Ich schlief heute Nacht unruhig und nicht tief genug. L und ich waren gestern Abend so spät zu Hause, dass es mir schwerfiel, zur Ruhe zu kommen und herunterzufahren. Ich war auch kurz vor 23 Uhr nicht müde genug, um schnell einschlafen zu können. Zu allem Übel wachte ich heute Morgen bereits halb sechs auf.
Mit meinem Kollegen A fuhr ich am Morgen, nachdem ich L kurz vor der Ampel in der Nähe ihrer Schule verabschiedet hatte, ins Büro nach Erfurt. Die gesamte Hinfahrt über unterhielten wir uns sehr angenehm über verschiedenste Themen. Auf der Fahrt zurück nach Leipzig nutzte ich die anderthalb Stunden für das dreißigste Hörspiel von „Die drei ???“ und Musik. Die Autobahnen war nur mäßig befahren, sodass ich jeweils gut vorankam.
Drei Minuten vor meinem ersten Termin kam ich am Vormittag im Büro an. Eine Viertelstunde später war der gestern als Angebot unterbreitete Aufhebungsvertrag nach zwei kleineren Anpassungen von beiden Vertragsparteien unterzeichnet. Ich hätte nicht geglaubt, dass es mir heute nochmals das Herz zerreißen würde, doch beim Anblick meines traurigen Kollegen, der nun nicht mehr länger Teil unseres Teams ist, war mir sehr flau in der Magengegend.
Nach meinem Daily in dem Projekt, das ich als Scrum Master betreue, führten mein Kollege/Freund M und ich das erste von zahlreich folgenden Mitarbeitergesprächen. Das ist nun Runde zwei von drei in diesem Jahr. Glücklicherweise verlief dieses sehr positiv, sodass sich meine Stimmung deutlich verbesserte.
Um zukünftig (noch) mehr Datenschutz und Sicherheit in unserem Büro zu gewährleisten, räumte ich nach dem Mittag die Inhalte der sich hinter meinem Schreibtisch befindlichen Schränke um. Es gibt nun einen Schrank, in dem sich sämtliche Ordner des Unternehmens befinden. Diesen habe ich beim Verlassen des Arbeitsplatzes abgeschlossen. Nur mein Kollege/Freund M und ich haben für diesen Schrank einen Schlüssel. In dem anderen Schrank befinden sich für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter frei zugänglich verschiedene Büromaterialien.
Was heute schön war:
Kindertag.
Am Morgen überraschte ich L mit einer kleinen Süßigkeit, die ich auf ihren Kleiderstapel legte. Das war offenbar Motivation genug, denn in Windeseile war sie angezogen im Bad, um ihre Zähne zu putzen und die Haare zu kämmen.
Seit Wochen war sie voller Vorfreude auf den heutigen Tag, der vor allem in der DDR und später in den neuen Bundesländern als Kindertag gefeiert wird. Mehr als rechtzeitig für meine persönliche Monatsfinanzplanung teilte sie mir Anfang des Frühlings mit, dass sie an diesem Tag gern mit mir shoppen gehen würde. So kam es, dass wir nach der Schule in ein großes Einkaufscenter fuhren, zuerst ein Eis aßen und in der Buchhandlung einer der Ferienbände der Reihe „Die Schule der magischen Tiere“ kauften. L durfte sich anschließend eine Kleinigkeit aussuchen und entschied sich für ein Kuscheltier.
Da wir einmal im Einkaufscenter waren, gingen wir auch in ein Bekleidungsgeschäft und kauften für L zwei Kleidungsstücke. Sie ist in den letzten Wochen so viel gewachsen, dass einige Sachen nicht mehr passen. Bevor wir uns auf den Nachhauseweg machten, holten wir uns für das Abendessen eine Box To Go bei einem asiatischen Restaurant.
