Gestern Abend gab es vor dem Schlafengehen ein großes Drama. Ls oberer Schneidezahn (Milchzahn) war sehr locker und ließ sich in nahezu alle Himmelsrichtungen bewegen. Während ich es als Kind liebte, an meinen Wackelzähnen so lange herumzuspielen, bis sie herausfielen, hat L große Angst davor und rührt ihre Zähne nicht an. Das hat zur Folge, dass so ein wackelnder Zahn gern mal über Monate im Mund bleibt und langsam vor sich hinvegetiert. Irgendwie konnte ich sie aber beruhigen und ins Bett befördern.
Wir hatten beide nachts sehr gut geschlafen. Gegen fünf Uhr wurde ich allerdings von L geweckt, die meinte, sie hätte jetzt ihren Zahn in der Hand. Ich murmelte ihr zu, sie solle ihn erst mal auf den Rand des Bettes legen. Uns gelang es beiden, danach noch mal für gut eine Stunde einzuschlafen, ehe der Wecker klingelte.
Nach dem Aufstehen legte ich den oberen Schneidezahn zu den anderen drei ins Döschen. Ich kann gar nicht beschreiben, wie unendlich glücklich ich bin, dass dieser Zahn nun endlich draußen ist. Noch so ein Gejammer hätte ich heute Abend vermutlich nicht ertragen können. Der bleibende Zahn ist im Übrigen schon ein ganzes Stück zu sehen.
Auf dem Weg zur Schule hatten wir heute keinen Stau. Wir waren aber auch wirklich zeitig unterwegs. Ich konnte sogar noch an der Tankstelle halten und das Auto betanken, ehe ich kurz darauf L bis zur Ampel in der Nähe der Schule begleitete.
Anschließend fuhr ich mit dem Auto ins Büro nach Erfurt. Auf der Hinfahrt war Dauerregen mit eingeschränkter Sicht. Dennoch genoss ich mein Hörspiel und die Musik sehr. Auf der Heimfahrt blieb es trocken. Auch hier hörte ich ein Abenteuer von den drei Detektiven.
Nur wenige Meter von der Bürotür entfernt lag eine tote Ratte auf dem Gehweg. Ich bin mir unsicher, ob sie Opfer eines Tieres oder des Rattengifts wurde.
Heute hatte ich den Großteil des Arbeitstages Meetings. Dennoch konnte ich einige Aufgaben, die sich am besten im Büro durchführen lassen, erledigen.
Was heute schön war:
Mittagspause.
So eine lustige Mittagspause mit meinen Kolleginnen und Kollegen hatte ich lange nicht mehr. Ich habe wirklich sehr viel über stellenweise echt schlechte Witze gelacht. Das war sehr schön.
AGs.
Am Nachmittag trudelte eine E-Mail vom Hort ein. Ab der zweiten Klasse besteht die Möglichkeit, nicht nur die Ganztagsangebote wahrzunehmen, sondern auch einer AG beizutreten. L signalisierte mir sofort ihr Interesse an den AGs Theater und Artistik, für die ich sie anmeldete. Nun hoffe ich sehr für sie, dass sie in beiden AGs einen Platz bekommt.
(Ich hätte mich vermutlich der AG Buch angeschlossen.)
