Heute ist der 12. August. (Würde mein Opa noch leben, würde er seinen vierundneunzigsten Geburtstag feiern.) Ich bin sehr stolz darauf, seit Januar diesen Jahres regelmäßig an jedem 12. eines Monats am Fotoprojekt „12 von 12“ teilzunehmen, bei dem im Verlauf des Tages zwölf Fotos gemacht und am Abend im Blog gezeigt werden.
Meine Nacht war unruhig. Erst nach Mitternacht fand ich in den Schlaf, wachte gegen sechs Uhr kurz und halb sieben schließlich richtig auf. Da ich trotz zu wenig Schlafs nicht allzu schlimm müde war, blieb ich gleich wach und las auf meinen Lieblingsseiten im Internet. Auch L schlief heute nur bis kurz vor halb acht.

Nach einem entspannten Restefrühstück mit einer Tasse leckeren Schokocappuccinos piepte die Waschmaschine, um mir zu signalisieren, dass die Wäsche sauber ist. Ich hing die wenigen Kleidungsstücke von L und mir auf den Wäscheständer und machte mir damit eine kleine Freude für unsere Urlaubsrückkehr am 20. August.

Da wir bis zur Abfahrt noch reichlich Zeit hatten, saugte ich Ls Schulranzen aus und machte ihn auch so gründlich wie möglich von innen sauber. Nun kann dieser in aller Ruhe trocknen und ist ab dem 21. August, wenn L die zweite Klasse besucht, wieder einsatzbereit.


Nein, wir ziehen nicht um. Wir fahren lediglich für eine Woche in den Urlaub. Es ist immer wieder erstaunlich, was sich alles so an Gepäck ansammelt. Einen Großteil der Sachen bekam ich im Kofferraum unter. Der Rest wurde auf der Rücksitzbank verteilt.

In Grimma machten wir nach etwa zwanzig Minuten Fahrt unsere Mittagspause. L sah von der Autobahn aus das Restaurant zur Goldenen Möwe und so stand schnell fest, was wir essen würden. Für mich gab es nur sechs vegane Nuggets und Ls Pommesreste. Ich möchte den Urlaub nämlich als Start für eine bewusstere und gesündere Ernährung nutzen. Das Essen bei McDonald’s war quasi eine Art Abschiedsessen.
Wegen einer Baustelle irgendwo vor Dresden und eines über Google Maps bereits angezeigten Staus fuhren wir viel Landstraße. Das hatte den Vorteil, dass ich viel von der Umgebung sehen konnte. An Riesa kamen wir beispielsweise auch vorbei.
Bevor wir bei unserem Ziel ankamen, hielten wir noch bei einem Lidl Markt, um die restlichen fehlenden Lebensmittel einzukaufen.



In diesem Jahr bewohnen L und ich den größeren der beiden Bungalows, die sich in dem Ort Hohenbocka befinden. Der kleinere Bungalow wurde an eine Frau, die Hunde betreut, dauervermietet. Ab und an läuft in dem großen Garten ein kleiner lieber Wuschelhund herum.
Nach einem kurzen Smalltalk mit dem Vermieter nebst Geldübergabe machte ich mich an das Ausräumen des vollgepackten Autos. Während ich das Gepäck ins Haus trug, dieses in die jeweiligen Räume verteilte und die Betten bezog, hüpfte L schon mal in den Pool.

Abends ließ ich mich von L überreden, mit ihr gemeinsam im Pool zu baden. Die Wassertemperatur lag lediglich bei zwanzig Grad Celsius und war für mich wirklich sehr kalt. Ich brauchte ziemlich lange, um mich komplett in den Pool zu begeben. Aber: Ich habe es geschafft und bin sogar einige Runden im Kreis geschwommen.


Während ich es mir im Liegestuhl auf der großen Terrasse mit einem Buch bequem machte und L mit ihren Playmobil Figuren spielte, merkte ich, wie mein Blick immer wieder zu den Tieren hinter dem drei Meter entfernten Zaun huschte. Es machte so viel Freude, den Schafen, Gänsen und Truthennen beim Fressen, Spielen und Schnattern zuzuschauen.

Direkt vor unserer Nase befindet sich ein großes Maisfeld. Wegen aufziehender Gewitterwolken verschoben L und ich unseren Spaziergang durch das Dorf auf morgen.
Heute Abend werden wir es uns auf der Couch gemütlich machen und gemeinsam den Film „Aladdin“ über den Disney Channel, den wir zu Hause nicht empfangen, schauen.
