Hochzeit in München 1/2

Alltagsschnipsel

L und ich legten uns gestern Abend zeitig schlafen. Ich war auch sehr müde.
Bis halb zwei schlief ich durch, lag dann aber für die darauffolgenden zwei Stunden wach und machte mir sehr viele Gedanken über meine Zukunft. Ich habe das Gefühl, dass derzeit einiges schief läuft. Mein Kopf war trotz allem ruhiger als in der Nacht zuvor. Irgendwann schlief ich wieder ein und wachte kurz vor acht Uhr wieder auf.

Nach einem eher dürftigen Frühstück gemeinsam mit L schmissen wir beide uns in Schale. L trug ein rotes Festkleid mit Spitze, dazu glitzernde Silberschuhe mit leichtem Absatz, eine dazu passende silberfarbene Tasche und eine kuschelige rosafarbene Jacke. Ich zog ein altrosafarbenes Festkleid mit Spitze, Pumps mit leichtem Absatz und einen weißen Blazer an. Bevor wir die Unterkunft in Richtung U-Bahn verließen, holte ich die Papilloten aus meinen Haaren, freute mich über die vielen wilden Locken und war allgemein vom Ergebnis sehr begeistert.

Kurz nach halb elf waren fast alle Gäste, die an der Trauung im Standesamt in München teilnahmen, dort eingetroffen. Mein Bruder, J und einige andere Gäste trugen ihre Tracht, der Rest, zu dem L und ich gehörten, festliche Kleidung.

Um Viertel nach elf war es schließlich soweit und das Brautpaar nebst einem guten Dutzend Gästen durfte den Trausaal betreten. Als Trauzeugin meines Bruders saß ich neben ihm in der ersten Reihe, L direkt dahinter. Während der Ansprache der Standesbeamtin und dem Moment des Ja-Wortes kochten bei vielen die Emotionen hoch und es flossen etliche Tränen.

Nach der kurzen, aber sehr schönen Trauung begaben sich alle Gäste und einige neu hinzu gekommene Arbeitskolleginnen und -kollegen auf die zum Standesamt gehörende Dachterrasse zum Sektempfang und Bejubeln des frisch vermählten Brautpaares. Mein Bruder und J durften ein großes Herz ausschneiden und wurden von Seifenblasen eingehüllt, da das Werfen von Blumenblüten oder Reiskörnern nicht gestattet war.


Im Restaurant „Goldmarie“ gingen wir anschließend Mittagessen. Ich dachte lediglich bei meiner Vorspeise, einem leckeren Kräutercouscoussalat, daran, ein Foto zu machen. Der Hauptgang und das kleine Dessert waren ebenfalls sehr gut.


Nachmittags waren L und ich wieder zurück in unserer Unterkunft. Ich machte eine halbe Stunde „Mittagsschlaf“. L schaute ein paar Minuten auf dem iPad Videos, beschäftigte sich dann aber mit ihren Playmobilfiguren.

Am Abend trafen wir uns mit meinen Eltern am Sendlinger Tor und aßen in einer Tapas Bar Abendbrot. Bevor wir mit der U-Bahn zurück zu unserer Airbnb-Wohnung fuhren, kauften L und ich im Rewe Markt unser morgiges Frühstück ein. Meine Eltern verabschiedeten sich zuvor von uns und gingen auf ihr Hotelzimmer.

Als ich mir abends vor dem Schlafengehen erneut Papilloten ins Haar drehte, stellte ich fest, dass dieses immer noch leicht gewellt war.

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