In den frühen Morgenstunden zog ein Gewitter auf, von dem L und ich geweckt wurden. Ich hätte gern weitergeschlafen, aber L hatte große Angst und kommentierte jeden Blitz und/oder Donner. Erst als Regen und Donner allmählich nachließen, fand L zurück in den Schlaf (und somit auch ich).
Als einige Stunden später der Wecker klingelte, fühlte ich mich nicht ganz so ausgeschlafen wie am Morgen zuvor. Dennoch kam ich gut durch den Tag.
Trotz erneutem Stau auf dem Weg zur Schule, kam L pünktlich im Schulgebäude an. Mittlerweile haben wir unseren Rhythmus gefunden und wissen, wann wir spätestens die Wohnung verlassen sollten, um rechtzeitig irgendwo anzukommen.
Mein Arbeitstag lief gut. Ich hatte vormittags einige Termine und konnte mich davor, zwischendrin und danach um die Vorbereitung für den kommende Woche stattfindenden Workshop kümmern.
Im Laufe der nächsten sechsundzwanzig Unterrichtswochen – Ferien- und durch Feiertage kürzere Wochen herausgerechnet – wird L einundzwanzig Schulnoten in insgesamt drei Fächern bekommen. Das bedeutet also grob eine Note pro Schulwoche.
Um ihr ein wenig unter die Arme zu greifen und weil sie mich darum bat, werden wir nun mehrmals wöchentlich für ein paar Minuten Matheaufgaben rechnen. Zudem möchte ich, dass L mir wieder regelmäßig aus irgendeinem schönen Kinderbuch vorliest.
Was heute schön war:
Joggen.
Meine Mittagspause nutzte ich nach eineinhalbmonatiger Pause für eine Laufrunde. Bei angenehmer Temperatur lief ich in gemächlichem Tempo vier Kilometer. Mein Kopf war mit den Ereignissen der letzten Wochen so beschäftigt, dass ich überhaupt keine Zeit hatte, mich um meinen inneren Schweinehund zu kümmern. Der war komplett still. Und der Lauf super toll und nötig.
Playdate.
Sehr spontan fragte mich S, die Mama von Ls Schulfreundin L, ob ich ihre Tochter mit von der Schule abholen könne, da sie kurzfristig noch einen Termin am Nachmittag wahrnehmen möchte. L und ich hatten für den restlichen Tag nichts weiter geplant, sodass ich zusagte.
Die Mädels bekamen beide ein Eis. L schlug vor, zu uns nach Hause zu fahren. Sie wünscht sich seit vielen Wochen, dass ab und an eine Klassenkameradin mit zu uns kommt. Ich hatte ihr versprochen, dass wir das ab Herbst vermehrt realisieren können. Beide Ls verbrachten somit einen schönen Nachmittag bei uns zu Hause.
Pizza essen.
Ls Mama S trafen wir am Abend vor der Pizzeria Kruste im Leipziger Ortsteil Connewitz wieder. Gemeinsam futterten wir leckere Pizzen und werteten den gestrigen Elternabend aus.
