Gegen vier Uhr morgens wurde ich wach und fand mindestens eine Stunde lang nicht zurück in den Schlaf. Meinen Kopf schien das aber überhaupt nicht zu stören. Er dachte über die Arbeit nach, formulierte erste Texte für E-Mails, die ich heute noch versenden wollte, und machte sich auch privat über dieses und jenes Gedanken. Irgendwann schlief ich wieder ein und hatte merkwürdige Träume, in denen schon wieder Kollegen vorkamen.
Als ich am Morgen aufwachte, fühlte ich mich trotzdem ausgeschlafen.
L brauchte heute nicht in den Ferienhort gehen und verbrachte den halben Tag abwechselnd Youtube Videos auf dem iPad guckend und mit ihren Playmobil Figuren spielend.
Ich hatte meinen letzten terminfreien Arbeitstag vor meinem einwöchigen Urlaub und konnte noch viele kleine To-dos abhaken.
Seit nunmehr einer Woche verwende ich täglich Zahnseide. Geschickt im Umgang mit dem Faden bin ich nach wie vor nicht, aber es gelingt mir immer öfter, wirklich jeden Zahnzwischenraum zu erwischen. Ich sollte aber vorsichtiger werden, wenn ich nicht wie der Joker aussehen möchte. Ich habe mir nämlich schon das ein oder andere mal in den Mundwinkel geschnitten.
Was heute schön war:
Telefonat mit J.
Am Vormittag telefonierten meine Freundin J aus Dresden und ich. Sie hat es trotz ihrer Erkältung in dieser Woche geschafft, siebenundfünfzig von mindestens sechzig Seiten ihrer Diplomarbeit zu schreiben. Ich bin sehr optimistisch, dass sie diese in ein paar Wochen rechtzeitig abgeben kann.
Besuch in Erfurt.
Nachmittags besuchten L und ich unsere ehemaligen Vermieter C und A sowie U und ihre Kinder K und M, die auch gerade da sind. Nach einem leckeren Kuchenstück genossen wir das Sommerwetter und schauten den Kindern beim Spielen und Baden zu. Zum Abendessen gab es von A zubereiteten Kartoffelauflauf.
Halb zehn waren wir wieder zurück in Markkleeberg. Ich konnte mit Ausnahme der letzten fünf Minuten sogar im Hellen fahren. (Ich mag es nicht, im Dunkeln über die Autobahn zu fahren.)
