Meine Nacht war sehr gut, für meinen Geschmack aber ein wenig zu kurz. Zum Glück steht das Wochenende vor der Tür. Als es heute Morgen Zeit zum Aufstehen war, wurde ich aus dem Tiefschlaf gerissen und brauchte einige Minuten, um richtig wach zu werden. L bummelte zudem ziemlich herum, sodass ich mich im Nachhinein ein kleines bisschen ärgerte, früher aufgestanden zu sein. Wir verließen die Wohnung in Richtung Schule nämlich zur gleichen Zeit wie immer.
Morgens fuhr ich mit dem Auto ins Büro nach Erfurt. Auf der Hinfahrt trank ich meinen Schokocappuccino aus dem Thermobecher und hörte das vierzigste Abenteuer der Detektive Die drei ???, während ich über die leeren Autobahnen bretterte. Zwischendurch telefonierte ich über die Freisprechanlage mit dem Klassenlehrer eines unserer Schülerpraktikanten. Ihm wurde meine E-Mail, in der ich mitteilte, was bisher im Praktikum nicht so optimal lief, weitergeleitet. Er konnte meine Punkte nahezu komplett nachvollziehen. Am kommenden Montag wird es ein Gespräch mit dem Jungen, seinen Eltern und dem Klassenlehrer in der Schule geben. Danach wird mich der Lehrer telefonisch kontaktieren, um mit mir die letzten vier Praktikumstage abzustimmen.
Auf der nachmittäglichen Fahrt zurück nach Leipzig hörte ich die nächste Folge meines Hörspiels und hatte aufgrund des starken Regens stellenweise ganz schön zu tun, die Spur zu halten, da ich oftmals keine zehn Meter weit gucken konnte.
Und weil es für heute noch nicht genug war, machten L und ich uns am Abend erneut auf den Weg nach Erfurt, wählten für diese Fahrt allerdings eine andere Autobahnverbindung. Meine Eltern besuchen nämlich über das Wochenende meinen Bruder und seine J in München. L und ich hatten den beiden versprochen, uns in der Zeit ihrer Abwesenheit um die zwei Prachtrosellas zu kümmern und ihnen ein bisschen Gesellschaft zu leisten.
Was heute schön war:
Workshop.
Heute fand nach einem von mir ans Team mitgeteilten Finanzupdate zu den Umsätzen seit Januar und einem von drei meiner Kollegen vorbereiteten ausführlichen Bericht zur AppDevCon, die im Mai in Amsterdam stattfand, der vierte Teil unseres Leitbild-Workshops statt. Wir erarbeiteten uns gemeinsam anhand unserer Aufzeichnungen aus dem dritten Workshop die Chancen und Risiken unseres Unternehmens, kamen wie die Male zuvor aber nur langsam voran, da wir uns oft in sehr kleinen Details verloren.
Über ein leckeres Mittagessen auf Kosten der Firma durfte sich jede*r freuen. Für mich gab es eine kleine Portion Sushi und Edamame.
