Das Wochenende verbrachten L und ich bei bestem spätsommerlichen Wetter bei meinen Eltern in Erfurt.
Samstag, 16. September 2023
Ausgeschlafen wachte ich am Morgen kurz nach halb acht Uhr nach einer ruhigen und erholsamen Nacht auf. Ich blieb noch eine ganze Weile liegen und schaute die Serie „Superstore“ weiter.
Vor dem Frühstück duschte ich und genoss anschließend ein leckeres Croissant, ein gekochtes Ei und meinen geliebten Schokocappuccino.
Am Vormittag übte ich mit L ein paar Matheaufgaben. Es stellte sich deutlich heraus, dass ihr offenbar (noch) das logische Denken fehlt. Sie kann zwar problemlos Plus- und Minusaufgaben lösen, wenn sie als einfache Aufgaben im Matheheft stehen, sobald sie aber für die Lösung um die Ecke denken muss, ist es bei ihr vorbei. Leider lässt sie sich nicht helfen und reagiert demotiviert. Ein wenig hilflos bin ich nach wie vor. Ich würde ihr so gerne helfen, die Aufgaben zu verstehen.
Nächste Woche Donnerstag wird der erste Mathetest geschrieben, bei dem die Note zählt. Ich habe die Befürchtung, dass die Note sie trotz großer Konzentration, Mühe und Vorbereitung im Vorfeld langfristig für die nächsten Schuljahre demotivieren könnte. Genau das wollte ich immer vermeiden. Ich wollte, dass sie Jahr für Jahr gern und mit Spaß die Schule besucht. Ich warte jetzt aber erst einmal ab.
Die Übungseinheit endete leider im Streit. L zog sich ins Schlafzimmer zurück. Ich machte es mir auf dem Sofa bequem und schaute „Superstore“ weiter. Als meine Eltern aus der Stadt zurückkamen, half ich meiner Mama beim Gemüseschnippeln für das Grillen am Nachmittag.
Als L wieder bessere Laune hatte, gingen wir für eine Stunde zum nahegelegenen Spielplatz.

Bevor wir uns auf den Weg machten, um Ls Opa D nach fast einem halben Jahr wiederzusehen, gab es für jede ein großes Quarkbällchen.
Auf einer Wiese im Luisenpark spielten wir am Nachmittag zu dritt Boule und andere (von L) erdachten Spiele. Nach einer Weile liefen wir in Richtung Kressepark und entdeckten auf dem Weg dorthin einige Automaten, die mit regionalen Produkten gefüllt waren. L bekam einen Trinkjoghurt. Im Kressepark selbst fütterten wir die Fische, aßen ein Eis und ließen L auf dem Spielplatz spielen. Opa D brachten wir auf den neuesten Stand sämtlicher Ereignisse der letzten Monate.
L verhielt sich während des Treffens stellenweise komisch und sprach ohne ersichtlichen Grund nicht mehr mit uns. Die Verabschiedung war auch merkwürdig. Ich werde das Treffen noch mal Revue passieren lassen und versuchen herauszufinden, woran es liegen könnte, dass L sich einigen Menschen gegenüber abweisend und komisch verhält.



Am späten Nachmittag wurde im Hof, der mit zum Wohnhaus, in dem meine Eltern wohnen, gehört, gegrillt. Es gab viele leckere Sachen zu essen. Mit L spielte ich nach dem Essen ein bisschen Fußball.
Abends durfte L einige Folgen „Peppa Wutz“ schauen. Zwischendrin bat ihr Darm um Erlösung. Offenbar hatte sie den Trinkjoghurt nicht vertragen.
Gegen halb neun zogen wir uns ins Schlafzimmer zurück. Ich absolvierte meine Englischübungen mithilfe der Duolingo App und schaute meine Serie weiter.
Sonntag, 17. September 2023
Ich schlief heute bis acht Uhr. L wachte mehr oder weniger zur selben Zeit auf wie ich. Bevor wir aufstanden, schauten wir ein bisschen fern.
Der Vormittag verlief sehr ähnlich wie gestern. Nach dem Duschen gab es ein leckeres Frühstück zu viert. Anschließend bat ich L, ihr Hausaufgabenheft vorzutragen und einige Zahlenmauern zu lösen. Heute hatte sie zum Glück einen Aha-Effekt. Ich behaupte, sie hat nun verstanden, wie sie diese Aufgaben in Mathe erfolgreich lösen kann.
Mit der Straßenbahn fuhren wir am späten Vormittag zum EGApark. L durfte zunächst auf den Spielplätzen spielen. Mittags aßen wir ein leckeres Picknick, bestaunten die diesjährige Kürbisausstellung zum Thema Tiere und kauften uns zum Abschluss ein Eis.








Nachmittags machten L und ich uns auf den Weg zurück nach Markkleeberg. L schlief nahezu die gesamt Fahrt über.
Zu Hause angekommen verräumte ich unser Gepäck und half L beim Packen des Schulranzens. Danach hatte sie große Lust, eine Runde mit ihren Rollschuhen zu fahren. Wir suchten uns asphaltierte Wege und erkundeten einen Teil des Industriegebiets, in dessen Nähe wir wohnen.
Den restlichen Abend ließen wir entspannt und gemütlich ausklingen. Ich absolvierte einige Englischübungen und schaute meine Serie weiter und L durfte sich einen Film ansehen, ehe wir (viel zu spät) schlafen gingen.
