Eine wunderbare und erholsame Nacht lag hinter mir. Geweckt wurde ich heute Morgen allerdings bereits um halb acht von L. Ich hätte liebend gern noch ein wenig weiter geschlafen. Völlig ausgeschlafen startete ich somit nicht in meinen Sonntag. Ein Vergleich zur Nacht davor war es aber definitiv nicht.
Nach dem Frühstück mit Toast und Schokocappuccino für mich goss ich unsere Zimmerpflanzen, die sich vermutlich sehr über das frische Wasser gefreut haben. Anschließend räumte ich das saubere Geschirr vom Geschirrspüler in die Schränke und stellte schmutziges wieder in die Maschine hinein. Für unterwegs bereitete ich noch ein kleines Picknick vor. Mehr Hausarbeit gab es heute (mal wieder) nicht. Sei’s drum. Die Arbeit läuft nicht davon.
Was heute schön war:
Badewanne.
Während das lauwarme Badewasser in die Badewanne einlief, machte ich drei Rückenübungen mit je fünfzehn Wiederholungen. Morgen würde ich nämlich gern Laufen gehen. Ich hielt es deshalb für sinnvoll, wenn der untere Rücken im Vorfeld wenigstens ein wenig gestärkt wurde. Das Badezimmer hatte ich am Vormittag für mich allein. L war anderweitig beschäftigt. Das war wunderbar.
Mathematik.
Bisher mochte L den Mathematikunterricht in der Schule nicht so sehr. Ich fand über die letzten Wochen zumindest heraus, dass sie den Unterrichtsstoff verstanden hat und die Aufgaben lösen kann.
Nach dem Aufwachen hatte sie große Lust, ein paar Aufgaben in der Anton App zu absolvieren. (Ich bin da natürlich die Letzte, die ihr das verbietet.)
Damit war es für heute aber noch lange nicht genug mit Rechenaufgaben. Auf unseren Fahrrädern auf dem Weg zum See stellte ich ihr hin- und rückwärts eine Aufgabe nach der anderen, die sie mit großer Freude löste. Auf dem Spielplatz machten wir ähnlich weiter. Ich stellte ihr eine Aufgabe und sie schlug nach deren Lösung entweder ein Rad oder machte einen Handstand.
Ich vermute, dass es L schwerfällt, den von der Lehrerin aufgezeigten Rechenweg zu verstehen. Ich habe mittlerweile gehört, dass es anderen Kindern in ihrer Klasse ebenso ergeht. Als ich letztens einen Blick auf ein Aufgabenblatt zur Addition im Zahlenraum bis zwanzig warf, brauchte sogar ich eine Weile, um genau zu verstehen, was für ein Rechenweg mir hier eigentlich skizziert werden soll. Ich fand diesen total umständlich. Mich wundert es nicht, dass einige Kinder im Unterricht aufgegeben haben.
Cospudener See.
Den für heute geplanten Kinobesuch ersetzten wir durch einen mehrstündigen Aufenthalt am Cospudener See. Wir fuhren mit den Fahrrädern hin und zurück. Wir hatten genug Zeit, um uns zu sonnen, den Ausblick zu genießen und die Füße im Sand zu wärmen. L und ich waren sogar zweimal im See baden. Das Wasser war zwar noch ziemlich kalt, aber zumindest bereits so angenehm, dass wir nach kurzer Überwindung darin schwammen. Ein Eis für jede und lange Aufenthalte auf zwei Spielplätzen durften heute auch nicht fehlen.
Ein Teil des Cospudener Sees ist sehr touristisch. In diesem Bereich hatte heute beispielsweise ein Laden geöffnet, in dem ich für L einen neuen Bikini kaufte, da ihr der Badeanzug aus dem letzten Jahr mittlerweile zu klein geworden war und bisher nur noch mit Mühe und Not getragen werden konnte. Einen großen Biergarten direkt am Wasser und einige Restaurants entdeckten wir auch. Wenn meine Eltern das nächste Mal in Markkleeberg zu Besuch sind, gehen wir bestimmt hierher.



