Tagebuch – 1. September 2023

Alltagsschnipsel

Der meteorologische Herbst ist da! Die ersten Blätter an den Bäumen wechseln allmählich ihre Farbe und zumindest die morgendlichen Temperaturen signalisieren mir eindeutig, dass der Sommer vorbei ist. Da es auch abends zeitiger dunkel wird, werde ich früher müde. Bereits halb zehn machten L und ich gestern Abend das Licht aus und legten uns schlafen.

Nach einer erholsamen Nacht wachte ich am Morgen kurz nach sechs Uhr auf. Ich blieb noch ein paar Minuten liegen, las einige Beiträge auf meinem iPhone, weckte L auf und machte mich auf den Weg ins Bad für meine morgendliche Runde.
Kurze Zeit später hätte ich das Haus verlassen können … wäre L bereits angezogen und im Bad zum Zähne putzen und Haare kämmen gewesen. Das war sie aber nicht.
Ich merkte sehr deutlich, wie ich mich davon stressen ließ. Ich dachte an den bevorstehenden Stau auf dem Weg zur Schule und die Tatsache, dass L zu spät kommen wird, würde sie noch länger herumtrödeln. Gleichzeitig ärgerte ich mich, dass sie überhaupt so früh geweckt werden muss und völlig gegen ihren Biorhythmus in einen Alltag gezwungen wird, der weder ihr noch mir guttut.
Ich will gelassener werden. Unbedingt. Ich halte nicht viel von unserem Schulsystem. Was soll also schlimmes passieren, sollte L irgendwann doch mal fünf Minuten zu spät in der Schule ankommen? Richtig! Gar nichts.
FunFact: Obwohl wir später als gestern Morgen losfuhren, gab es dieses Mal überhaupt keinen Stau, sondern normalen Berufsverkehr, dem wir schnell entkamen. Mein Gemecker und mein heraufbeschworener Stress waren somit vollkommen unnötig.

Was heute schön war:

Telefonat mit J.
Während ich parallel einige Arbeits-To-dos erledigte, tauschten meine Freundin J aus Dresden und ich uns über die letzten Tage aus. In elf Tagen wird sie schon ihre Diplomarbeit abgeben. Wie schnell fünf Jahre vergangen sind.

Lesen.
Gestern schlug L vor, dass wir den heutigen Nachmittag und Abend im Indoorspielplatz verbringen könnten. Und das taten wir auch. Wir fuhren direkt nach der Schule ins Kinderland Leipzig. Während L rutschte, hüpfte und kletterte, hatte ich Zeit, in einem meiner beiden Bücher weiterzulesen. Das war wunderbar. Noch besser war, dass L es endlich wieder schaffte, den Vulkan bis ganz nach oben zu klettern.

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