Meine Nacht war gut, aber ein wenig zu kurz. Ich werde abends einfach nicht müde genug, um spätestens 22 Uhr schlafen zu gehen und so ausreichend viele Stunden Schlaf zu bekommen. Ich erhoffe mir in wenigen Tagen Besserung, wenn L Ferien hat und wir morgens etwas länger schlafen können.
Zu meiner Freude machte L bei unserem Morgenprogramm gut mit. Wir konnten pünktlich die Wohnung in Richtung Schule verlassen.
Gemeinsam mit meinem Kollegen L fuhr ich mit dem Auto ins Büro nach Erfurt. Wir unterhielten uns die ganze Fahrt über sehr nett miteinander. Es ging unter anderem darum, wie die (Super-)Reichen der Arbeiterklasse beim Kämpfen/Schwimmen während der Corona-, aber auch jetzt während der Inflationszeit zuschaut und nichts tut. L selbst ist ein gutes Jahrzehnt jünger als ich. Umso erstaunter war ich, als er mir mitteilte, dass er bei sich erste Anzeichen einer Verbitterung aufgrund sozialer Ungerechtigkeiten entdecke. Es ergeht also nicht nur mir so, dachte ich ein wenig erleichtert.
Auf dem Rückweg nach Leipzig hörte ich das neununddreißigste Abenteuer der Detektive „Die drei ???“. Auf beiden Fahrten waren die Autobahnen ziemlich leer. Das war sehr angenehm.
Auf dem Tagesprogramm standen für meinen Kollegen/Freund M und mich drei Mitarbeitergespräche. (Nächste Woche sprechen wir mit den letzten drei Kollegen und dann haben wir es bis zum Spätherbst geschafft.) Ich spürte bei mir sehr deutlich, dass die Luft raus war. Ich glaube, M erging es ähnlich. Umso schöner war es, dass wir drei angenehme Gespräche führen konnten. Es gab keinen Streit, keine unschönen Worte und auch keine unlösbaren Probleme.
Zwischendurch kam unsere Kollegin S vorbei, die seit Ende April krankgeschrieben ist. Ab nächste Woche wird sie eine Wiedereingliederung machen. Sie sah erholt aus und sprach sehr positiv über die vergangenen Wochen. Ihre Zukunftspläne für ihre eigene psychische Gesundheit klangen sehr vielversprechend.
Was heute schön war:
Lesen.
Wie ich es befürchtet habe, konnte mich die Serie „Game of Thrones“ nicht so fesseln, dass ich Staffel für Staffel ohne Pause durchschaue. Interessant und spannend genug ist die Serie für mich dennoch, sodass ich sie irgendwann weiterverfolgen werde. Ich lese aber einfach viel zu gerne, als mich tage- und wochenlang nur mit fernsehen zu befassen. Und das tat ich am Abend auch. Ich kaufte mir ein eBook für 9,99 Euro, da dieses nicht im Abonnement Kindle Unlimited enthalten ist/war, und begann die ersten Seiten zu lesen.
Abkühlung.
Gegen Nachmittag zog ein ziemlich starker Wind auf. Die Wolken fand ich den gesamten Tag über total schön, doch irgendwann wurden sie dunkler und dunkler. L mag „Unwetter“ ja so gar nicht, weshalb wir uns direkt nach Hause verkrümelten. Das war auch gut so, denn wenig später, regnete es wie aus Eimern und es blitzte und donnerte. Beim Schließen der Fenster entdeckten wir diesen schönen Regenbogen.

