Ich schlief wieder wunderbar und wachte erst mit dem Klingeln des Weckers auf. Ich erinnerte mich daran, wieder viel geträumt zu haben, aber an nichts konkretes mehr. Auch L ließ sich relativ schnell wecken. Wir konnten somit entspannt, stress- und streitfrei in den Freitag starten.
Den Arbeitstag ließ ich etwas ruhiger angehen. Seit Mittwoch fühle ich mich nämlich unfassbar müde und ein bisschen ausgelaugt.
Für einen studentischen Praktikanten, der im August vier Wochen freiwillig in einige Bereiche unseres Unternehmens reinschnuppern will, fertigte ich den Praktikumsvertrag. Zwischenzeitlich teilte ich einer Kollegin unserer Muttergesellschaft per E-Mail mit, dass ich seit gestern Nachmittag keine Möglichkeit habe, in unser gemeinsames Online-Banking-Tool hereinzukommen. Sie ließ mich wissen, dass sich dieser Problematik am Montag jemand annehmen wird. An einer kleinen (längst überfälligen) Präsentation, die ich in zwei Wochen dem Team zeigen möchte, arbeitete ich ebenfalls.
Da L keine Lust hatte, heute das zweite Mal in dieser Woche zum Kindertanz zu gehen, fuhren wir nach dem Eiscafé zum Einkauf und hielten uns im Anschluss eine Dreiviertelstunde vor unserer Tür auf. L schlug ein Rad nach dem anderen und zeigte mir ihren Handstand, während ich es mir auf der Bank gemütlich machte.
Was heute schön war:
Morgenspaziergang.
Im Moment gefällt mir der Weg durch die in der Nähe von Ls Schule befindliche Kleingartenanlage am besten. Auch mein heutiger zehnminütiger Spaziergang als Start in den neuen Tag führte mich dorthin. Als ich an der Stelle ankam, bei der ich gestern den Mann hab weinen sehen, blieb ich stehen und schaute mich um. Es waren wirklich keine Anzeichen getrockneten Blutes zu sehen. Der Mann hatte vermutlich andere Probleme.
Thai Massage.
Die Massage war großartig. Ich war seit Tagen im Schulter- und Rückenbereich unfassbar verspannt und schwebte nach der heutigen Anwendung ein paar Meter über dem Boden. Die Masseurin schaffte es nämlich wieder, neben meinem Körper auch meine Seele glücklich zu machen. Ich spürte während der Massage sehr deutlich, wie mein Stresslevel sank und ich entspannte.
Eiscafé.
Nach dem Abholen aus der Schule fuhr ich mit L in ein Eiscafé. Wir hatten beide so unglaublich großen Appetit auf Eis. Ich gönnte mir einen Erdbeer-Schoko-Cup. L ließ es auch richtig krachen: Sie bestellte sich eine Waffel, auf der sich Spaghettieis befand. Als zusätzliches Topping wählte sie noch warme Kirschen. Zwei Drittel ihrer Portion schaffte sie problemlos. Beim letzten Drittel musste ich „leider“ unterstützen.


