeiert. Es gab viele zusätzliche Stände, Unterhaltung für die Kinder und tolle Mitmachaktionen.
Wir schauten uns nur einige wenige Tiere an und verbrachten die Mittagszeit gemütlich im Außenbereich eines der Restaurants im Zoopark. Dort aßen wir eine Kleinigkeit. Die Kinder konnten anschließend auf dem Spielplatz toben. Zum Aufwärmen und als Schutz vor der einsetzenden kurzen Regenhusche statteten wir dem Aquarium einen Besuch ab, ehe wir uns halb zwei rum wieder auf den Weg nach Hause machten.






Am Nachmittag fuhr ich mit einer als Wednesday Addams verkleideten L nach Leipzig. Dort trafen wir uns mit einer anderen Schulfreundin L, ihrer Mama S und Hund Sukhi. Gemeinsam machten wir uns in einem halloweenbegeisterten Wohngebiet auf die Suche nach Süßem und wurden schnell fündig. Die Kinder hatten Unmengen Spaß daran, ihren Spruch aufzusagen und dafür mit Leckereien belohnt zu werden. Ich freute mich über die zusätzliche Bewegung am Abend und die nette Unterhaltung mit S.
Erschöpft, aber glücklich, und mit reicher Ausbeute kehrten wir abends wieder heim. Nächstes Jahr wird L sicherlich wieder „um die Häuser ziehen“ wollen.










